Vera Drake - 2004 | FILMREPORTER.de
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Vera Drake

OriginaltitelVera Drake
GenreDrama
Land & Jahr Großbritannien/Frankreich/Neuseeland 2004
Kinostart    03.02.2005 (Concorde Filmverleih)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 124 min.
RegieMike Leigh
DarstellerImelda Staunton, Richard Graham, Eddie Marsan, Anna Keaveney, Alex Kelly, Daniel Mays
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Die hilfsbereite Vera Drake (Imelda Staunton) kümmert sich aufopfernd um die Menschen in ihrer unmittelbaren Umgebung. Im Jahre 1950 wohnt sie mit Ehemann Stan (Philip Davis) und ihren zwei erwachsenen Kindern Sid (Daniel Mays) und Ethel (Alex Kelly) in einer engen Londoner Wohnung. Sie pflegt nicht nur ihre kranke und schwache Mutter, sondern umsorgt auch einen Nachbarn im Rollstuhl. Dabei ist sie eine viel beschäftigte Frau. So hält sie die Haushalte wohlhabender Herrschaften in Ordnung. Trotz der vielen Arbeit kommen Mann und Kinder nicht zu kurz. Der Alltag der Nachkriegszeit ist hart. Aber Vera muntert ihre Lieben immer wieder mit ihrer guten Laune auf. Eines Tages wird die Familienidylle jäh zerstört. Ausgerechnet während Ethels Verlobungsfeier stürzt die Polizei herein und nimmt Vera fest. Seit langem hilft Vera schwangeren Frauen in Not und treibt deren Föten unentgeltlich ab. Doch ein Mädchen ist an den Folgen des laienhaften Eingriffs gestorben. Veras Familie wusste nichts von ihrer Nebentätigkeit und ist aufs Tiefste erschüttert.
Bei den Venediger Filmfestspielen in 2004 gewann Imelda Staunton den Preis für Die beste Darstellerin, Regisseur Mike Leigh den "Goldenen Löwen". Die Figur Vera Drake berührt die Zuschauer zutiefst. Leigh zeichnet sie - wie die anderen Charaktere seines Dramas - authentisch nach. Das Publikum erhält nicht nur Einblick in ihren sozialen und beruflichen Alltag, sondern zudem in die allgemeine Befindlichkeit der englischen Arbeiterklasse der 1960er Jahre. Leigh setzt sich sowohl mit der Armut und den Kriegserlebnissen der Protagonisten auseinander, als auch ihrer widersprüchlichen Moralvorstellungen. So demonstriert das Sozialdrama, dass Abtreibung in den 1950ern von der Mehrheit der englischen Bevölkerung verpönt ist. Vera ist in dieser Gesellschaft zugleich Opfer und Täter. Sie hilft den Frauen, die unter keinen Umständen ein Kind gebären wollen. Andererseits ist sie aber keine Ärztin und kann den Eingriff nicht fachgemäß ausführen. Kameramann Dick Pope zeigt die weinende, verzweifelte Vera immer wieder in Nahaufnahme, eine Einstellung die er so lange hält bis auch der wahrscheinlich abgebrühteste Zuschauer von ihren Tränen berührt sein wird.

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