Kein Mittel gegen Liebe - 2011 | FILMREPORTER.de
©Senator Home Entertainment

Kein Mittel gegen Liebe

Medium: Kauf-Blu-ray
OriginaltitelA Little Bit of Heaven
AlternativEarthbound; Kein Mittel gegen Liebe (Alles Liebe)
GenreKomödie, Romanze
Land & Jahr USA 2011
Verkaufsstart    16.03.2012 (Senator Home Entertainment GmbH)
FSK & Länge ab 6 Jahren • 107 min.
RegieNicole Kassell
DarstellerLucy Punch, Kate Hudson, Kathy Bates, Gaël García Bernal, Whoopi Goldberg, Peter Dinklage
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Seichtes Drama über eine sterbenskranke Frau

Marley (Kate Hudson) ist kein Kind von Traurigkeit. Die erfolgreiche Werbekauffrau genießt ihr Leben in vollen Zügen und lässt nichts anbrennen. Von einer festen Beziehung will sie nichts wissen. Das kriegt auch ihr Liebhaber Doug (Johann Urb) zu spüren, der sich mit dem Sex nicht zufrieden geben will und prompt abserviert wird. Marleys Unbeschwertheit wird auf eine harte Probe gestellt, als bei einem Arztbesuch Krebs bei ihr diagnostiziert wird.

Zunächst versucht die junge Frau, die traurigen Tatsachen zu verdrängen. Ihr Arzt Dr. Goldstein (Gaël García Bernal) kann sie jedoch davon überzeugen, dass eine Chemotherapie unumgänglich ist. Schließlich akzeptiert sie die Diagnose und erzählt auch ihren Freunden und Eltern von der Krankheit. Für Marley beginnt eine schwere Zeit, in der ihr der smarte Dr. Goldstein nicht nur als behandelnder Arzt, sondern auch als Freund zur Seite steht. Doch dann verlieben sich die beiden ineinander...

Auf das Drehbuch von "Kein Mittel gegen Liebe" stieß Produzent John Davis, als er in der Lobby eines Hotels auf einen Freund wartete. Wie es der Zufall wollte, saß er neben der Autorin, die ihm prompt von ihrer Geschichte über den Selbstfindungsprozess einer jungen Frau erzählte. Bevor die Produktion ihren Anfang nahm, arbeitete Davis acht Jahre an dem Drehbuch. Leider erweist sich Nicole Kassells Umsetzung als enttäuschend seichte Liebesgeschichte.

Romanzen zwischen einer Krebspatientin und einem schnuckeligen Arzt verheißen in der Regel nichts Gutes - weder für die sterbenskranke Protagonistin, noch für den Zuschauer. Das gilt auch für "Kein Mittel gegen Liebe". So kitschig wie der deutsche Titel ist auch die Umsetzung des im Original "A Little Bit of Heaven" (übersetzt: Ein kleines Stück vom Himmel) betitelten Dramas. Immer wieder schleicht sich das unangenehme Gefühl ein, dass die schwere Krebserkrankung der jungen Heldin nur dazu dient, den Taschentuchfaktor auszunutzen und als Prämisse für die seichte Liebesbeziehung zwischen ihr und dem Arzt herzuhalten.

Dabei hat Kassell mit ihrem Spielfilmdebüt "The Woodsman" bewiesen, dass sie auch Tabuthemen wie Pädophilie mit der nötigen Sensibilität zu behandeln weiß. So besticht das Drama über einen Triebtäter, der mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen hat, durch differenzierte Charakterzeichnungen und die unsentimentale Erzählweise. In "Kein Mittel gegen Liebe" scheinen diese Qualitäten, trotz des überzeugenden Spiels von Hauptdarstellerin Kate Hudson, leider viel zu selten durch. Stattdessen vermengen sich die dramatischen Folgen der Krebserkrankung mit dem klebrigen Zuckerguss der Arzt-Patientin-Romanze zu einem unappetitlichen Brei, dessen Sahnehäubchen der alberne Gastauftritt von Gott darstellt - in Gestalt von Whoopi Goldberg. Deren belanglose Glückskeks-Plattitüden machen eines deutlich: Der Himmel kann warten.

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