Freaks - Mißgestaltete - 1932 | FILMREPORTER.de
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Freaks - Mißgestaltete

OriginaltitelFreaks
GenreDrama
Land & Jahr USA 1932
FSK & Länge 84 min.
RegieTod Browning
DarstellerWallace Ford, Leila Hyams, Olga Baclanova, Roscoe Ates, Henry Victor, Harry Earles
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Regisseur Tod Browning ("Dracula") schildert das Leben einer Zirkustruppe im Jahre 1932. Die sogenannten Freaks (zu deutsch Missgestaltete) der Künstlergruppe sind ein bunter Haufen aus Siamesischen Zwillingen (Daisy und Violet Hilton), Kleinwüchsigen (Harry und Daisy Earles) und andere Behinderten. Sie stellen sich mit ihrer Besonderheit in der Manege zur Schau. Ihre gesunden Kollegen verspotten die vermeintlichen Ungeheuer wegen ihre Andersartigkeit. Dabei sind sie friedliche und anständige Menschen. Das wirkliche Monster ist die "normale" Trapeztänzerin Cleopatra (Olga Baclanova). Die Artistin bekommt spitz, dass der kleinwüchsige Hans ein kleines Vermögen besitzt. Um an sein Geld zu gelangen, spielt sie dem Zwerg die große Liebe vor. In Wahrheit betrügt sie ihn aber mit Muskelmann Herkules (Henry Victor). Die beiden Blender planen sogar Hans Ermordung. Doch die anderen "Krüppel" durchschauen Cleopatra und rächen sich fürchterlich an ihr.
1932 produziert Regisseur Tod Browning einen skurrilen "Horrorfilm", der bis heute höchst umstritten ist. Die Presse war nach der Uraufführung schockiert. Es handelte sich bei den Schauspielern nämlich um echte "Fehlgeburten" und nicht um Hollywoodillusionen. Deswegen war das Drama jahrzehntelang verboten. Erst 1962 tauchte "Freaks" aus den Filmarchiven auf und wird auf dem Filmfestival von Venedig erneut aufgeführt. Gezeigt wurde allerdings nur eine gekürzte Fassung, die bis heute beibehalten wurde. Brownings Erzählstrang leitet geschickt auf "die Moral der Geschichte" hin: Nicht die "Krüppel" sind die Monster, sondern die normalen Menschen. Der eine oder andere Zuschauer wird vor den körperlichen Besonderheiten der Artisten zurückschrecken. Offene Charaktere werden aber schnell mit den Schauspielern sympathisieren. Brownings Werk ist nicht nur spannend, sondern trägt auch zu mehr Toleranz gegenüber Behinderten bei.

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