Der Elefantenmensch - 1980 | FILMREPORTER.de
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Der Elefantenmensch

OriginaltitelThe Elephant Man
GenreThriller
Land & Jahr USA 1980
Kinostart    13.02.1981 (Silver Cine Filmverleih)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 123 min.
RegieDavid Lynch
DarstellerAnthony Hopkins, John Hurt, Anne Bancroft, John Gielgud, Wendy Hiller, Freddie Jones
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsNewsDVDsbewerten

Meisterliches humanistisches Drama von David Lynch

Ende des 19. Jahrhunderts dient der am Kopf schwer deformierte John Merrick (John Hurt) den Londonern Bürgern als gruselige Jahrmarktsattraktion. Der Freak wird von seinem Besitzer Bytes (Freddie Jones) wie ein Tier eingepfercht. Als der junge Arzt Dr. Frederick Treves (Anthony Hopkins) Merrick entdeckt, ist er fasziniert und mietet den Behinderten, um ihn seinen Kollegen vorzuführen und sich damit zu profilieren. Als Merrick dafür von Bytes halb tot geprügelt wird, nimmt ihn Treves in seine Klinik auf und stellt überrascht fest, dass der von wuchernden Tumoren verunstaltete Mann nicht nur sprechen kann, sondern auch ein sensibler, intelligenter Mensch ist. Davon sind allerdings weder die Chefärzte noch die Schwestern zu überzeugen und schon gar nicht der brutale Bytes, der seine Einnahmequelle bedroht sieht. Langsam beginnt auch die High Society auf Merrick aufmerksam zu werden, so auch die Schauspielerin Mrs. Kendal (Anne Bancroft).
"The Elephant Man" ist der zweite Spielfilm von Kultregisseur David Lynch nach seinem bizarren Einstand "Eraserhead". Er schuf ein meisterliches humanistisches Drama, das auf den Aufzeichnungen des Arztes Dr. Frederick Treves basiert und den wahren Fall von Joseph Merrick (1862 bis 1890) schildert, der im viktorianischen London als Elefantenmensch bekannt war. Um das eindringliche Plädoyer für die Menschenwürde, den schwierigen und zähen Kampf für Toleranz gegenüber einem monströs wirkenden Außenseiter prägnant zu inszenieren, griff Lynch bei seinem wohl zugänglichsten Werk auf einen klassischen, fast britischen Stil und Schwarzweiß im Cinemascope-Format zurück. Wie in einem Charles Dickens-Roman erweckt Lynch Mitleid für einen missgestalteten, gutmütigen Quasimodo, zu dessen körperlichen Leiden die seelischen Qualen durch eine Gesellschaft hinzukommen, die ihm das Menschsein verwehrt. Wie er trotz demütigenden Rückschlägen seine Würde erlangt, führte zu acht Oscarnominierungen, doch unverständlicherweise zu keiner einzigen Trophäe.
Der Elefantenmensch

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