Das Testament des Dr. Mabuse - 1933 | FILMREPORTER.de
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Das Testament des Dr. Mabuse

OriginaltitelDas Testament des Dr. Mabuse
GenreKrimi, Thriller
Land & Jahr Deutschland 1933
Kinostart    24.08.1951 (Lupe)
FSK & Länge 115 min.
RegieFritz Lang
DarstellerOskar Beregi sen., Paul Bernd, Henry Bless, Gustav Diessl, Paul Henckels, Oskar Höcker
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Auch die Psychiatrie kann Dr. Mabuse nicht stoppen

Dr. Mabuse (Rudolf Klein-Rogge) ist in eine Irrenanstalt eingewiesen worden. Der Schwerverbrecher ist von der Idee, die Menschheit zu vernichten, regelrecht besessen. Hier ist er inzwischen zum interessantesten Patient von Direktor Dr. Baum (Oskar Beregi sen..) avanciert. Durch die Abschottung von der Außenwelt soll dem genialen Verbrecher jede Möglichkeit zu einer weiteren Tat genommen werden. Trotzdem ereignen sich eine Reihe von Verbrechen und Sabotageakte, die seine Handschrift tragen. Als Kommissar Lohmann (Otto Wernicke) die ersten eindeutigen Spuren findet, die auf Mabuse als Täter weißen, verstirbt dieser - doch die Verbrechen gehen weiter. Da die Spuren immer noch in die Klinik führen, gerät bald Klinikleiter Dr. Baum ins Visier des Kriminalbeamten. Alles spricht dafür, dass er die Rolle des verstorbenen Verbrechers eingenommen hat und nun an seiner Stelle die Weltherrschaft zu erringen sucht.
Mit "Das Testament des Dr. Mabuse" versuchte Regisseur Fritz Lang im Jahre 1932 an dem Erfolg seines Stummfilms "Dr. Mabuse, der Spieler" aus dem Jahre 1922 anzuknüpfen. In Deutschland durfte der Psychothriller aber erst nach Kriegsende gezeigt werden. Im Frühjahr 1933 wurde die geplante Premiere kurzfristig abgesagt, da er wegen seiner gesellschaftskritischen Töne den Nazis als zu Regimefeindlich galt. Lang gab später selbst an, dass die Darstellung der allgemeinen Verunsicherung in Folge der Wirtschaftsdepression sowie die gesellschaftliche Instabilität durchaus als Parallele zu der Situation der Weimarer Republik vor Hitlers Machtergreifung gemeint war. Stilistisch und inhaltlich greift Lang auf "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" zurück. Auch darf Otto Wernicke als Kommissars Lohmann erneut auf Verbrecherjagd gehen. In "Das Testament des Dr. Mabuse" findet sich ein expressionistischer Einsatz von Licht- und Schatteneffekte statt, die die Abgründe von Dr. Baums Persönlichkeitsspaltung aufzeigen, die sowohl Dr. Baum als auch Kindermörder Hans Beckert aufweisen.

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