Creep - 2004 | FILMREPORTER.de
Filmreporter-RSS
©X-Verleih

Creep

OriginaltitelCreep
GenreHorror, Thriller
Land & Jahr Großbritannien/Deutschland 2004
Kinostart    10.03.2005 (X Verleih)
FSK & Länge ab 16 Jahren • 88 min.
RegieChristopher Smith
DarstellerFranka Potente, Sean Harris, Vas Blackwood, Jeremy Sheffield, Ken Campbell, Paul Rattray
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenTrailerGalerieDVDsbewerten

Franka Potentes Alptraum wird wahr

Die deutsche Kate (Franka Potente) will in London zu einer Party. Weil ihre "nette" Freundin bereits zu dieser verschwunden ist, muss Kate nun alleine die U-Bahn benutzen. Kurz bevor die letzte Bahn fährt, schläft die leicht Angesäuselte ein. Als sie wieder aufwacht, ist die Station leer und alle Ausgänge sind verriegelt. Halb verzweifelt stellt sich Kate auf eine ungemütliche Nacht in der Station ein. Doch plötzlich kommt doch noch ein Zug und Kate steigt ein. Nach kurzer Fahrt bleibt die U-Bahn stehen, die Lichter gehen aus. Plötzlich taucht ihr Kollege Guy (Jeremy Sheffield) mit einer Taschenlampe in der Hand auf. Er hatte sie schon an der vorherigen Party angebaggert und geht ihr nun an die Wäsche. Bevor er Kate jedoch vergewaltigen kann, gehen die Türen auf und Guy wird wie von Geisterhand auf die Schienen gezerrt. Kurze Zeit später versucht er, blutüberströmt wieder ins Abteil zu klettern. Ein letztes, verzweifeltes "Renn!!!" geht ihm über die Lippen, bevor er wieder verschwindet. Kate befolgt seinen Rat und läuft davon. Auf ihrer Flucht trifft sie den Obdachlosen Jimmy (Paul Rattray) und dessen Freundin Mandy (Kelly Scott), die im U-Bahnnetz wohnen. Doch das Trio ist nicht lange zusammen. Einer nach dem anderen wird Opfer der wahnsinnigen Kreatur (Sean Harris), die in der U-Bahn ihr Unwesen treibt. Kate wird von ihr bewusstlos geschlagen. Als sie wieder erwacht, findet sie sich in einem Käfig wieder. Der ist bis zu ihrem Hals mit Abwasser gefüllt. Will sie dem Mörder entkommen, muss sie unter den Gittern hindurchtauchen.
Regisseur Christopher Smith hatte zum Ziel, einen ganz realen Horrorfilm zu machen. Seiner Meinung nach hat das Horrorgenre es nämlich gänzlich aufgegeben, ganz traditionell Furcht einzuflössen. Um das zu ändern, lässt er nichts unversucht. Mit einem Cocktail aus verschiedenen Gruselfaktoren will er seine Zuschauer zum Fürchten bringen. Die Urangst vor dem Allein- und Gefangensein wird durch das vermeintlich verlassene Tunnelsystem repräsentiert. Stromausfälle sollen bei denjenigen wirken, die Angst im Dunkeln haben. Halboffene Türen verraten, dass die Protagonisten eben nicht alleine sind. Daneben mischt Smith auch noch andere Zutaten bei, die allgemein als eklig oder gruselig gelten. So kommen Ratten vor, verwahrloste Kindersachen, Abwasser, medizinisches Material, Puppen und viel Blut. Das Werk macht den Anschein, als hätte der Regisseur bei verschiedenen Horrorfilmen die gruseligen Stellen kopiert und daraus einen Film gemacht. Er wartet mit keinerlei neuen Ideen auf, alles hat man schon irgendwo gesehen. Wie er selbst erklärt, hat er beim Schreiben viel an "Blutgericht in Texas" gedacht. Dieser besteche vor allem durch seine unglaubliche Erbarmungslosigkeit: "Anstatt den Zuschauer nach einem Schockerlebnis zu beruhigen, versetzt er ihn von Anfang bis Ende in einen ununterbrochenen Alptraum". Genau dies habe er mit "Creep" auch gewollt. Doch leider wirkt bei ihm die geballte Ladung von Gruseligem einfach nur unglaubwürdig. Zuviel Horror, zuviel Ekliges wechseln sich ab und der Film verkommt ins Lächerliche. Das einzige, das diese Überdosis noch kompensieren könnte, wäre die Geschichte. Doch auch diese ist so dünn gestrickt, dass sie nicht einmal mehr unbedingt als solche zu bezeichnen ist. Für sie gilt: Der Plot muss sich den Gruselfaktoren anpassen. So verkommt der Film zu einer Aneinanderreihung von ekligen, vermeintlich gruseligen Szenen. Alles in allem übertreibt es der Regisseur mit seinem "realen" Horror gewaltig. Vor allem das Filmblut setzt er dermaßen im Übermaß ein, dass sein Debütfilm nicht nur nicht mehr glaubwürdig wirkt, sondern teilweise schlicht zum Splatterfilm verkommt.
Creep

Bewertung abgeben

Bewertung
3,3
2,0 (Filmreporter)     
 (12 User)

Meinungen

Franka Potente am Tiefpunkt ihrer Karriere

An oder in einem solchen Film mitzuwirken, wäre schon ein Armutszeugnis, aber darin die Hauptrolle abzugeben, ist ein Beispiel, wie tief ein Filmstar sinken kann. -... mehr
14.03.2005 14:08 Uhr - step-by-step

Creep

... doch dann hätte man dem Regisseur ab ca. der Hälte des Films den Marihuana-Stengel aus dem Maul nehmen sollen. In einem Satz: der Film ist mit Abstand einer der... mehr
13.03.2005 14:58 Uhr - megamew

Im Schlachthaus ist der Teufel los

Dass der Regisseur einen Schuss weg hat, ist das eine und er erklärt es ja auch selbst mit exzessivem Horror-Splatter-Movie-und-Bier-Konsum... - Das andere ist eine an sich... mehr
27.09.2004 22:55 Uhr - yogidas

Trailer: 

Creep

Kate (Franka Potente) will zu einer Party gehen. Auf dem Weg schläft die leicht Angetrunkene aber in einer Londoner U-Bahnstation ein. Als sie erwacht, ist...  Clip starten
Amazon
Bücher, DVDs oder das neue Heimkino für Ihren Filmgenuss




 

Galerie:  Creep

Regisseur Christopher Smith hatte zum Ziel, einen ganz realen Horrorfilm zu machen. Seiner Meinung nach hat das Horrorgenre es gänzlich aufgegeben, ganz traditionell Furcht... mehr
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenTrailerGalerieDVDsbewerten
© 2017 Filmreporter.de