Kinsey - 2004 | FILMREPORTER.de
Filmreporter-RSS

Kinsey

Medium: KINO_CH
OriginaltitelKinsey
GenreDrama
Land & Jahr USA/Deutschland 2004
Kinostart    03.03.2005 (Fox-Warner)
FSK & Länge 124 min.
RegieBill Condon
DarstellerLiam Neeson, Laura Linney, Chris O'Donnell, Peter Sarsgaard, Timothy Hutton, John Lithgow
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsMeinungenNewsTrailerGalerieFeatureDVDsbewerten

Fesselndes Porträt über Sexualforscher Alfred Kins

Die Idee, das menschliche Sexualverhalten zu untersuchen kommt Biologieprofessor Alfred Kinsey (Liam Neeson) mehr oder weniger per Zufall nach seiner Hochzeitsnacht. Sowohl er, als auch seine frisch Angetraute Clara McMillen (Laura Linney) haben bisher keinerlei sexuelle Erfahrungen gemacht. Dementsprechend endet ihre erste gemeinsame Nacht sehr unbefriedigend, vor allem für Clara.

Die beiden suchen kurz entschlossen einen Arzt auf, um nach der Ursache ihrer Probleme zu forschen. Dieser teilt ihnen mit, dass Kinseys Penis überdurchschnittlich groß sei. Er rät zu einer anderen Stellung und siehe da: Auf einmal klappt's im Bett. Kinsey ist überzeugt, dass auch andere Paare sexuelle Probleme haben, sich jedoch nicht trauen, offen darüber zu sprechen. Er hält in der Universität einen Kurs für verheiratete Paare ab und berät sie nebenher. Bald "rekrutiert" er vier junge Männer und entwickelt im Laufe der Jahre rund 800 Fragen, die er und sein Team bei ihren Reisen durch Amerika mehreren zehntausend Personen stellen. Die Ergebnisse fasst er in einem umfangreichen Buch zusammen, das 1948 erscheint. "Das Sexualverhalten des Mannes" wird weltweit ein Bestseller und Kinsey zu einem der berühmtesten Männer.
Vor Kinseys Studie glaubten viele Menschen, dass Masturbation blind oder zumindest verrückt mache, verheiratete Paare Sex nur in der Missionarsstellung praktizieren würden und außerehelicher Geschlechtsverkehr nicht stattfände. Für die einen war sein Buch eine Befreiung, für die anderen war die Offenlegung des menschlichen Sexualverhaltens schlichtweg schockierend und in keiner Form akzeptabel. Laut Liam Neeson ist es in Amerika heute noch ähnlich. "Auf der einen Seite wird das Ende von 'Sex and the City' betrauert, in dem vier Frauen freizügig und delikat über Sex sprechen.

Bilder von homosexuellen Männern, die sich nach ihrer Heirat küssen, sorgen in den USA immer noch für Empörung." Bill Condons ("Gods and Monsters") Biopic fesselt von der ersten Minute an und konzentriert sich ganz auf den von seinen Studien ganz besessenen Kinsey. Neeson steht eindeutig im Mittelpunkt und liefert eine reife Darstellung. Er transportiert Kinseys Wesen und Charakterzüge charmant und mitreißend auf die Leinwand. Endlich hat er wieder die Gelegenheit, eine ähnliche Rolle wie Michael Collins oder Oskar Schindler zu spielen: "Ich liebe Menschen mit so viel Energie und Engagement, dass der Schlaf ihre Bestimmung stört". "Kinsey" ist ein absolut unterhaltsamer Film: mit vielschichtigen Charakteren und brillanten Darstellern, Sex und Liebe, Herz und Humor.

Bewertung abgeben

Bewertung
7,3
6,0 (Filmreporter)     
 (3 User)

Meinungen

Kinsey - Die Wahrheit über Sex

Ich hab den Film gestern gesehen, und fand ihn eigentlich ganz gut! Er war vielleicht manchmal etwas langatmig, aber er hat einfach eine sehr positive Botschaft vermittelt und... mehr
14.12.2008 10:46 Uhr - juno

Trailer: 

Kinsey

Die Idee, das menschliche Sexualverhalten zu untersuchen kommt Biologieprofessor Alfred Kinsey (Liam Neeson) mehr oder weniger per Zufall nach seiner...  Clip starten
Amazon
Bücher, DVDs oder das neue Heimkino für Ihren Filmgenuss




 

Galerie:  Kinsey

Was Sie schon immer über Sex wissen wollten und nie zu fragen trauten. Dr. Alfred Kinsey hat es getan. Oscar-Preisträger Bill Condon ("Gods and Monsters", "Chicago") entwirft... mehr
"Der Chapman-Report"

Feature:  Sexuelle Normabweichungen

Wissenschaftler Dr. Alfred Charles Kinsey veröffentlichte 1948 und 1953 höchst umstrittene Berichte. Darin sprach er das...
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsMeinungenNewsTrailerGalerieFeatureDVDsbewerten
© 2017 Filmreporter.de