Das große Rennen von Belleville - 2003 | FILMREPORTER.de
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Das große Rennen von Belleville

Medium: Leih LeihDVD
OriginaltitelLes triplettes de Belleville
AlternativBelleville-Rendezvous
GenreAnimation/Trickfilm
Land & Jahr Frankreich/Belgien/Kanada 2003
Verleih ab    07.10.2004 (Concorde Home Entertainment)
FSK & Länge ab 6 Jahren • 78 min.
RegieSylvain Chomet
DarstellerBéatrice Bonifassi, Lina Boudreau, Michèle Caucheteux, Jean-Claude Donda, Mari-Lou Gauthier, Charles Linton
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsMeinungenTrailerGalerieDVDsbewerten
DVD Extras: Leihversion ohne Extras

Eigenwilliger, kunstvoll gezeichnetter Trickfilm

Madame Souza ist eine alte Dame, die ihrem Enkel einst ein Dreirad schenkte und ihn so zum Radfahren brachte. Jahre später fährt der junge Mann, der trefflicher Weise den Namen Champion trägt, bei der Tour de France mit. Auf dem Weg zum legendären Mont Ventoux wird er von ein paar schwarz gekleideten fiesen Mafiosi gekidnappt. Auf einem Dampfer entführen sie ihn nach Belleville, einer atemberaubenden Metropole, halb New York, halb Montreal.

Dort soll Champion im Hinterzimmer einer Bar für seltsame Glücksspiele missbraucht werden. Doch seine Großmutter ist ihm auf der Spur und folgt ihm per Tretboot nach Übersee. In Belleville freundet sie sich mit den "Triplettes de Belleville" an, drei ehemaligen Variété-Sängerinnen, die in ihrer Show schon mal Staubsauger oder die Einschubfächer eines Kühlschranks als Musikinstrumente verwenden. Das trifft sich gut - schließlich benutzte Madame Souza einst selbst am liebsten einen handbetriebenen Schneebesen oder einen Staubsauger, um Champion nach dem Fahrrad-Training zu massieren. Von den Triplettes unterstützt, macht Madame Souza sich auf, ihren Enkel zu retten.
Altmodisch, schrullig, aber äußerst liebenswert. So könnte man nicht nur die Hauptfiguren in "Das große Rennen von Belleville" bezeichnen, sondern auch den Film selbst. In seinem ersten Spielfilm vermengte Regisseur Sylvain Chomet traditionelle Zeichentricktechnik mit moderner 3D-Animation und kreierte dabei ein wunderbar exzentrisches Kleinod, wie man es in der Form sicherlich noch nicht gesehen hat. Für Kinder ist Chomets Zeichentrick-Kleinod wegen seiner kantigen, manchmal fast ein wenig erschreckenden Figuren wohl nicht gedacht. BR>
Sehenswert ist der Film aber in jedem Fall. Ältere Kinoliebhaber werden sich über zahlreiche Anspielungen auf die Filmgeschichte, sowie über den durchtriebenen Humor des Films freuen. Kleine Seitenhiebe auf die Nation der Froschschenkel-Esser stehen an der Tagesordnung: Da sprengen die Damen schon mal einen Tümpel in die Luft, um sich im anschließenden Froschregen zu bedienen und ihr Leibgericht zu kochen. All das ist aber natürlich eher selbstironisch als verletzend. Schließlich gehört Sylvain Chomet als Franzose selbst zur Grande Nation. Und ist offenbar ein großer Fan des alten französischen Kinos. Eines ist jedenfalls sicher: Wenn Jacques Tati jemals Zeichentrickfilme gemacht hätte - so in etwa würden sie wohl aussehen.
Das große Rennen von Belleville

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Bewertung
8,5
7,0 (Filmreporter)     
 (6 User)

Meinungen

Also der Film ist mal einer, einer etwas anderen Art. Man muss solche Filme mögen sonst kann man sich nicht für sowas begeistern. Aber ansonsten ist er ganz amüsant.
01.05.2007 12:56 Uhr - ronbell

Trailer: 

Das Große Rennen von Belleville

Madame Souza ist eine alte Dame, die ihrem Enkel einst ein Dreirad schenkte und ihn so zum Radfahren brachte. Jahre später fährt der junge Mann, der...  Clip starten
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