Mona Lisa - 1986 | FILMREPORTER.de
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Mona Lisa

OriginaltitelMona Lisa
GenreKomödie, Thriller
Land & Jahr Großbritannien 1986
Kinostart    11.12.1986 (Filmwelt Verleihagentur)
FSK & Länge ab 16 Jahren • 104 min.
RegieNeil Jordan
DarstellerBob Hoskins, Cathy Tyson, Michael Caine, Robbie Coltrane, Clarke Peters, Kate Hardie
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsDVDsbewerten

Der kleine Gauner George (Bob Hoskins) wird nach sieben Jahren Haft endlich entlassen. Mit einem Blumenstrauß in der Hand steht er vor der Wohnungstür seiner Frau. Doch die will von ihrem Gangstergatten nichts mehr wissen, seine Tochter erkennt ihn noch nicht mal. Einsam und frustriert nimmt er einen miesen Job von seinem ehemaligen Boss Mortwell (Sir Michael Caine) an. Er ist fortan der Chauffeur von dessen Edelprostituierten Simone (Cathy Tyson). Er fährt sie zu ihren Freiern in diversen Luxushotels und Privathäusern. George fühlt sich zu Simone bald hingezogen. Zwischen der zerbrechlichen Frau und dem plumpen Ganoven entwickelt sich eine seltsame Liebesbeziehung. Als sie ihn bittet, ihre verschwundene Freundin Cathy zu suchen, die irgendwo in Londons pornographischer Unterwelt verschollen ist, lässt sich George auf das gefährliche Unterfangen ein. Er chauffiert Simone Nachts weiter zu ihren Kunden, tagsüber sucht er in einer Welt voller Perversion und Ausbeutung nach Cathy. Schließlich findet er das Mädchen. Zu dritt verstecken sie sich im winterlichen Badeort Brighton vor Londons Gangsterwelt. Doch Mortwell und Cathys Zuhälter sind dem Dreiergespann dicht auf den Fersen und auch Simone richtet ihre Waffe unvermittelt auf ihren Lover.
Hauptfigur George wird von Regisseur Neil Jordan als ein Mann gezeichnet, "der bei Frauen alles falsch versteht. Er hat ein total idealisiertes Bild des weiblichen Geschlechts. Jordans melodramatischer Krimi schwebt zwischen Poesie und klirrender Realität. George, Simone und Cathy suchen nach Nähe und Zuneigung. Sie befinden sich jedoch in einer Welt der menschlichen Abgründe. Perversion, Prostitition, Pornographie und Gewalt sind hier an der Tagesordnung. Der geschickt konstruierte Thriller lebt nicht von Action oder inszenierter Gewalt sondern von der Faszination des menschlichen Begehrens und unkontrollierbaren Suche nach Zärtlichkeit und Liebe. Neil Jordans Werk wurde 1986 bei den Filmfestspielen in Cannes umjubelt. Bob Hoskins erhielt für seine überzeugende Darstellung des kleinen Gauners George die Silberne Palme.

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