Userkritiken

Kritiken

8martin 

Liebe lieber indisch - Die indische Braut

Da hat sich Regisseurin Gurinder Chadha wohl selbst einen Wunsch erfüllt. Die inhaltliche Anleihe an die Welt der Jane Austen ist weit hergeholt. Nur der unübersetzbare Titel des Originals ist ein kleiner Geistesblitz. Ein Buchstabenwechsel P zu B reicht. Die Bollywood-Inszenierung ist gewöhnungsbedürftig für Auge und Ohr, wenn Spielfilmszenen mit Tanzeinlagen und Gesang sich abwechseln. Das kunterbunte Rumgehüpfe geht uns westlichen Europäern ganz schön auf den Senkel. Die harten Schnitte, mit denen die überlaute Musik oft einsetzt, sind ein solcher Akustohammer, dass dem Zuschauer, nachdem er sich vom Schockeffekt erholt hat, quasi Hören und Sehen vergeht. Der Witz der Dialoge und die Komik der Situationen vermögen nicht die Langeweile zu vertreiben. Mancher Mann (z.B. Naveen Andrews total überdreht) ist eine affige Witzfigur und der steinreiche Schönling Martin Henderson ist der einzige, der in Frage kommt. Und der bekommt Chadhas oberste Trumpfkarte: Aishwarya Rai, die schönste Frau der Welt. Zur Ehrenrettung der Regie sei noch erwähnt, dass es eine Traumszene gibt, (nicht den Sonnenuntergang am Meer mit zwei Silhouetten) die technisch überzeugt und inhaltlich informativ ist. Ansonsten geht der Film über weite Strecken ganz nah an die Scherzgrenze. Da reicht die Schönheit als Palliativ nicht aus. Für was Miss Austen nicht alles herhalten muss!?
geschrieben am 17.02.2014 um 13:46 Uhr
Schreibe hier deine Meinung zu Liebe lieber indisch >>

8martin 

45 Minuten bis Ramallah - 45 Minuten - eine halbe Ewigkeit

Diese Komödie ist schrill, schräg und abgefahren. Dabei geht es neben dem üblichen Gegensatz Israelis – Palästinenser auch um die Toleranzgrenze der religiösen Fundamentalisten. Denn wenn zwei Brüder (Navid Akhavan und Karim Saleh) die Leiche ihres Vaters von Jerusalem nach Ramallah bringen müssen, wird das eine recht turbulente Odyssee der besonderen Art: es kommt zu Schusswechseln, eine schöne Frau (Julie Engelbrecht) taucht auf, küsst und klaut, Freiheitskämpfer jeglicher Art und Autodiebe bieten Optionen an. Manchmal ist die Komik etwas überdreht und geht in Richtung Klamauk. Meistens jedoch gelingt es durch den Gegensatz zwischen Wort (Off-Kommentar) und Bild gute Jokes und Gags zu präsentieren, denn das eine beschreibt die Situation, wie sie sein sollte, das andere wie sie wirklich ist. Daneben gibt es natürlich auch noch eine Liebesgeschichte und ein nicht ganz ernst zu nehmendes Erschießungskommando. Denn da sind schon zu viele Lachsalven abgefeuert worden. Es ist wie immer das lobenswerte Anliegen des Regisseurs Ali Samadi Ahadi, dessen melodisch swingender Name wie ein Lied aus dem Nahen Osten klingt, durch Karikierung und Übertreibung die trennenden Gräben zuzuschütten. Dabei ist das Bindemittel die Komik.
geschrieben am 05.02.2014 um 12:52 Uhr
Schreibe hier deine Meinung zu 45 Minuten bis Ramallah >>

Lea-Zoe 

Fünf Freunde 3 - keine Minute Langeweile, tolle Unterhaltung

Unbedingt sehenswert, weil spannend, witzig. Vor allem Timmi als Lebensretter und eine wilde Verfolgungsjagd machen den Begriffen Nervenkitzel und Action alle Ehre. Von uns deshalb 9 von 10 Punkten.
geschrieben am 02.02.2014 um 10:19 Uhr
Schreibe hier deine Meinung zu Fünf Freunde 3 >>

