Das kalte Herz - 1950 | FILMREPORTER.de
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©Progress Film-Verleih/ Foto Erich Kilian

Das kalte Herz

OriginaltitelDas kalte Herz
GenreKinderfilm, Fantasy
Land & Jahr Deutsche Demokratische Republik 1950
Kinostart    05.12.1950 (Progress Film-Verleih)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 106 min.
RegiePaul Verhoeven
DarstellerLutz Moik, Hanna Rucker, Paul Bildt, Paul Esser, Lotte Loebinger, Alexander Engel
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Populäre Märchen-Adaption nach Wilhelm Hauff

Paul Verhoevens "Das kalte Herz" nach dem gleichnamigen Märchen von Wilhelm Hauff handelt von dem armen Köhler Peter Munk (Lutz Moik). Dem wird seine Armut bewusst, als er endlich seine Lisbeth (Hanna Rucker) heiraten will. Um an Geld zu kommen, bittet er einen guten Waldgeist, das geheimnisvolle Glasmännlein(Paul Bildt), um Hilfe. Dieser will dem Köhler drei Wünsche erfüllen, rät ihm aber, zunächst nur zwei einzulösen. Peter handelt jedoch nicht sehr klug mit dem Geld.

Beim Glücksspiel verliert er sein ganzes Vermögen. In seiner Verzweiflung wendet er sich an den bösen Geist Holländer-Michel (Erwin Geschonneck). Dieser verspricht dem Köhler allen Reichtum der Welt, wenn er im Gegenzug sein Herz gegen einen Stein eintausche. Peter willigt ein, doch das viele Geld macht ihn unempfindlich gegen jedes Gefühl. So wird er zwar immer reicher, doch auch immer herzloser. Erst als er seine Frau Lisbeth aus Gier erschlägt, kommt er zur Besinnung. Erneut wendet er sich an das Glasmännlein. Doch um seinen letzten offenen Wunsch einzulösen, muss er zunächst sein Herz von Holländer-Michel zurückverlangen. Doch wie soll er das anstellen?
"Das kalte Herz" ist der erste DEFA-Farbfilm. Paul Verhoeven behielt die humanistische Haltung der Märchenvorlage von Wilhelm Hauff bei, indem er gegen den unbedingten Materialismus polemisierte. Beim Publikum äußerst erfolgreich, stieß Verhoevens Interpretation bei der zeitgenössischen Kritik nicht nur auf Zustimmung. Vor allem wurde die im Vergleich zum Märchen düstere Tonlage des Films kritisiert. Aufgrund seiner grausamen Szenen wäre "Das kalte Herz" für Kinder kaum geeignet. Durchweg gelobt wurden die Fotografie sowie die Spezialeffekte des Werks.

Heute gilt "Das kalte Herz" als der "wohl schönste Film" (Film-Dienst) Verhoevens. Dass der Filmemacher hier überhaupt Regie führte, kann man als Glücksfall in der Karriere des Regisseurs verbuchen. Eigentlich sollte er für die DEFA 1949/50 einen Tanzfilm mit dem Titel "Aschenbrödel" inszenieren. Weil der Stoff jedoch zu viele Ähnlichkeiten mit dem international erfolgreichen Musical "Die roten Schuhe" von Michael Powell und Emeric Pressburger aufwies, wurde die Idee ad acta gelegt. Daraufhin wurde Verhoeven "Das kalte Herz" anvertraut. Diesen sollte ursprünglich Erich Engel inszenieren, der jedoch wegen der Beschäftigung mit der Bertolt Brecht-Adaption "Mutter Courage und ihre Kinder" absagen musste.
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