Userkritiken

Kritiken

8martin 

Himmel über der Wüste - Die Wüste ist tot

Um es gleich vorweg zu nehmen: den Roman habe ich gemocht, den Film nicht. Bei der Druckvorlage hat die Fantasie freien Spielraum und erhält nur von Zeit zu Zeit Denkanstöße. Im Film verzaubern einen die wunderschönen Wüstenlandschaften bei Tag und bei Nacht, aber die Akteure bleiben farblos eindimensional ebenso wie die ganze Handlung. Das Ehepaar im Film ist unerfreulich unentschlossen, irgendwie hin und hergerissen, abweisend fremd. Im Roman begreift man das Verhältnis als klar distanziert und emotionslos. Ehefrau Debra Winger reist mit Mann (John Malkivich) und Freund (Campbell Scott) durch Nordafrika. Ein Selbstfindungstrip also, für alle Beteiligten. Was sie findet und ob überhaupt etwas sei dahingestellt. Sie schaut immer nur so gedankenverloren drein. Selbst nach dem Tod ihres Mannes und der Transformation zur Beduinenfrau, weiß man nicht so recht, was sie eigentlich will. Ehe kaputt, Ehemann tot, die große, endlose Wüste eine einzige Leere. Wenigstens nimmt ein Beduine den Dampf aus ihrem Kessel. Aber nur für kurze Zeit. Also auch keine Lösung. Als Rahmenhandlung tritt ein alter Mann in Erscheinung und rundet das Geschehen durch seine philosophischen Betrachtungen ab. Es ist der echte Romanautor! Einziger Lichtblick ist das mitreisende Mutter-Sohn Pärchen: Jill Bennett und Timothy Spall setzen mit ihrer unfreiwilligen Komik eine Kontrapunkt zur dahindämmernden Handlung. Bleibt ein schaler Geschmack beim Blick zum Himmel, der laut Originaltitel ja schützen soll.
geschrieben am 09.12.2013 um 10:59 Uhr
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Schantra 
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Die Eiskönigin - Völlig unverfroren 2D - Genial

Disney-Fans lieben ihn und alle anderen werden ihn mögen. Tolle Musik, klasse Geschichte. Dramatik und Storytelling wie es sich für ein Disney-Werk gehört. Der wird auf BluRay meinen Sammlung ergänzen und der Soundtrack meinen MP3-Player füllen.
geschrieben am 29.11.2013 um 00:06 Uhr
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8martin 

Zazie in der Metro - Zazie rennt

An sich ist es ein ganz normales Wochenende in Paris für die kleine Zazie (Catherine Demongeot), aber was Lois Malle daraus macht, übersteigt die Grenzen der Fantasie. Die Göre ist rotzfrech und ziemlich altklug. Aber vor allem ist es die Vielseitigkeit der Einfälle, die einen überwältigt: wir sehen eine Hommage an den Stummfilm, Hetzjagden à la Tom und Jerry, gezeichnete Comic-Einlagen, viele Slapsticks, Dialoge werden durch Bilder verdeutlicht (‘Stau‘) oder der Eifelturm ist von Wellen umschäumt. Bekannte Stars wie Sascha Distel haben Cameos. Die Handlung sprengt einfach jeden erdenklichen Rahmen durch überraschend witzige Einfälle, manchmal sogar jenseits der Schwerkraft. Das Unerwartbare wird zum Gestaltungsprinzip erhoben. Teilweise werden ganz einfache Methoden angewendet wie die ‘Stille Post‘ oder ein Taschentuch als Handpuppe und gezaubert wird auch. Es wird ein Trip in die Welt der Fantasie (‘Paris ist eine Illusion und die Geschichte ist der Traum von einem Traum‘). Neben dem unvergleichlichen Onkel Gabriel (Philippe Noiret), der hier als ‘Damenimitator‘ agiert, glänzen noch Vittorio Caprioli, der seinem Namen alle Ehre macht gleich in mehreren Rollen, sowie Carla Marlier als Debütantin mit dem engelhaften Lächeln neben Yvonne Clech als durchgeknallte alte Dame. Dieser Spaß für jedes Alter endet in Tortenschlacht mit Sauerkraut und einer Massenkeilerei im Chaos. Und als ihre Mama Zazie am Ende fragt ‘Was hast du gemacht?‘ antwortet die ‚Ich bin älter geworden.‘ Rasant respektlos, überwältigend lustig, schwindelerregend überdreht.
geschrieben am 28.11.2013 um 13:25 Uhr
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Schantra 
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Die Tribute von Panem - Catching Fire - Spannend