8martin 

Die Windsbraut - Die wilde Alma

Die Alma Mahler-Werfel muss ja wohl eine ganz heiße Braut gewesen sein. Damals nannte man das ‘femme fatale‘. Ihre Opfer waren ausnahmslos Promis. Neben den namensgebenden Männern hat sie sich auch noch Oskar Kokoschka (Vincent Perez), der das Titelbild malte, die Architekturlegende Walter Gropius (Simon Verhoeven) reingezogen, sowie mit Gustav Klimt (August Schmölzer) ‘geliebäugelt‘. Doch ihre stärksten Auftritte hat sie im Film nicht auf der Matratze sondern als Trauernde oder als verhinderte Künstlerin mit einem Touch Emanzipation. Dazu hat sie Regisseur Bruce Beresford prunkvoll ausgestattet und in eine herrliche Landschaft platziert. Die Unterschiedlichkeit der Charaktere, die bei Alma landen konnten, ist gut herausgearbeitet. Klimt der lebhaft freche Schelm, dem die Liaison zu eng wurde oder Kokoschka, der besitzergreifende, stürmische Geliebte, dem solche Sätze in den Mund gelegt werden wie ‘die Zeit ist die Währung der Liebe‘. Mit ihm wird es auch optische etwas anspruchsvoller. Dann der brave biedere Gropius, den man heute eher in die Abteilung ‘Schlaftablette‘ einordnen würde. Und schließlich Franz Werfel, der Alma via Piano erobert, sogleich schwängert und damit eine melodramatische Note einbringt. Den größten Handlungsspielraum bekommt Gustav Mahler (Jonathan Pryce). Er ist für Alma Anfang und Basis, künstlerisches Idol und Konkurrent. Sarah Wynter füllt die Titelrolle als androgyner Typ mit geheimem Feuer voll und ganz aus. Interessant.
geschrieben am 26.01.2014 um 11:57 Uhr
Schreibe hier deine Meinung zu Die Windsbraut >>

juno 
Avatar von juno

Die Tribute von Panem - Catching Fire - DTVP - Catching Fire

Toller Film. Ich fand ihn optisch noch viel besser als den Vorgänger und den fand ich schon gut. Sehr depressiv und emotional. Habe ihn schon mehrfach gesehen und kann gar nicht genug bekommen. Super Umnsetzung des Buches. Bin schon so auf Teil 3 gespannt :)
geschrieben am 19.01.2014 um 14:50 Uhr
Schreibe hier deine Meinung zu Die Tribute von Panem - Catching Fire >>

juno 
Avatar von juno

Der Hobbit: Smaugs Einöde (2D) - Smaugs Einöde

Alles in allem ein toller Film, auch wenn ich selbst glaube, dass mir der erste Teil besser gefallen hat. Es sind sehr viele Szenen und Handlungen drin, die so im Buch nicht vorkamen. (Unter anderem kommt auch Legolas nicht vor) Deshalb war es für mich auch viel neues...eigentlich fast alles im Film. Man tut dies um natürlich auf 3 Filme wie bei Herr der Ringe zu kommen und ordentlich Kohle zu kassieren. Finde ich allerdings nicht so schlimm, da ich die Welt von Tolkien mag und auch gern Geschichten davon sehe und lese. Allerdings, hätte man sich ausschlieslich ans Buch gehalten, dann hätten maximal 2 Filme gereicht. Ich bin gespannt auf den 3. Teil und der ganzen Schlacht die dann herrscht. Toller Film. :)
geschrieben am 19.01.2014 um 14:08 Uhr
Schreibe hier deine Meinung zu Der Hobbit: Smaugs Einöde (2D) >>

