Schildkröten können fliegen - 2004 | FILMREPORTER.de
Filmreporter-RSS

Schildkröten können fliegen

OriginaltitelLakposhtha parvaz mikonand
GenreDrama
Land & Jahr Iran/Frankreich/Irak 2004
Kinostart    05.05.2005 (mîtosfilm)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 98 min.
RegieBahman Ghobadi
DarstellerSoran Ebrahim, Avaz Latif, Saddam Hossein Feysal, Hiresh Feysal Rahman, Abdol Rahman Karim, Ajil Zibari
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenNewsTrailerGalerieDVDsbewerten

Ausgezeichnetes Kriegsdrama von Bahman Ghobadi

Ein Flüchtlingslager an der irakisch-iranischen Grenze unmittelbar vor der amerikanischen Invasion. Kurdische Waisenkinder sammeln unter höchster Lebensgefahr amerikanische Landminen ein, um ihr Überleben zu sichern. Ihre Eltern fielen zumeist Saddam Husseins Regime zum Opfer. Viele der Kinder sind bereits verstümmelt, aufgrund ihrer extremen Armut gehen sie dennoch jeden Tag erneut auf die Landminenfelder. Satellit (Soran Ebrahim) versorgt das Bergdorf neben seinem Lager mit einer Satellitenschüssel.

Die Bewohner sind auf Nachrichten angewiesen. Sie wollen etwas über den bevorstehenden amerikanischen Angriff auf den Irak zu erfahren. Satellit übersetzt die CNN-Nachrichten dem Dorfältesten ins Arabische. Jeden Tag schickt er eine Gruppe Kinder in die Minenfelder, wo sie die gefährlichen Sprengfallen mit bloßen Händen auszugraben. Diese verkauft er für ein paar Dinar weiter. Eines Tages begegnet Satellit in dem Flüchtlingslager der jungen Mutter Agrin (Avaz Latif). Er verliebt sich in sie, doch sie erwidert seine Liebe nicht. Agrin ist traumatisiert, die Erinnerungen an ihre Vergewaltigung durch irakische Soldaten lassen sie nicht los. Ihren kleinen Sohn Digah (Abdol Rahman Karim) lehnt die junge Frau ab. Er ist das Resultat der Vergewaltigung. Ihr einziger Wunsch ist es, alles hinter sich zu lassen. Doch eines Tages gerät der kleine Junge Digah in ein Minenfeld. Jeder Schritt kann tödlich sein. Satellit versucht dem Kleinen zu helfen. Es kann zwar den Kleinen retten, doch eine Mine explodiert trotzdem und verletzt den Retter schwer.
Regisseur Bahman Ghobadi wurde 1968 in einem kleinen Dorf im iranischen Kurdistan geboren. Ähnlich der Hauptfigur Satellit hatte er eine schwierige Kindheit, die von den Kriegsjahren geprägt war. Seine Erinnerungen verarbeitete Ghobadi in seinen insgesamt neun Kurzfilmen, die er in den Jahren von 1995 bis 1999 drehte. Sein erster Spielfilm "Zeit der trunkenen Pferde" spielt im Heimatdorf des Regisseurs. Das Erstlingswerk wurde mehrfach ausgezeichnet und erhielt im Jahr 2000 in Cannes die Caméra d'Or für den besten Debütfilm. R
"Auch Schildkröten können fliegen" wurde bereits mit zahlreichen weiteren internationalen Preisen bedacht, so auch auf dem spanischen Filmfestival von San Sebastian für das beste Drehbuch. Der Film ist zudem der offizielle Anwärter des Iran für die Oscar-Verleihung 2005 in der Kategorie "bester fremdsprachiger Film".
Schildkröten können fliegen

Bewertung abgeben

Bewertung
9,0
7,0 (Filmreporter)     
 (1 User)

Meinungen

Meisterwerk

Der Film an sich ist ein Meisterwerk und sollte eigentlich viel mehr Aufmerksamkeit bekommen, denn alles was erzählt wird ist wahr. Die Menschen haben so gelebt und es gab... mehr
04.01.2007 01:07 Uhr - Waniea

Trailer: 

Schildkröten können fliegen

Satellit (Soran Ebrahim) lebt in einem kurdischen Flüchtlingslager an der türkischen Grenze. Jeden Tag gehen er und andere Kinder auf die Minenfelder um...  Clip starten
Amazon
Bücher, DVDs oder das neue Heimkino für Ihren Filmgenuss




 
Regisseur Bahman Ghobadi wurde 1968 in einem kleinen Dorf im iranischen Kurdistan geboren. Ähnlich der Hauptfigur Satellit hatte er eine schwierige Kindheit, die von den... mehr
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenNewsTrailerGalerieDVDsbewerten
© 2017 Filmreporter.de