Aguirre, der Zorn Gottes - 1972 | FILMREPORTER.de
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Aguirre, der Zorn Gottes

OriginaltitelAguirre, der Zorn Gottes
GenreDrama
Land & Jahr USA/Deutschland 1972
Kinostart    29.12.1972
FSK & Länge ab 12 Jahren • 93 min.
RegieWerner Herzog
DarstellerKlaus Kinski, Helena Rojo, Del Negro, Ruy Guerra, Daniel Ades, Peter Berling
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Bildgewaltiger Abenteuertrip von Werner Herzog

Im 16. Jahrhundert macht sich eine Gruppe von spanischen Konquistadoren auf den Weg in den Urwald des Amazonas, um das sagenumwobene Königreich Eldorado zu finden. Angeblich soll dort alles aus purem Gold sein. Angeführt werden die Männer von Gonzalo Pizarro (Alejandro Repulles), der nach einigen Angriffen der Indianer entscheidet, einen Vortrupp loszuschicken, um das Terrain zu erkunden.

Als Kommandeur wird Don Pedro de Ursua (Ruy Guerra) ernannt. Schnell reist jedoch der gerissene Don Lope de Aguirre (Klaus Kinski) die Führung des Spähtrupps an sich. Dessen tyrannisches und unberechenbares Wesen erschwert den Männern den ohnehin waghalsigen Auftrag um ein Vielfaches. Zudem wird der Vormarsch durch die Gefahren der Natur wie der Eingeborenen mehrfach gestoppt.
In den 1970er und 1980er Jahren arbeiten Filmemacher Werner Herzog und Ausnahmeschauspieler Klaus Kinski an einer Reihe von Filmen, darunter heutige Klassiker wie "Fitzcarraldo" und "Cobra Verde" zusammen. Diese zeichnen sich durch ihren hohen künstlerischen Anspruch inklusive imposanter Naturaufnahmen aus.

Das Verhältnis von Herzog und Kinski wird zumindest in der Außenwahrnehmung als angespannt bezeichnet. Im Jahre 1999 schildert Herzog in der Dokumentation "Mein liebster Feind - Klaus Kinski" seine Sicht der Dinge. Dabei gibt er zu, dass die Hassliebe zwischen den beiden bis zu einem gewissen Grad inszeniert und Teil der Vermarktung war, so wie auch die öffentlichen Ausraster des 1991 verstorbenen Kinskis, aber wer will das bei dem genialen Schauspieler so genau auseinanderhalten?

Der erste gemeinsame Film trägt den Titel "Aguirre, der Zorn Gottes". Dieser ist oberflächlich betrachtet ein vage auf historischen Tatsachen beruhender Abenteuerfilm. Der dokumentarisch anmutende Stil, die epischen Naturfotografien vom Urwald des Amazonas und die wiederholte Improvisation bei den Dreharbeiten vermitteln der Inszenierung aber einen sehr authentischeren Charakter. Im Mittelpunkt des Geschehens steht der Abenteurer Don Lope de Aguirre, dessen Größenwahn und Besessenheit von Kinski ausdruckstark in Szene gesetzt wird. Unvergessen bleibt sein bedrohlicher Monolog, in denen er sich seinen Männern als von Gott gegeben präsentiert.

Über kleine inszenatorische Schwächen wie gelegentliche Längen und vernachlässigte Ausarbeitung mancher Nebenfiguren kann man als Zuschauer getrost hinwegsehen. Einprägsamer ist die atmosphärische Dichte sowie die eindrucksvolle Optik, die für einen Filmgenuss der ganz besonderen Art sorgen. Man spürt einfach, dass alle Beteiligten mit ganzem Einsatz am Werk waren, um Herzogs Vision gerecht zu werden.
Aguirre, der Zorn Gottes

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Eine Gruppe spanischer Konquistadoren begibt sich im 16. Jahrhundert im Urwald des Amazonas auf Schatzsuche. Die Gefahren sind jedoch größer als erwartet....  Clip starten
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