Das Osterman-Weekend - 1983 | FILMREPORTER.de
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Das Osterman-Weekend

OriginaltitelThe Osterman Weekend
GenreThriller, Action
Land & Jahr USA 1983
Kinostart    21.10.1983 (Jugendfilm-Verleih)
FSK & Länge ab 16 Jahren • 102 min.
RegieSam Peckinpah
DarstellerRutger Hauer, John Hurt, Craig T. Nelson, Dennis Hopper, Chris Sarandon, Meg Foster
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenNewsDVDsbewerten

Enthüllungsjournalist John Tanner (Rutger Hauer) brennt auf ein Exklusiv-Interview mit dem ehrgeizigen CIA-Chef Maxwell Danforth (Burt Lancaster). Der dubiose CIA-Agent Lawrence Fassett (John Hurt) nimmt im Auftrag von Danforth mit Tanner Kontakt auf. Als Gegenleistung für das Interview soll Tanner seine alten Freunde Bernie Osterman (Craig T. Nelson), Joseph Cardone (Chris Sarandon) und Dick Tremayne (Dennis Hopper) bespitzeln. Die Gruppe trifft sich einmal im Jahr zum so genannten "Osterman-Weekend" in Tanners Haus. Fassett behauptet gegenüber dem TV-Journalisten, dass seine Freunde Mitglieder einer kommunistischen Geheimorganisation namens "Omega" seien. Er bittet ihn, während dem alljährlichen Wochenende belastendes Material über die Verschwörer zu sammeln. Von Fassett an seine staatsbürgerliche Pflicht erinnert, gleichzeitig aber in höchstem Maße von den Verdächtigungen angewidert, gibt Tanner widerwillig sein Einverständnis. Tanners Haus wird daraufhin vollkommen verkabelt und mit Überwachungskameras ausgestattet. Als seine Freunde eintreffen, beginnt das Wochenende zunächst ganz harmlos. Doch sie bemerken schnell, dass etwas Merkwürdiges vor sich geht. Die Situation eskaliert, Tanner steckt inmitten eines tödlichen Spiels.
Sam Peckinpah ist in seiner Zeit einer der radikalsten amerikanischen Regisseure. Berüchtigt für sein Alkohol- und Drogenkonsum, bleibt er in Hollywood zeitlebens ein Außenseiter. Er selbst betrachtete das Filmemachen als einen persönlichen Krieg gegen die Traumfabrik, die Studios, die Produzenten und die Crew. "Wer Gewalt sät" bringt ihm 1971 zudem den Vorwurf ein, in seinen Filmen übermäßig Gewalt zu zeigen, und genau die wird sein Markenzeichen. Zu Peckinpahs ungewöhnlichem Stil gehören Zeitlupen, Zeitverzögerungen, Standbilder sowie kurze Schnitte. Gewaltszenen sind in seinen Filmen oft in Zeitlupe gedreht. Zudem wechselt der Regisseur in vielen Szenen die Perspektive. Seine Figuren bedienen sich selten grundlos der Gewalt, sie befinden sich vielmehr an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Sie verlieren die Perspektive, verfallen in einen wahren Gewaltrausch.

"The Osterman Weekend" ist Peckinpahs letzter Film, 1984 verstirbt er. Der Thriller ist geprägt von Verschwörungen und Gewalt. Die Story ist zunächst viel versprechend, ist aber an manchen Stellen jedoch etwas konfus und verwirrend. Sein unverwechselbaren Stil zelebriert Peckinpah auch in seinem letzten Werk bis zur letzten Sekunde: Slow-Motions, Wiederholungen und harte Handgemenge. Die Figuren sind gut durchgezeichnet und mit brillanten Schauspielern besetzt. Burt Lancaster schlüpfte erneut in die Rolle des Bösewichtes. Alles in allem ist der spannende Thriller ein würdiger Abgang für einen der interessantesten Filmemacher Hollywoods.

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Bewertung
8,0
6,0 (Filmreporter)     
 (2 User)

Meinungen

Operation Omega

Dieser Thriller der Extraklasse vom Altmeister Sam Peckinpah ist aus zwei Gründen bemerkenswert. Sein klassischer Aufbau ist für die Spannung wie Öl für ein Feuer. Nach der... mehr
27.04.2012 13:47 Uhr - 8martin
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