Adaption - 2002 | FILMREPORTER.de
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Adaption

Medium: Leih LeihDVD
OriginaltitelAdaptation
GenreDrama
Land & Jahr USA 2002
Verleih ab    04.11.2003 (Sony Pictures Home Entertainment)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 110 min.
RegieSpike Jonze
DarstellerNicolas Cage, Meryl Streep, Chris Cooper, Tilda Swinton, Cara Seymour, Maggie Gyllenhaal
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenNewsGalerieKritikDVDsbewerten
DVD Extras: Filmografien: Schauspieler, Regisseur, Autor, Roman-Autorin • TRailer

Charlie Kaufman (Nicolas Cage) nimmt eine Verschnaufpause von der strapaziösen Drehbuchadaption von Susan Orleans Buch. Der verklemmte Intellektuelle verzweifelt nicht nur an der eigenen Blockade, sondern auch an seinem unbedarften Zwillingsbruder Donnie (Nicolas Cage), der zu Besuch ist. Donnie, ein auf seine Geistlosigkeit stolzer, kontaktfreudiger Womanizer, schreibt ein triviales B-Movie über einen schizophrenen Serienmörder, das ihn zu Hollywoods Mann der Stunde macht. Bevor Charlie ob so viel Oberflächlichkeit verzweifelt, schreibt er sich selbst in sein Script, um endlich an sich selber zu erfahren, worüber er schreiben muss. Derweil entblättert sich in Rückblenden ein Verhältnis von Susan Orlean (Meryl Streep) mit dem Orchideen-Wilderer John Laroche (ein famoser und kaum zu erkennender Chris Cooper), dem sie hoffnungslos verfällt.
"Adaption" tritt alle Drehbuch-Gesetze mit Füßen; die freudige Missachtung aller filmischen Konventionen lotst als roter Faden mehr als der Plot mit seinen vielen losen Enden durch den Film. Weit konzilianter als bei den Coens wird sich über das kommerzorientierte Studiosystem und das Schicksal eines Gebildeten unter Schafen mokiert. Zugleich taucht Kaufman aber auch ein in die humorvoll existenzialistische Welt des Luigi Pirandello, dessen zentrale Themen von der Spaltung und Auflösung der Persönlichkeit und der Grenze zwischen Sein und Schein hier auf köstliche Weise variiert werden. Das hintersinnige Spiel dekonstruiert die Mechanismen einer Tragikomödie, nutzt sie aber gleichzeitig schamlos aus. Damit spiegelt "Adaption" seine inhaltliche Schizophrenie auch auf formeller Ebene derart radikal wider, dass man es fast übersehen könnte. Fast.

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Bewertung
8,5
8,0 (Filmreporter)     
 (4 User)

Meinungen

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