juno 
Avatar von juno

Rubinrot

Zu aller erst gab es die Bücher: Rubinrot, Saphirblau und Smaragdgrün. Ich habe dazu zahlreiche Rezensionen gelesen und nur gutes über die Bücher gehört. Dann wurde es verfilmt. Den Trailer zum Film habe ich auch im Kino gesehen und war angetan. Eigentlich hatte ich dann auch vor, Rubinrot im Kino zu gucken. Es kam anders. Zum Glück! Zum Glück habe ich mir das Geld gespart. Alles in allem kann ich nur sagen, typisch deutsch. Schlechte Darsteller, die absolut nicht schauspielen können. Alles wirkt lächerlich gestellt und künstlich. Die Musik, wie alles abgemischt ist, ist auch furchtbar schlecht. Schnitt...geht so. Auswahl der Musik...naja. Nun habe ich angst mir die Bücher zu kaufen, aus Angst, dass die Vorlage eben so schlecht ist, obwohl ich mir das gar nicht vorstellen kann. Ich habe mich echt durch den Film durchgequält. Auch das Setting und die Kostüme...alles hat so billig gewirkt. Traurig das man in Deutschland einfach nicht mehr drauf hat und immer immer wieder die gleichen schlechten Schauspieler castet. Da es eine Trilogie ist und ich glaube der Film auch gefloppt ist, wird es wohl die anderen Teile nicht mehr geben.
geschrieben am 19.01.2014 um 13:57 Uhr
Schreibe hier deine Meinung zu Rubinrot >>

8martin 

Der Beweis - Liebe zwischen Genie und Wahnsinn - Der untote Vater

Drei Superdarsteller allein machen noch keinen Spitzenfilm. Vater (Anthony Hopkins) bleibt farblos und Hausfreund (Jake Gyllenhaal) kann nur staunend das Mathegenie Catherine (Gwyneth Paltrow) bewundern und vorübergehend befriedigen. Die mathematischen Fachsimpeleien sind nicht nachzuvollziehen, bleiben auch weitgehend im Hintergrund. Bis zum Notizbuch des Vaters kann man die angedeutete Problematik nachvollziehen, denn das ist konkret und wird mehrmals hin und hergereicht. Doch der Titel benennt einen Beweis und den gibt es nicht. Allein ein guter Gag ist die Schnittfolge, durch die der Vater zwischen Diesseits und Jenseits hin und herpendelt. Doch das verflacht in der Wirkung nach einiger Zeit. Auch die eingeflogene Schwester Claire (Hope Davis) als Kontrastmittel zu Catherine gedacht, bleibt erstaunlich eindruckslos. Nur bei der Paltrow wird das dargestellte Genie sichtbar, das zwischen selbstvergessenem Blaustrumpf mit verloren gegangenem Realitätsbezug und einem übereinsteinmässigen Superhirn hin und her schwankt. Bis zuletzt fragt man sich, ob nun Vater oder Tochter dieses Jahrhundertwerk verfasst haben. Selbst auf der Matratze gibt es keine Klarheit, obwohl Catherine zur Zufriedenheit der Happyend-Fetischisten sich für die Liebe und den Hausfreund entscheidet. Statt eines Beweises gibt es einen Appell an das Vertrauen. Überzeugend ist das nicht. So macht es am Ende einfach nur ‘Puff!‘ Es war Liebe zwischen Stillstand und Langeweile.
geschrieben am 23.12.2013 um 18:17 Uhr
Schreibe hier deine Meinung zu Der Beweis - Liebe zwischen Genie und Wahnsinn >>

8martin 

Hope Springs - Die Liebe deines Lebens - Der doppelte Colin

Das ist Mark Hermans schwächster Film. Mit dem ‘Pyjama‘ den ‘Pauken und Trompeten‘ und ‘L.V. (Elvie) der Kleinen Stimme‘ hat er das hinlänglich bewiesen. Vielleicht musste der Brite ja etwas Geld verdienen. Er macht dabei aber Europa zu einer Außenstelle Hollywoods. Das Ergebnis ist eine uninspirierte Liebesschmonzette mit vorhersehbarem Ende, kaum Komik und verschwindend geringem Witz. Die neckischen Herz-Schmerzspielchen sind so nebulös, weil auf ihnen zu viel Staub liegt oder die Bartwickelmaschine zu laut brummt. Das zentrale Pärchen Colin und Mandy (Colin Firth und Heather Graham) zicken fade umeinander rum nach dem Motto ‘ Verklemmter Brite bumst geile Amise‘. Beide haben keinen Plan. Lediglich Mary Steenburgen und ihr Faktotum Fisher versuchen etwas in Richtung Comedy. Straucheln bei ihren Auftritten aber immer wieder und landen mit ihrem Allerwertesten im Einheitsbrei des Lächerlichen. Das ist alles zu platt. A pro Po: der Bürgermeister Oliver Platt macht seinem Namen hier alle Ehre. Er ist ein Vertreter der albernen Witzchen. Selbst die sonst so umtriebige Minnie Driver kann keinen rechten Schwung ins Unternehmen bringen. Alles zu brav, zu hausbacken schlicht. Der Brunnen der Hoffnung wird hier zum Morast der Langeweile. Diese ‘Liebe deines Lebens‘ ist nicht zu vergleichen mit dem gelungenen ‘ersten Mal‘.
geschrieben am 16.12.2013 um 11:48 Uhr
Schreibe hier deine Meinung zu Hope Springs - Die Liebe deines Lebens >>

