Der Wald vor lauter Bäumen - 2003 | FILMREPORTER.de
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Der Wald vor lauter Bäumen

OriginaltitelDer Wald vor lauter Bäumen
GenreDrama
Land & Jahr Deutschland 2003
Kinostart    27.01.2005 (timebandits films)
FSK & Länge ab 0 Jahren • 81 min.
RegieMaren Ade
DarstellerDaniela Holtz, Eva Löbau, Jan Neumann, Ilona Schulz, Robert Schupp, Heinz Röser-Dümmig
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Die 27jährige Schwäbin Melanie Pröschle (Eva Löbau) steht vor ihrer ersten beruflichen Herausforderung. Als frischgebackene Lehrerin für Deutsch und Biologie will sie in ihrer ersten Schule im badischen Karlsruhe für "frischen Wind" sorgen. Ihr Engagement verursacht bei den alteingesessenen Kollegen jedoch maximal skeptisches Stirnrunzeln. Junge Kollegen sind nur dann willkommen, wenn sie nicht zu eifrig sind. Die Schüler sind auch nicht gerade Feuer und Flamme für die neue Pädagogik und Birkenstockträgerin. Ihre Unterrichtsstunden führen zu einem unkontrollierten Chaos. Als die desillusionierte Melanie ihre Nachbarin Tina Schaffner (Daniela Holtz) kennen lernt, keimt in ihr wieder die Hoffnung auf bessere Zeiten. Tina ist von ihrem Freund gerade erst sitzen gelassen worden und freut sich über jede Art von Ablenkung. Melanies Bemühungen um Tinas Zuneigung werden der jedoch zunehmend lästig. Melanies Angst vor Einsamkeit führt dazu, jedes Gefühl für Selbstachtung zu verlieren.
"Der Wald vor lauter Bäumen" ist Maren Ades Regiedebüt. Über einem Jahr nach Produktionsschluss, nach etlichen Vorstellungen auf Filmfestivals im In- und Ausland, kommt die tragisch-komische Low-Budget-Produktion in die Kinos. Ades, selbst Lehrertochter, hat auch das Drehbuch geschrieben und konnte laut eigener Aussage aus zahlreiche Erfahrungen ihrer Eltern schöpfen. Aus zwei ursprünglich getrennten Filmideen entstanden, ist "Der Wald vor lauter Bäumen" eine authentisch wirkende Komödie über das ernsthafte Thema eines misslingenden Berufsstarts. Die Handlung über die unglückliche Lehrerin Melanie hat sie mit der Geschichte einer unerwiderten Freundschaft geknüpft. Zusammen ergeben die zwei Erzählstränge das Portrait einer jungen Frau, die nicht so recht in die Welt zu passen scheint. Die Bilder des auf Digital Video aufgezeichneten Werkes unterstreichen in ihrer blassen schonungslosen Farbechtheit den Realitätsbezug der dargestellten Figuren. Trotz des Wiedererkennungswertes behält "Der Wald vor lauter Bäumen" eine klischeefreie Erzählweise, die umso aufwühlender wirkt.

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