Touch the Sound - 2004 | FILMREPORTER.de
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Touch the Sound

OriginaltitelTouch the Sound - A Sound Journey with Evelyn Glennie
AlternativHeart Beat - The Rhythms of Evelyn Glennie
GenreDokumentarfilm
Land & Jahr Deutschland/Großbritannien 2004
Kinostart    04.11.2004 (Piffl Medien)
FSK & Länge ab 0 Jahren • 100 min.
RegieThomas Riedelsheimer
DarstellerEvelyn Glennie, Fred Frith
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenGalerieDVDsbewerten

Evelyn Glennie beginnt sich schon früh für Rhythmus zu interessieren. Mit zwölf Jahren will sie lernen die Snare Drums zu spielen. Gleichzeitig verschlechtert sich aber auch ihr Hörvermögen auf Grund einer Nervenkrankheit. Nur einige Jahre später ist sie zu achtzig Prozent taub. Trotzdem will sie das Schlagzeugspielen nicht aufgeben. Sie lernt, die Vibrationen der Töne zu fühlen und mit Hilfe ihres Körpers zu unterscheiden. Ihr großes Ziel ist, klassisches Schlagzeug zu spielen. Als Solokünstlerin. Dem schlechten Hörvermögen zum Trotz hat sie es heute geschafft. Bereits mit ihrer ersten CD gewann sie bereits 1988 einen Grammy. Danach spielte sie mit allen berühmten Orchestern der Welt, nahm ein gutes Dutzend CDs auf. Außerdem war sie mehrfach Solokünstlerin bei den BBC Konzerten "Night of the Proms". Jetzt, im Alter von 36, muss sie niemandem mehr etwas beweisen. Sie macht einfach nur noch Musik aus dem Bauch heraus.
Die Dokumentation über Evelyn Glennie beginnt in einer Fabrikhalle im Ruhrgebiet. Dort nimmt die Perkussionistin eine neue CD mit dem Altmeister der Avantgarde-Musik, Fred Frith auf. Filmemacher Thomas Riedelsheimer startet von dieser Halle aus seine Entdeckungsreise durch die Klangwelt der fast tauben Musikerin. Er begleitet sie in fast 50 Drehtagen auf Konzertreisen nach New York, Kalifornien, Belfast, Japan, Schottland und auch in ihre Heimat nördlich von Cambridge. Er zeigt, welchen Gegenständen die Künstlerin Töne entlockt. Sie trommelt auf Mülltonnen, mit Chop-Sticks auf Geschirr oder sie streicht mit einem Violinenbogen über wassergefüllte Röhren. Wie bereits in seinem preisgekrönten "Rivers and Tides" durchbricht der Filmemacher die konventionellen Kategorien der Wahrnehmung. Er versucht, den Zuschauer in eine Welt zu entführen, in der Klang Materie ist, Bilder hörbar und Töne sichtbar sind. Was er mit seinem Werk bewirken will, erklärt er folgendermaßen: "Alles bewegt sich, alles schwingt, von der Brücke aus Stahl und Beton bis hin zu den Energiefeldern der Atome. Wir erkennen und erfahren die Welt durch Schwingungen, durch Rhythmus - sogar Farben oszillieren in verschiedenen Frequenzen. Alles vibriert, alles "spricht" - ein Universum des Klangs. Die Perkussionistin Evelyn Glennie lebt in diesem Universum, in einer Weise wie kaum jemand sonst. "Touch The Sound" will zusammen mit Evelyn Glennie in diese Welt des Klangs und der Rhythmen eintauchen - in die Welt unserer Ursprünge." Das Werk wurde bereits an diversen Filmfestivals gezeigt und stieß auf großen Anklang. Am Filmfestival von Locarno wurde es mit dem Preis der Kritikerwoche ausgezeichnet.

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Die Dokumentation über Evelyn Glennie beginnt in einer Fabrikhalle im Ruhrgebiet. Dort nimmt die Perkussionistin eine neue CD mit dem Altmeister der Avantgarde-Musik, Fred... mehr
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