Die Ferien des Monsieur Hulot - 1953 | FILMREPORTER.de
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Die Ferien des Monsieur Hulot

OriginaltitelLes Vacances de M. Hulot
GenreKomödie
Land & Jahr Frankreich 1953
Kinostart    01.01.1955 (Jugendfilm-Verleih)
FSK & Länge ab 6 Jahren • 96 min.
RegieJacques Tati
DarstellerJacques Tati, Louis Perrault, André Dubois, Lucien Frégis, René Lacourt, Micheline Rolla
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsDVDsbewerten

Monsieur Hulot ist rührend-komisch!

Monsieur Hulot (Jacques Tati) tuckert mit seinem alten baufälligen Wagen zu einem Ferienort in der Bretagne. Seine Versuche, Urlaubsbekanntschaften zu knüpfen gehen nicht nur wegen seinem Auftreten gehörig schief. Legt der Pechvogel Hand an etwas an, hinterlässt er garantiert ein schreckliches Chaos. So führen viele kleine Zufälle zu einer riesigen Katastrophe. Während Hulot seinen Autoreifen wechselt, bleibt Laub an dem nassen Schlauch hängen. Da die Gummiröhre jetzt wie ein Trauerkranz aussieht, wird er just auch für einen solchen gehalten. Die Ruhe der anderen Gäste wird vollends gestört, als Hulot ein Feuerwerk entfacht und dieses eine Explosion auslöst. Das Malheur war selbstverständlich unbeabsichtigt, trotzdem atmen sowohl die anderen Touristen als auch die Hotelbelegschaft auf, als Hulot abreist. Der linkische Monsieur ist der einzige, der sich freut, im kommenden Jahr wieder zu kommen.
In den 1950er Jahren erschuf Jacques Tati den trottelig-liebenswürdigen "Monsieur Hulot", der für viele Fans des französischen Humors auch heute noch die Kultfigur darstellt. Wie auch in "Mein Onkel" und "Tatis herrliche Zeiten" zeichnet sich die Slapstick-Komödie durch Tatis ausdrucksstarke und vor allem belustigende Körpersprache aus - nicht umsonst trat Tati zeitweilig als Pantomimekünstler auf. Die Markenzeichen seines linkischen Helden sind die Pfeife, der schlaksige Gang und die immer viel zu kurzen Hosen. Letztere stechen wegen seiner überlangen Beine besonders ins Auge. Tatis Erzählungen über den liebenswert-tollpatschigen Monsieur Hulot thematisieren fast unmerklich die Kehrseiten des technischen Fortschritts und der modernen Gesellschaft mit ihrer Hektik und sozialen Kälte. Sein Held liebt das Altbekannte und findet sich in der postmodernen Welt eher recht als schlecht zurecht. Tati äußerte sich dazu folgendermaßen: "Ich bin ein wenig wie Don Quichotte, der mit Humor gegen die Windmühlen anrennt." "Die Ferien des Monsieur Hulot" gilt als einer der beliebtesten Filme Tatis und wurde für einen Oscar nominiert.
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