Ich bin durchgebrannt - 1971 | FILMREPORTER.de
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Ich bin durchgebrannt

OriginaltitelTaking Off
AlternativTaking Off - Ich bin durchgebrannt
GenreKomödie
Land & Jahr USA 1971
FSK & Länge 93 min.
KinoDeutschland
Kinostart17.06.1971
RegieMilos Forman
DarstellerSari Freeman, Lynn Carlin, Jamie Freeman, Nina Hart, Michelle Scheideler, Debbie Robbins
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsMeinungenDVDsbewerten

Gemeinschaftliches Kiffen zum Wohl der Kinder!

Jeannie (Linnea Heacock) hält die Spießbürgerwelt ihrer Eltern nicht mehr aus und haut mit ein paar Freunden ab - denken die zumindest. Denn tatsächlich geht's zu einer Casting-Agentur, die nach Gesangstalenten fahndet. Die Eltern sind schon ganz außer sich, als die nach der Ansage aus Frust unter Drogen stehende Tochter wieder nach Hause kommt. Der Versuch auch nur herauszubekommen, was Jennie geschluckt hat misslingt, der Teenager schweigt beharrlich und büchst abermals durchs Fenster aus.

Jeannies Eltern Lynn (Lynn Carlin) und Larry (Buck Henry) sind erschüttert ob des Verschwindens ihres Töchterchens. Sie geben sich doch alle Mühe ihr Kind zu verstehen! Zusammen mit anderen nicht minder verstörten und besorgten Eltern weggelaufener Kinder versuchen sie die Mysterien der Jugend zu erkunden. Am wichtigsten scheint der Marihuana-Konsum zu sein, dem die Teenager offensichtlich alle frönen. In einer gemeinsamen Lehrstunde lassen sich die Eltern von einem vermeintlichen Spezialisten erklären, wie man einen Joint raucht und üben sogleich am Objekt. Die Folge sind völlig aus der Rolle fallende Erwachsende, die ihren Kinder wahrlich kein Vorbild bieten! Als Jeannie am Abend nach Hause kommt, strippt ihr Vater gerade auf dem Wohnzimmertisch, auch die Mutter und ein befreundetes Paar sind nicht nur bekifft und betrunken sondern auch nur noch rudimentär bekleidet. Wie soll man so erwachsen werden?
Regisseur Milos Forman wirft mit seinem ersten in Amerika gedrehten Spielfilm einen Blick hinter die bürgerliche Kulisse der 1960er Jahre. Die Hippes sind auf dem Vormarsch und der Vietnam-Krieg bedrückt das ganze Land. Kein Wunder dass der Nachwuchs sich als Liedermacher profilieren oder gleich mit LSD und Haschisch die Kante geben...

Die spießigen Eltern der Satire können mit der Welt ihrer Kinder wenig anfangen. In einer Szene wollen sie verstehen, was hinter dem Marihuana-Konsum ihrer Sprösslinge steckt und treffen sich zum gemeinschaftlichen Joint-Rauchen. Forman lässt den braven Bürgern von einem Drogenabhängigen erklären, wie man den Joint zu halten hat, wie lang man den Rauch in der Lunge behalten muss und dass es unhöflich ist, zwei Mal hinter einander zu ziehen, der Nachbar hat schließlich auch ein Recht auf die schönere Scheinwelt. Die Satire ist todernst inszeniert und gerade deshalb auch für den heutigen Zuschauer schreiend komisch.
Ich bin durchgebrannt

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7,0
7,0 (Filmreporter)     
 (1 User)

Meinungen

sehr durchwachsen

ist einerseits ja wirklich komisch, andererseits aber inzwischen auch etwas angestaubt. trotzdem, insgesamt lohnt sichs, das anzusehen. hat wirklich patina angelegt!!! und das... mehr
22.08.2011 03:08 Uhr - Filmfreund
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