Die Affäre von Rimbaud und Verlaine - 1995 | FILMREPORTER.de
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Die Affäre von Rimbaud und Verlaine

OriginaltitelTotal Eclipse
GenreDrama
Land & Jahr Großbritannien/Frankreich 1995
FSK & Länge ab 12 Jahren • 107 min.
RegieAgnieska Holland
DarstellerLeonardo DiCaprio, David Thewlis, Romane Bohringer, Dominique Blanc, Felicie Pasotti Cabarbaye, Nita Klein
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Auf den Spuren einer destruktiven Künstlerliebe

Der französische Dichter Paul Verlaine (David Thewlis) ist auf dem Zenit seines künstlerischen Schaffens, als er den 16-jährigen Provinz-Poet Arthur Rimbaud (Leonardo DiCaprio) kennen lernt. Ein Genie, ein Revolutionär - in dem angehenden Poeten sieht der Pariser Dichter die Zukunft der französischen Lyrik und nimmt ihn unter seine Fittiche. Verlaine ist verheiratet mit der reichen Erbin Mathilda (Romane Bohringer), das Paar erwartet gerade ihr erstes Kind. Der Familienfrieden wird durch den Neuankömmling jedoch nachhaltig gestört und Rimbaud wird von seiner Frau aus dem Haus gejagt. Doch dies hindert die Poeten nicht daran, eine homoerotische Beziehung zu pflegen. Denn aus der Mentor-Lehrling-Beziehung entwickelt sich schnell eine leidenschaftliche Liebe. Durch die Frische dieser Amour Fou findet Verlaine wieder zu seiner Muse. Doch die Affäre mit Rimbaud ist auch zerstörerisch. Gewalt, seelische Folter, Alkohol und Rausch begleiten die Trennungen und Versöhnungen des Künstlerpaares. Als Verlaine seine Frau endgültig verlässt und zusammen mit Rimbaud durch Europa reist, kommt es zur Katastrophe.
Christopher Hampton basiert sein Drehbuch auf dem Briefwechsel zwischen Arthur Rimbaud und Paul Verlaine - zwei der wohl wichtigsten französischen Symbolisten. Die polnische Regisseurin Agnieska Holland rekonstruiert die Liebe zwischen den zwei Poeten. Hollywood-Star Leonardo DiCaprio verkörpert den rebellischen Rimbaud. Die Kritik lobt seine Leistung und den Hang zu extremen Rollen. Für seine ergreifende Darstellung von Verlaine wurde der Brite David Thewlis in Cannes 1995 als bester Schauspieler ausgezeichnet. Die Chemie zwischen den beiden Darstellern stimmt und so schafft es die Filmemacherin, die Liebe zwischen den Poeten der Aura des Schicksalhaften zu verleihen. Leider gelingt es ihr aber nur ansatzweise, in die Psychologie der Charaktere einzudringen. Ihre Gedichte wären eine denkbare Möglichkeit. So bleiben aber einige der Szenen mit ihrer emotionalen Gewalt nur bedrückend und wenig verständlich.
Die Affäre von Rimbaud und Verlaine

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