Olga Benario - 2004 | FILMREPORTER.de
Filmreporter-RSS

Olga Benario

OriginaltitelOlga Benario
UntertitelEin Leben für die Revolution
GenreDokumentarfilm
Land & Jahr Deutschland 2004
Kinostart    02.12.2004 (Neue Visionen)
FSK & Länge 92 min.
RegieGalip Iyitanir
DarstellerOliver Betke, Julian Boyd, Margrit Sartorius, Michael Putschli, Oliver Betke
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsGaleriebewerten

Olga Benario (Margrit Sartorius) zeigt von frühster Kindheit an Interesse an Politik und Gesellschaft. Sie wird in 1908 in München in eine wohlhabende Akademikerfamilie geboren. Trotzdem wird sie gerade fünfzehnjährig Mitglied der Kommunistische Jugend (KJ). 1925 verlässt sie auf Wunsch ihres Liebhabers, dem KPD-Funktionär Otto Braun (Michael Putschli) 1925 ihre Heimatstadt. Das Paar lebt und arbeitet fortan unter falschem Namen im Berliner Arbeiterkiez Neuköln. Drei Jahre später übernimmt Olga die Agitations- und Propagandaleitung der KJ. Doch bereits am 30. September 1926 wird das revolutionäre Paar verhaftet und wegen Vorbereitung zum Hochverrat angeklagt. Ihr Vater, ein angesehner Jurist bekommt Olga wieder frei, doch Otto bleibt inhaftiert. In einer spektakulären Aktion befreit Olga mit vier Genossen 11. April 1928 Otto aus dem Moabiter Gefängnis. Das Paar flüchtet in die Sowjetunion, wo Olga an Waffen ausgebildet wird. In dieser Zeit zerbricht ihre Beziehung.

Ab 1931 wird Olga von der Kommunistischen Internationale nach Frankreich und Großbritannien geschickt. Erst nach der Machtergreifung der Nazis reist sie wieder nach Moskau zurück. Ihr nächster Auftrag führt sie an der Seite von Luiz Carlos Prestes nach Brasilien. Als wohlhabendes portugiesisches Ehepaar Vilar auf Hochzeitsreise reisen die beiden under cover quer durch Europa über New York bis nach Brasilien. In Rio de Janeiro ankommen sind sie tatsächlich ein Paar. Am 23. November 1935 beginnt die lange vorbereitete Revolte, doch die Revolution bleibt aus, die Erhebung wird am gleichen Tag niedergeschlagen. Olga und Luiz Carlos werden verhaftet. 1936 wird die schwangere Revolutionärin von Brasilien an die Nazis ausgeliefert, wo sie im November Tochter Anita Leocardia zur Welt bringt. 1938 organisiert sie in Ravensbrücktrotz als Blockälteste Vorträge, literarische Abende und Diskussionen. Im April 1942 endet der revolutionärer Weg der 34 jährigen in der Gaskammer von Bernburg.
Der in Köln lebende türkische Regisseur Galip Iyitanir zeichnet das beeindruckende Leben einer deutschen Kommunistin. Semidokumentarisch bereitet er streng chronologisch die Biografie von Olga Benario angefangen von ihrer Jugend in München bis zu ihrem tragischen Ende in einer Gaskammer des NS-Regimes auf. Die nachgespielten Szenen sind mit historischen Ton- und Bilddokumenten, gegenwärtigen Ansichten der Originalschauplätzen und nachgestellte Szenen kombiniert.

Bewertung abgeben

Bewertung
 (0 User)

Meinungen

Es gibt noch keine Userkritik!
Amazon
Bücher, DVDs oder das neue Heimkino für Ihren Filmgenuss




 

Galerie:  Olga Benario

Der in Köln lebende türkische Regisseur Galip Iyitanir zeichnet das beeindruckende Leben einer deutschen Kommunistin. Semidokumentarisch bereitet er streng chronologisch die... mehr
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsGaleriebewerten
© 2017 Filmreporter.de