Sehr gut und spannend umgesetzt auch wenn ich mir das Ende des 2. Teils an einer anderen Stelle gewünscht hätte. Die Schauspieler sind sehr Charaktertreu und die Gefahr, welche im Buch durch die ich Perspektive nicht so groß zur Geltung kommt, ist hier sehr gut dargestellt.
geschrieben am 26.11.2013 um 19:39 Uhr
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Schantra 
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Thor - The Dark Kingdom 2D - besser als Thor 1

Ich liebe Marvel und alle Realverfilmungen. Manche sind besser und manche mag man gar nicht bewerten. Thor 2 finde ich besser als den 1. Teil, auch wenn die Liebesgeschichte mal wider Hollywood-mäßig im Vordergrund steht. Der Humor in diesem Film gefällt mir sehr und ich liebe die beiden Hauptdarsteller. Ich hoffe das sie noch in weiteren Avanger-Filmen meine Filmgier befriedigen werden :-) Schade das dieser Film fast nur in 3D gezeigt wird. Dabei gibt es kaum nennenswerte Effekte in denen diese Technik gewinnbringend eingesetzt wurde.
geschrieben am 26.11.2013 um 18:16 Uhr
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Schantra 
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Fack ju Göhte - top Komödie

Gemeinsam mit Freunden und in einem vollen Kinosaal machen Komödien noch viel mehr Spaß. Ich habe in diesem Film sehr viel gelacht, allerdings denke ich, dass man nur ein Mal drüber lacht.
geschrieben am 26.11.2013 um 18:12 Uhr
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8martin 

Ironclad - Bis zum letzten Krieger - Eisenanzug

Wer Ritterfilme mag, sieht gerne Schwertkämpfe und Pfeil und Bogen im Einsatz. Davon gibt es hier genug zu sehen. Der historische Hintergrund mit der Magna Charta ist ebenso zu vernachlässigen wie die Liebesgeschichte zwischen dem Templer Thomas Marshal (James Purefoy) und Lady Isabel (Kate Mara), die gottseidank rechtzeitig zum Happy End noch Witwe wird. Diese Ausgangssituation liefert aber genügend Material für Dialoge mit Niveau (Skrupel des Templers gegenüber den Verführungskünsten von Lady Isabel) und einen herrlich fiesen König Johann ohne Land (Paul Giamatti), der auf dem Gottesgnadentum beharrt. Besonders angenehm sind die kleinen Heerhaufen, die die Erstürmung der Burg übersichtlich gestalten. Gelungen ist auch der Tempowechsel. Zwischen den Kampfszenen gibt es immer wieder ruhigere Passagen oder Markt- bzw. Wirtshausszenen. Der pyrotechnische Einsturz der Burg ist ein optischer Höhepunkt, die Art und Weise, wie er zustande kam, ist ungewöhnlich. Der Endkampf scheint aussichtslos und hoffnungslos, bis in letzter Minute eine französische Armee für dieses mittelalterliche Spektakel, das recht prominent besetzt ist, ein versöhnliches Ende bringt und das in ‘Klein-Hollywood‘ auf der Insel nämlich in Wales entstanden ist. Gute Unterhaltung für Fans.
geschrieben am 23.11.2013 um 13:37 Uhr
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PatrickPalais 

