Der Manchurian Kandidat - 2004 | FILMREPORTER.de
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Der Manchurian Kandidat

Medium: Leih LeihDVD
OriginaltitelThe Manchurian Candidate
GenreMystery, Thriller
Land & Jahr USA 2004
Verleih ab    31.03.2005 (Paramount Pictures)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 141 min.
RegieJonathan Demme
DarstellerDenzel Washington, Meryl Streep, Liev Schreiber, Jeffrey Wright, Kimberly Elise, Jon Voight
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DVD Extras: Kommentar von Regisseur Jonathan Demme und Drehbuch Co-Autor Daniel Pyne • Der Feind in der Mitte: Im Kern des Manchurian Kandidat • Die Darsteller von des Manchurian Kandidat • 5 entfernte/zusätzliche Szenen • Outtakes • Liev Schreiber Screen Test • Politikexperten mit optionalen Kommentaren des Regisseurs

Remake des Klassikers "Botschafter der Angst"

US-Major Bennet Marco (Denzel Washington) hält in Schulen Vorträge über seine Erfahrungen im ersten Golfkrieg. Er erzählt von dem Hinterhalt, in den er mit seiner Truppe geriet. Dank dem heldenhaften Einsatz von Sergeant Raymond Shaw (Liev Schreiber) kamen nur zwei Soldaten ums Leben. Dafür wurde Shaw mit der Ehrenmedaille ausgezeichnet. Heute ist er ein aufstrebender junger Politiker, gestützt von seiner ehrgeizigen Mutter Senatorin Eleanor Shaw (Meryl Streep). Irgendwie nagen an Marco aber Zweifel am Verlauf der Heldengeschichte. In der Nacht wird er von Alpträumen heimgesucht. Immer wieder träumt er davon, dass der Hinterhalt nicht wie in seiner Erinnerung stattgefunden hat. Im Schlaf sieht er Bilder von Gehirnwäsche und Folter. Immer dieselben Fragen quälen ihn. Sind die beiden Soldaten wirklich im Gefecht gestorben? Hat Shaw wirklich alle gerettet? Was ist passiert? Zwei Tatsachen verstärken sein Misstrauen. Alle Aussagen von ehemaligen Truppenmitgliedern zum Hinterhalt gleichen sich aufs Wort. Außerdem scheinen seine Träume realistischer zu sein als seine "Erinnerungen". Marco findet schließlich in seiner Schulter einen Mikrochip. Jetzt ist ihm klar, dass hinter der ganzen Geschichte eine Verschwörung steckt. Als Shaw Kandidat für das Amt des amerikanischen Vizepräsidenten wird, sieht sich Marco gezwungen, einzugreifen. Er will die schreckliche Wahrheit zu Tage bringen - die Demokratie und die USA retten.
Wieder einmal bringt Hollywood ein Remake eines Klassikers in die Kinos. "Botschafter der Angst" heißt das Original von 1962, das auf dem Bestseller von Richard Condon basiert. Frank Sinatra spielte die Hauptrolle. Damals waren die Bösewichte noch die Kommunisten. Koreaner programmierten einen Soldaten mit Hilfe einer brutalen Gehirnwäsche derart um, dass er versuchte den Präsidentschaftskandidaten umzubringen. Heute finden sich die Bösen in den eigenen Reihen. Der amerikanische Großkonzern Manchurian Global will dank modernster Gentechnologie seinen eigenen Präsidentschaftskandidaten ins Weiße Haus hieven. Weshalb der Stoff erneut verfilmt werden sollte, erklärt Produzentin Tina Sinatra, die bereits das Original mitproduzierte: "1991 fragte ich meinen Vater, was er davon hielte eine zeitgenössische Fassung von "Der Manchurian Kandidat" umzusetzen, und er sagte, das könne funktionieren und werde heutzutage sicherlich ein größeres Publikum ansprechen. Was mir am wichtigsten scheint, ist es die menschlichen Geschichten zu bewahren, die so entscheidend für einen Film wie diesen sind. Die Menschlichkeit des Themas ist zeitlos und die Kampfhandlungen in den Golfkrieg zu verlegen macht Sinn, besonders wenn man bedenkt wie politisch bedeutsam diese Region heute ist."

Regisseur Jonathan Demme ("Das Schweigen der Lämmer") geizt in seinem Werk auch nicht mit Anspielungen auf den Irakkrieg und "Krieg gegen den Terror". Als Hintergrund blendet er immer wieder Terrorwarnungen ein und macht einen Kriegsveteranen zum Helden. Auch Senatorin Shaw hat die militärische Bekämpfung des Terrorismus ganz groß auf ihre Flagge geschrieben. Demme erklärt, weshalb sein Werk gerade jetzt in die Kinos kommt: "Da die Amerikaner sich dieses Jahr [2004] auf die Präsidentschaftswahlen konzentrieren, könnte ich mir keinen besseren Zeitpunkt denken etwas über die dunkleren Seiten des politischen Prozesses und die Kräfte, die diese Prozesse unterwandern, zu erzählen." Was er erzählt, ist aber schon ein bisschen ungeheuerlich. Zwar sind Parallelen zu wahren Begebenheiten allzu offensichtlich. Demme zitiert die wildesten Verschwörungstheorien. Jeder Protagonist ist irgendwie in das Komplott verwickelt. So schafft er ein unglaublich paranoides, unglaubwürdiges Geflecht der Verschwörung. Gleich hundertfach ist die Amerikaflagge im Bild. Er dekoriert seine Schauspieler mit ihr und untermalt das Ganze auch noch mit zahlreichen patriotischen Szenen. "Der Manchurian Kandidat" beweist wieder einmal, dass eine alte Geschichte neu erzählt und mit guten Schauspielern besetzt nicht automatisch gut wird.
Der Manchurian Kandidat

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1,7
3,0 (Filmreporter)     
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Meinungen

Denzel was ist nur los mit Dir?

Denzel W. gehört eigentlich zu meinen Lieblingsschauspielern aber die letzten Filme "Man on Fire" und diese B-Meisterwerk lassen mich langsam stark an der Auswahl seiner Filme... mehr
08.05.2005 21:52 Uhr - Aragon1979

Der Film wirft Fragen auf, die wir uns nicht nur heute stellen, sondern auch gestern und morgen. Wieviel Macht hat der Staat und der Geheimdienst über uns? Sind wir wirklich... mehr
17.11.2004 20:45 Uhr - Viola77

Trailer: 

Der Manchurian Kandidat

US-Major Bennet Marco (Denzel Washington) zweifelt an seiner Erinnerung. Er geriet zusammen mit seiner Truppe im Golfkrieg in einen Hinterhalt. Sergeant...  Clip starten
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Preis: EUR 6,95
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