8martin 

Himmel über der Wüste - Die Wüste ist tot

Um es gleich vorweg zu nehmen: den Roman habe ich gemocht, den Film nicht. Bei der Druckvorlage hat die Fantasie freien Spielraum und erhält nur von Zeit zu Zeit Denkanstöße. Im Film verzaubern einen die wunderschönen Wüstenlandschaften bei Tag und bei Nacht, aber die Akteure bleiben farblos eindimensional ebenso wie die ganze Handlung. Das Ehepaar im Film ist unerfreulich unentschlossen, irgendwie hin und hergerissen, abweisend fremd. Im Roman begreift man das Verhältnis als klar distanziert und emotionslos. Ehefrau Debra Winger reist mit Mann (John Malkivich) und Freund (Campbell Scott) durch Nordafrika. Ein Selbstfindungstrip also, für alle Beteiligten. Was sie findet und ob überhaupt etwas sei dahingestellt. Sie schaut immer nur so gedankenverloren drein. Selbst nach dem Tod ihres Mannes und der Transformation zur Beduinenfrau, weiß man nicht so recht, was sie eigentlich will. Ehe kaputt, Ehemann tot, die große, endlose Wüste eine einzige Leere. Wenigstens nimmt ein Beduine den Dampf aus ihrem Kessel. Aber nur für kurze Zeit. Also auch keine Lösung. Als Rahmenhandlung tritt ein alter Mann in Erscheinung und rundet das Geschehen durch seine philosophischen Betrachtungen ab. Es ist der echte Romanautor! Einziger Lichtblick ist das mitreisende Mutter-Sohn Pärchen: Jill Bennett und Timothy Spall setzen mit ihrer unfreiwilligen Komik eine Kontrapunkt zur dahindämmernden Handlung. Bleibt ein schaler Geschmack beim Blick zum Himmel, der laut Originaltitel ja schützen soll.
geschrieben am 09.12.2013 um 10:59 Uhr
Schreibe hier deine Meinung zu Himmel über der Wüste >>

Seite: ... 2 3 4 5 6 7 8 9 [10] 11 12 13 14 15 16 17 18 ...

Schreibe deine eigene Kritik!

Zu wem möchtest du eine Kritik schreiben? Nachdem du den richtigen Star oder Film gefunden hast, kannst du diesen bewerten und deine Meinung hinterlassen.
Suche nach
Film
Star

Filmforum

Victoria - cool

muss ich mir ansehen, hab nur gutes über den Film gehört...

24.06.15 10:52 Uhr - Filmfreund

Victoria - Victoria

Victoria läuft gerade in Berlin. Guck ihn Euch an. Der Film hat viele Preise gewonnen und ist ein sehr guter Berlin Film...eine junge Spanierin stürzt beim Feiern mit Berliner Jungs in den...

24.06.15 10:41 Uhr - bmk-berlin

Serien

Mein Serientipp ist The Wire. Eine mit Preisen überhäufte Produktion von HBO (wie sollte es anders sein). Läuft aktuell gerade auf sky atlantic und gibt es mittlerweile auch auf DVD komplett mit...

08.10.13 10:23 Uhr - TylerDurden

The Fault in our Stars - The Fault in our Stars

Zur Zeit wird gerade das Buch \"The Fault in our Stars\" von John Green gedreht. In Deutschland ist es unter dem Titel \"Das Schicksal ist ein mieser Verräter\" bekannt. Ich habe das Buch vor...

30.08.13 11:07 Uhr - juno
© 2017 Filmreporter.de
Array ( )