Blue Jasmine - Allens Gesetze

Zweifelsohne ist Allen Stewart Konigsberg, den wir alle nur unter dem Namen Woody Allen kennen, einer der großen lebenden Meister des Kinos. Seit über 50 Jahren ist er im Filmgeschäft tätig, seit über 30 Jahren dreht er pro Jahr mindestens einen Film. Es ist kaum vorstellbar, dass dieser mittlerweile 77 Jahre alte kleine Mann mit der großen Brille irgendwann sein Arbeitstempo verringern oder uns jemals einen wirklich schlechten Film präsentieren wird. Nicht zuletzt äußert sich diese Leistung auch in der medialen Wahrnehmung seiner Werke. Wo in anderen Fällen vom neuen Tom Cruise oder vom neuen Bruce Willis geprochen wird, also der Darsteller des Hauptcharakters dazu dient, den Film popkulturell einzuordnen, fragt man bei den Werken des im New Yorker Stadtteil Brooklyn geborenen Filmurgesteins, ob man schon den neuen Woody Allen gesehen hat. Dies geschieht ganz ungeachtet der Tatsache, dass Allen in seinen letzten Filmen bestenfalls noch Nebenrollen übernahm und sein Einfluss auf die Filme somit vom Regiestuhl und vom Schreibtisch aus erfolgte. Und so kommt es, dass die Kritik bei einem Film wie \"Blue Jasmin\", Allens jüngstem Werk über den sozialen Absturz einer Frau der New Yorker High Society, ihren ganz eigenen Gesetzen folgt. Da Allen bei seinen Filmen die erste Geige spielt, unterliegen zunächst Regie und Drehbuch von \"Blue Jasmine\" der Analyse. Konkret handelt es sich dabei um ein Drama, ein Genre, das Allen zwar meisterhaft beherrscht, aber auch viel seltener produziert als Komödien, deren Drehbücher ihm, wie Allen selbst sagt, einfacher und schneller von der Hand gehen. Dass \"Blue Jasmine\" nach längerer Zeit wieder einmal ein absolut fesselndes Drama aus seiner Feder ist, fällt dabei direkt dem nächsten ungeschriebenen Gesetz der Allenkritik zum Opfer: dass Allens neuer Film nie als sein Bester gefeiert werden darf. Und so kommt es, dass \"Blue Jasmine\" sicherlich die Perle im Lebenswerk so ziemlich jeden anderen Regisseurs wäre, der Film jedoch innerhalb Allens Lebenswerk nicht an seine besten Arbeiten herankommt, etwa den 2005 erschienenen, unglaublich spannenden \"Match Point\" oder den unvergessenen \"Interiors\" von 1978. Und dennoch: Mag der Allen 2013 gegen den Allen 2005 und 1978 verlieren, findet dieses \"Scheitern\" doch auf höchstem Niveau statt. Denn das ist das nächste Gesetz: Spricht die Kritik von einem schlechten Allen, ist damit nach wie vor ein besserer Film gemeint, als ihn die meisten anderen Vertreter von Allens Zunft zu produzieren im Stande wären. Mit anderen Worten: Auch ein schlechter Woody Allen ist immer noch ein verdammt guter Film. Nein, \"Blue Jasmine\" ist kein schlechter Woody Allen. Nicht zuletzt liegt dies an der Hauptdarstellerin, der \"zweiten Geige\" in Allens Orchester. Aber wie diese zweite Geige gespielt wird. Denn bei dieser Geigerin um keine geringere als Cate Blanchett, die in ihrer Rolle der reich eingeheirateten Jasmine Francis zu schauspielerischer Höchstform aufläuft. Es ist nicht zuletzt Blanchett zu verdanken, dass der Zuschauer mit dem eigentlich unsympathischen Charakter der Jasmine mitfühlt, wenn sie nach dem Tod ihres Mannes (Alec Baldwin), dem Fall aus der High Society ins gesellschaftliche Nichts und von Paranoia geplagt bei ihrer Waisenschwester einzieht und versucht, in ihrem Leben neu Fuß zu fassen. Blanchetts Anteil wird ein gewichtiger sein, wenn im Jahr 2023 die Zuschauer aus dem aktuellen Woody Allen strömen, um einvernehmlich festzustellen, soeben einen großartigen Woody Allen gesehen zu haben, der aber doch nicht an seine besten Arbeiten aus der Vergangenheit heranreicht, wie etwa \"Blue Jasmin\". Blanchett wird sich aber damit abfinden müssen, dass der Verdienst fast ausschließlich ihrem Regisseur Allen zugeschrieben werden wird. So will es das Gesetz.
geschrieben am 11.11.2013 um 21:52 Uhr
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TylerDurden 

