Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam - 1995 | FILMREPORTER.de
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Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam

OriginaltitelThe Englishman Who Went Up a Hill But Came Down a Mountain
GenreKomödie, Romanze
Land & Jahr Großbritannien 1995
Kinostart    11.01.1996 (Buena Vista International (Germany))
FSK & Länge ab 12 Jahren • 99 min.
RegieChristopher Monger
DarstellerHugh Grant, Tara Fitzgerald, Colm Meaney, Ian McNeice, Ian Hart, Kenneth Griffith
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenGalerieDVDsbewerten

Harmloses Vergnügen zwischen Klischee und Ironie

1917 ist Kontinentaleuropa im Krieg versunken. Auch in Wales sind alle jungen Männer zum Kriegsdienst eingezogen. In dem verschlafenen Nest Ffynnon Garw bleiben nur Frauen, Kinder, Alte und Gastwirt Morgan der Bock (Colm Meaney) zurück. Dessen Umtriebe führen immerhin zur Geburt einer verdächtigen Vielzahl von rothaarigen Kindern im Dorf. Jeden Sonntag predigt Pastor Robert Jones (Kenneth Griffith) unter dem Raunen und Gekicher seiner Gemeinde gegen das gottlose Verhalten Morgans an.

Neuen Zündstoff bringt die Ankunft der Landvermesser George Garrad (Ian McNeice) und Reginald Anson (Hugh Grant). Um die Kriegsmoral des britischen Volkes zu verbessern und die Verteidigungsplanung für eine eventuelle Invasion zu erleichtern, soll Wales gründlich vermessen werden. Auch die Höhe des nahegelegenen 'Berges' wird hierbei geprüft. Erst ab einer Höhe von 1.000 Fuß gilt eine Erhebung als Berg und diese Erhebung ist nicht ganz so hoch. Die Waliser sind nicht begeistert von der Aussicht, ihr Berg könnte zum Hügel heruntergestuft werden. Wie kann das Dorf diese Krise überstehen?
Es gab eine Zeit, als Hugh Grant noch kein Dauerabonnement auf die Rolle des etwas tolpatschigen, aber liebenswerten Gentlemen hatte. Schon "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" deutete an, wo die Reise schauspielerisch für ihn hingeht. "Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam" illustriert eine weitere Facette Grants, die untrennbar mit der Wahrnehmung seiner Rollen verbunden ist. Er spielt jene Art von britischem Gentleman, wie sie nur im Klischee existieren kann. Reginald Anson ist so englisch wie der Fünf-Uhr-Tee oder die Queen. Glücklicherweise verharrt "Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam" nicht bei dieser simplen Überzeichnung, sondern bricht sie ironisch und setzt in der etwas raueren walisischen Landbevölkerung einen erfrischenden Kontrapunkt.

Aus dem Aufeinandertreffen von Stadt und Land, Wissenschaft und Glaube zieht die Komödie ihren Humor. Die routinierte Inszenierung und wundervolle Landschaftsaufnahmen machen den Film zu einem harmlosen aber höchst charmanten Vergnügen. In der wichtigsten Nebenrolle glänzt Colm Meaney, der sich längst als einer der meistbeschäftigten und interessantesten Nebendarsteller im britischen Kino etabliert hat.
Der Engländer, der auf einen Hügel stieg und von einem Berg herunterkam

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8,0
6,0 (Filmreporter)     
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Meinungen

nett gemacht

Das nenne ich mal einen netten Film. Witzige Story, gute Darsteller, überraschendes Ende - eine gute Rezeptur. Viel gekostet kann der Film nicht haben, spielt er doch nur in... mehr
23.01.2006 11:16 Uhr - ballbreaker
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Die Komödie zeigt Hugh Grant als typisch englischen Gentleman, bricht das Klischee jedoch mit viel Ironie und vergnüglicher Atmosphäre. mehr
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