Europa - 1991 | FILMREPORTER.de
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Europa

OriginaltitelEuropa
GenreThriller, Drama
Land & Jahr Dänemark/Schweden/Frankreich 1991
Kinostart    27.06.1991 (RealFiction Film)
FSK & Länge ab 6 Jahren • 112 min.
RegieLars von Trier
DarstellerJean-Marc Barr, Barbara Sukowa, Udo Kier, Ernst-Hugo Järegård, Erik Mørk, Jørgen Reenberg
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Leopold Kessler (Jean-Marc Barr) ist Amerikaner deutscher Abstammung. Im Jahre 1945 beginnt er bei der Zentropa Eisenbahngesellschaft eine Ausbildung zum Erste-Klasse-Schaffner. Hierfür hat er New York mit dem Schiff verlassen und ist nach Deutschland gekommen. Während Tausende die Flucht ergreifen und anderswo ihr Glück suchen, entscheidet sich Kessler für den umgekehrten Weg. Seine Motivation ist etwas skurril: er will den Deutschen aus ihrer Not helfen. Darüber hinaus ist er davon überzeugt, mit seiner Emigration einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. So verrichtet er Tagein Tagaus seinen Dienst im Nachtzug. Seine Routen führen ihn das Gleisdreieck zwischen Berlin, Frankfurt und München. Eines Tages verliebt er sich ausgerechnet in Katharina, der Tochter (Barbara Sukowa) des Zentropachefs Max Hartmann (Udo Kier).
Lars von Triers "Europa" ist nach "Element of Crime" und "Epidemic" der dritte Teil seiner Europa-Trilogie. Vergleicht man die eingesetzten stilistischen Mittel der drei Werke, so stellt man fest, dass das Drama trotz der beibehaltener Experimentierfreude in seiner Erzählform gemäßigter, fast konventionell geworden ist. Dennoch wimmelt es auch hier von außergewöhnlichen Einfällen und Bildern. Die Grundstimmung bleibt wie in den ersten zwei Teilen düster, ja fast morbide. Die Szenen sind in Schwarzweißaufnahmen fest gehalten, die hier und da mit Farbkleckse bespickt sind. Die eingesetzten Farbtöne haben stets eine symbolische Bedeutung. Die Mehrfachbelichtung bestimmter Sequenzen und die Wiederholung des Dargestellten erzielen eine irritierende Wirkung auf den Betrachter und erschaffen eine unwirkliche Atmosphäre. Der betriebene filmische Aufwand steht in deutlichem Kontrast zum minimalistischen Ansatz seiner späteren Dogma-Werke.

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