Citizen Kane - 1941 | FILMREPORTER.de
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Citizen Kane

Medium: Kauf KaufDVD
OriginaltitelCitizen Kane
GenreDrama
Land & Jahr USA 1941
Verkaufsstart    01.11.1999 (Kinowelt Home Entertainment)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 114 min.
RegieOrson Welles
DarstellerJoseph Cotten, Dorothy Comingore, Agnes Moorehead, Ruth Warrick, Ray Collins, Erskine Sanford
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DVD Extras: Trailer • Starinfos und Filminfos als Texttafeln

Meilenstein der Filmgeschichte mit Orson Welles

Der berühmte Zeitungsmagnat Charles Foster Kane (Orson Welles) stirbt einsam in seinem Schloss Xanadu in Kalifornien. Der Produzent der Wochenschau, Mr. Rawlston (Philip van Zandt) organisiert einen Nachruf, mit dem er allerdings selbst unzufrieden ist. Daraufhin beauftragt er Reporter Jerry Thompson (William Alland) mit Recherchen. Dieser soll herausfinden, wer Kane wirklich war. Sein letztes Wort - "Rosebud" - soll ihm dabei helfen. In der Folge macht sich Thompson auf die Suche nach Bekannten und Familienmitgliedern, die ihm mehr über die Persönlichkeit des Verstorbenen erzählen können. Zuallererst trifft er auf Kanes zweite Ehefrau Susan Alexander (Dorothy Comingore) und seinen Ziehvater, Wallstreet-Bankier Walter Parks Thatcher (George Coulouris).

Einst holte dieser den Jungen kane aus ärmlichen Familienverhältnissen und ermöglichte ihm eine Erziehung in der Stadt. Kanes langjähriger Geschäftspartner Mr. Bernstein (Everett Sloane) erinnert sich an die Anfänge bei der Zeitung New York Inquirer zurück, welche Kane als 25-Jähriger übernahm und erfolgreich umstrukturierte. Dabei macht er Thompson auf Kanes bestem Freund Jedediah Leland (Joseph Cotten) aufmerksam. Der gibt ihm zwar tiefe Einblicke in das Leben des Charles Foster Kane, er kann ihm jedoch auf der Suche nach der Bedeutung von "Rosebud" nicht helfen - ebenso wenig wie Kanes erste Frau Emily Norton (Ruth Warrick). Letzte Station auf Thompsons Reise ist das pompöse Schloss Xanadu.
Die Produktionsfirma RKO Pictures nahm Orson Welles 24-jährig unter Vertrag. Sie erwartete sich viel von dem jungen Regisseur, der in Theaterkreisen als Wunderknabe galt. Das Filmstudio ließ ihm Ende der 1930er Jahre künstlerisch freie Hand, man vertraute ihm einfach. Kommerziell wurde der Film jedoch ein Misserfolg. Welles Karriere erlitt einen Einbruch, von dem er sich nur langsam erholte.

Erst zu Beginn der 1950er Jahre kam der Film erneut in die US-Kinos und gilt seitdem als einer der besten Filme aller Zeiten. Orson Welles entwirft in "Citizen Kane" ein bis dato unbekanntes Gesellschafts- und Charakterportrait mit noch nie verwendeten technischen und ästhetischen Mitteln. Als revolutionär gelten seine Kameraführung und Erzählweise. Durch die Einsetzung subjektiver Kameraperspektiven löst Welles die Identifikation des Zuschauers mit den Protagonisten fast gänzlich auf und schafft Distanz. Zudem wurde noch nie zuvor ein Film komplett in Rückblenden erzählt. Als beeindruckend gilt ebenfalls die große Tiefenschärfe, welche Welles für die Auflösung von Raum und Zeit verwendet. Diese Elemente stießen 1940 auf Befremden. Nach dem Flop war Welles zwar weiterhin als Regisseur und Darsteller aktiv, keiner seiner Filme erreichte jedoch das Potential von "Citizen Kane".
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