Memento - Sehr originelles und ausgeklügeltes Debüt von Christopher Nolan

Memento von Christopher Nolan kann aufgrund seiner Ezählweise durchaus als Meilenstein des Kinos bezeichnet werden. Nachdem der inzwischen umjubelte Regisseur Nolan einen Kinoerfolg an den nächsten reiht, machte er nach einigen Kurzfilmen mit diesem Filmexperiment 2000 zum ersten Mal auf sich aufmerksam und wurde damals zurecht für einen Oscar für das beste Originaldrehbuch nominiert. Memento wird aus der Sicht Leonards erzählt, der aufgrund eines traumatischen Überfalls die Fähigkeit verliert, neue Erinnerungen zu bilden. Mit dieser Einschränkung macht sich der leidende Held auf die Suche nach dem Mörder seiner Frau. Um sein fehlendes Kurzeitgedächtnis zu kompensieren entwickelt die Hauptfigur ein kompliziertes System aus Notizen, Fotos und Tättowierungen als Erinnerungshilfen. Der Clou des Films sind die beiden Handlungsstränge, von denen einer in chronlogisch korrekter Reihenfolge abläuft, während die andere in die entgegengesetze Richtung verläuft. Somit beobachtet der Zuschauer permanent eine Handlung, dessen Vorgeschichte er nicht kennt und befindet sich demnach im selben Gedächtniszustand wie die Hauptfigur. Nach und nach erschließt sich dem Zuschauer im Gleichschritt zur Hauptfigur so die Wahrheit der Geschichte und deren ganze Tragik. Das Ergebnis des erzählerischen Experiments Nolans ist ein intelligentes und revolutionäres Krimidrama, dessen Genialität sich erst bei mehrmaligen Ansehens des Films erschließen lässt.
geschrieben am 08.10.2013 um 12:49 Uhr
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TylerDurden 

Herr Lehmann - Achte auf die Elektrolyte!

Die Verfilmung des gleichnamigen Buchs von Element of Crime Frontmann Sven Regener mit Christian Ulmen in der Hauptrolle. Nachem das Buch sich wochenlang in den Bestsellerlisten halten konnte und Literaturpreise erhielt, wurde das Werk 2003 unter der Regie von Leander Haußmann verfilmt. Der Film bewegt sich grundsätzlich sehr nahe am Buch, am Handlungstrang wurde nur wenig geändert, ganze Dialoge werden ins Drehbuch übernommen. Dies schadet dem Film keinesfalls. Die rasanten Dialoge und irrsinnigen Diskussionen werden von den glaubwürdigen Darstellen schön in Szene gesetzt. Allen voran Christian Ulmen in seiner ersten Hauptrolle und Detlev Buck als Karl glänzen in ihren Rollen. So erlebt der Zuschauer den Mikrokosmos des Herrn Lehmann und seiner Begleiter, die sich um die Probleme und Nöte ihres tristen Alltags in Berlin zur Zeit der Wende kümmern müssen, während das politische Weltgeschehen für sie nur periphär eine Rolle spielt.
geschrieben am 08.10.2013 um 12:19 Uhr
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