The Life and Death of Peter Sellers - 2004 | FILMREPORTER.de
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The Life and Death of Peter Sellers

OriginaltitelThe Life and Death of Peter Sellers
GenreDrama
Land & Jahr USA/Großbritannien 2004
Kinostart    28.04.2005 (Warner Bros. Pictures)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 126 min.
RegieStephen Hopkins
DarstellerGeoffrey Rush, Charlize Theron, Emily Watson, John Lithgow, Miriam Margolyes, Peter Vaughan
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenGalerieDVDsbewerten

Peter Sellers (Geoffrey Rush) war ein fast rastloses Universalgenie. Nach seinen populären Auftritten als Radiokomiker bei der BBC avancierte der Brite bald zu einem der außergewöhnlichsten Filmkomödianten der Filmbranche. In nicht einmal 30 Jahren spielte er in über 70 Filmen mit. Mit Doppelrollen gab sich Sellers bald nicht mehr zufrieden und übernahm Dreifachrollen als neue Herausforderung. Seine Darstellungen hatten stets eine komische Seite, ob als trotteliger Inspektor Clouseau in Blake Edwards "Der rosarote Panther" oder als verrückter, deutscher Wissenschaftler in Stanley Kubricks (Stanley Tucci) "Dr. Seltsam oder Wie ich lernte, die Bombe zu lieben". Privat kämpfte der brillante Charakterdarsteller jedoch mit wiederkehrenden Depressionsschüben und schmerzlicher Einsamkeit. Viermal war Peter Sellers verheiratet. Aufgrund seiner ausgeprägten Selbstverachtung hielt es keine Frau lange mit ihm aus. Verzweifelt versuchte er sich immer wieder neu zu "erfinden". Nach einer fast tödlich ausgehenden Herzattacke beschloss er mit der schwedischen Schauspielerin Britt Ekland (Charlize Theron) glücklich zu werden und die verrückten Faxen aufzugeben. Er wollte endlich ernst genommen werden. Doch der Imagewechsel ging schief - zu sehr liebten die Zuschauer seine einzigartige Komik. Verzweifelt zieht sich Sellers in sein Schweizer Chalet zurück.
Peter Sellers war einer der begabtesten Filmkomiker, die auf Zelluloid verewigt wurden. In einem unkonventionellen Biopic zeichnet Stephen Hopkins die einzelnen Stationen der turbulenten Karriere des Briten nach. Die beruflichen Erfolge, die privaten Niederlagen, die extreme Mutterbindung und die unerschöpfliche Sucht nach Erfolg bei schönen Frauen. Dabei versucht Hopkins insbesondere den extremen Widerspruch zischen dem populären Komiker und der aggressiven, launischen und zutiefst menschenverachtenden Persönlichkeit aufzudecken. Dank der ausgewogenen Darstellung von Geoffrey Rush kommt es jedoch nicht zu einer bösartigen Entlarvung der Komikerikone. Der Film zeigt auch, welchen Preis Peter Sellers für seinen Ehrgeiz und Erfolg zahlen musste - ein Preis den er zu zahlen bereit war. Trotz der eindringlichen Darstellung des Komikers, liefert auch diese aufwendig gedrehte Biographie - die nachgespielten Szenen aus Sellers Filmen sind das pure Vergnügen - keinen Zugang zu Sellers Persönlichkeit. Das mag daran liegen, dass der Schauspieler selbst nicht wusste, wer er eigentlich war. Zum wirklichen Peter Sellers hatte zeitlebens niemand wirklich Zutritt. Woher seine selbst zerstörerische Ader resultierte, kann auch Hopkins pompöse Biographie naturgemäß nicht beantworten.

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