Following - 1998 | FILMREPORTER.de
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Following

OriginaltitelFollowing
GenreKrimi, Mystery
Land & Jahr Großbritannien 1998
Kinostart    17.03.2005 (flax film)
FSK & Länge ab 16 Jahren • 70 min.
RegieChristopher Nolan
DarstellerJeremy Theobald, Lucy Russell, John Nolan, Dick Bradsell, Gillian El-Kadi, Jennifer Angel
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenNewsDVDsbewerten

Bill (Jeremy Theobald) ist ein passionierter Voyeur. Um der Monotonie seines Alltags zu entfliehen, beschattet er Menschen auf den Strassen. Stets bedacht nicht aufzufallen, folgt er ihnen quer durch die Stadt. Sein einziges Ziel ist so viel wie nur möglich aus dem Privatleben seiner Opfer zu erfahren. Am liebsten würde er ganz in ihre innerste Welt eintauchen. Als Cobb (Alex Haw) Bill entlarvt, kommt es zu einer interessanten Wendung. Cobb ist Einbrecher und macht dem Beobachter aus Passion ein verlockendes Angebot: Bill soll potentielle Opfer ausmachen, sie beobachten und Cobb bei seinen Raubzügen unterstützen. Bill stimmt dem verführerischen Deal zu. Jetzt kann er seiner Leidenschaft frönen und sogar Geld verdienen. Als aus seinem Hobby eine Obsession wird, treten bald die ersten Schwierigkeiten auf. Bill verliebt sich in eine Blondine (Lucy Russell), in deren Wohnung beide wenige Tage zuvor eingebrochen waren. Er lässt sich auf eine Affäre ein, deren Risiken er gar nicht einschätzen kann. Eigentlich ist die Frau die Liebhaberin einer gefährlichen Unterweltgröße.
"Following" ist ein Frühwerk des gefeierten Nachwuchsregisseurs Christopher Nolan ("Memento", Insomnia - Schlaflos). Im Jahre 1998 produziert, ist "Following" nach einer Reihe von Kurzfilmen Nolans Spielfilmdebüt. Sowohl Darsteller als auch Produzenten gehörten der studentischen Filmgruppe, in der Nolan seine erste Dreherfahrungen gesammelt hat. Obwohl er sich nur auf eine halbprofessionellen Crew und ein minimales Filmbudget stützen konnte, ist "Following" ein ansehnliches Werk geworden. Wie bei "Memento" erzählt er die Handlung nicht chronologisch. Die Erzählstruktur ist raffiniert zerstückelt, wirkt jedoch nie verwirrend. Mit der Geschichte des durchschnittlichen Mannes, der sich liebesblind in eine Femme Fatale verliebt und ins Unglück stürzt, hat Nolan eine bekannte Formel eines Film Noir aufgegriffen und in grobkörnige Schwarz-Weiß-Bilder verpackt. Nolan beweist, dass er früh die filmischen Mittel stilsicher beherrscht. "Following" wird deshalb zu einem interessanten Kinovergnügen. Leider ist der Filmspaß nach nur 70 Minuten schon zu Ende.

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