Der Glöckner von Notre Dame - 1939 | FILMREPORTER.de
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Der Glöckner von Notre Dame

OriginaltitelThe Hunchback of Notre Dame
GenreDrama
Land & Jahr USA 1939
FSK & Länge ab 12 Jahren • 116 min.
RegieWilliam Dieterle
DarstellerCharles Laughton, Cedric Hardwicke, Thomas Mitchell, Maureen O'Hara, Edmond O'Brien, Alan Marshall
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGalerieDVDsbewerten

Gelungenste Leinwandadaptionen der Geschichte

Im tiefsten Mittelalter verliebt sich der buckliger Glöckner von Notre Dame (Charles Laughton) in die junge Zigeunerin Esmeralda (Maureen O'Hara). Die Pariser verachten den tauben, gehbehinderten Quasimoto. Die meiste Zeit seines Lebens hat das Findelkind hinter den Mauern der gewaltigen Pariser Kathedrale verbracht, denn er schämt sich wegen seines entstellten Gesichtes. Eines Tages sucht die Tänzerin Esmeralda in der Kirche um Asyl nach. Zigeuner werden als Diebe und Taugenichtse verschrien und verfolgt. Außerdem schreibt ihnen der Volksmund teuflische Kräfte zu.

Als Quasimoto die hübsche Esmeralda erblickt, ist er von ihrer Schönheit sofort verzaubert. Doch sie fürchtet sich vor dem Buckligen und flieht vor ihm. Quasimoto verfolgt sie auf die Straße, um sie zurück in den Dom zu bringen wo sie in Sicherheit ist. Ein paar Soldaten des Königs werden durch die Schreie der Zigeunerin aufmerksam und verhaften den Buckligen sofort. Kurz darauf wird er auf dem Marktplatz gefoltert und hernach an einen Pfahl gefesselt dem Zorn des Volkes ausgeliefert. Der Mob kennt kein Erbarmen mit dem Behinderten Glöckner und steinigt ihn. Ausgerechnet Esmeralda hat Mitleid und gibt ihm Wasser als er danach schreit. Einige Zeit später wird die Zigeunerin fälschlicherweise des Mordes an dem Soldaten Phoebus beschuldigt. Quasimoto setzt sich in den Kopf, die dunkelhaarige Schönheit vor dem Galgen zu bewahren. Dafür ist er sogar bereit sein eigenes Leben zu opfern.
Die Adaption von Victor Hugos weltbekanntem historischem Roman schildert auf ausdrucksvolle Weise, die Verfolgung von Randgruppen im Mittelalter. Die Handlung der Geschichte zeigt die Gefahren von Vorurteilen und Machtmissbrauch. Quasimoto wird nur wegen seiner äußerlichen Besonderheiten von der Pariser Bevölkerung missachtet, obwohl er mehr Menschlichkeit, Liebe und Dankbarkeit in sich trägt als der Pöbel. Regisseur William Dieterle schuf eine mitreißende Atmosphäre, die dem Publikum das alltägliche Leben der damaligen Zeit mit kritischem Blick entgegenbringt. Beeindruckend ist die imposante Architektur der Pariser Kathedrale. Obwohl Hugos literarisches Werk seit den 1920ern immer wieder verfilmt wurde, ist die Version von 1939 wohl die gelungenste.
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