Uzak - Weit - 2002 | FILMREPORTER.de
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Uzak - Weit

OriginaltitelUzak
AlternativDistant (Intern Titel)
GenreDrama
Land & Jahr Türkei 2002
Kinostart    03.02.2005 (sanartfilm.)
FSK & Länge 110 min.
RegieNuri Bilge Ceylan
DarstellerMuzaffer Özdemir, Emin Toprak, Zuhal Gencer, Nazan Kirilmis, Feridun Koc, Fatma Ceylan
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Mahmut (Muzaffer Özdemir) fristet ein einsames Dasein in seiner Istanbuler Wohnung. Seinen Lebensunterhalt verdient sich der gescheiterte Fotograf mit banalen Werbeaufnahmen. Von seiner Frau ist er schon lange geschieden. Seine sozialen Kontakte beschränken sich auf das gelegentliche Zusammensein mit einer Prostituierten und sporadische Treffen mit Bekannten. Eines Tages steht ein Verwandter aus Mahmuts lang verlassener Heimatstadt auf der Türschwelle. Der ungesellige Fotograf gewährt Yusuf (Emin Toprak) vorübergehend Unterschlupf. Der junge Mann hat seinen Job verloren und will auf einem Schiff in Istanbul anheuern. Schon nach kurzer Zeit ist der Eigenbrödler Mahmut von Yusuf genervt. Ständig muss er dem ungeladenen Gast hinterher räumen. Der Ordnungsfanatiker wird von dessen kleinen Nachlässigkeiten völlig aus der Fassung gebracht. So stört es ihn, dass Yusuf nie seine Schuhe in den Schrank stellt. Plötzlich erkrankt Mahmuts Mutter schwer, so dass er zu ihr fahren muss. Als er einige Tage später zurückkehrt, hat Yusuf die Wohnung in ein schreckliches Chaos verwandelt. Nun reißt dem unfreiwilligen Gastgeber endgültig der Geduldsfaden. Im Zorn beleidigt er Yusuf zutiefst.
Bei den internationalen Filmfestspielen in Cannes 2003 wurde das in Istanbul angesiedelte Drama mit dem "Großen Preis der Jury" ausgezeichnet, Emin Toprak und Muzaffer Özdemir wurden als "Beste Darsteller" gekürt. Nuri Bilge Ceylan führte Regie, schrieb das Drehbuch und leitete die Produktion. In seinem dritten Langfilm steht der gescheiterte Künstler Mahmut und seine isolierte Lebensweise im Mittelpunkt. Die Handlung besteht hauptsächlich aus der Beobachtung des streng organisierten Alltags, den der junge Yusaf durcheinander bringt. Das Erzähltempo ist sehr langsam gehalten. Immer wieder verweilt die Kamera auf einzelne Objekte und Personen. So gibt der Regisseur dem Publikum ausreichend Zeit jedes noch so kleine Detail der Einstellung zu ergreifen. Den beiden Hauptdarsteller gelingt es sich vorwiegend durch ihre Gesten und Mimiken auszudrücken. Die Dialoge sind rar gestreut und beschränken sich auf das Wesentliche. Nuri Bilge Ceylan hat ein bedächtiges aber nicht minder eindringliches Drama geschaffen.

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