Die Perlenstickerinnen - 2004 | FILMREPORTER.de
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Die Perlenstickerinnen

OriginaltitelLes Brodeuses
GenreDrama
Land & Jahr Frankreich 2004
Kinostart    19.05.2005 (DCM (Delphi Filmverleih))
FSK & Länge ab 0 Jahren • 88 min.
RegieÉléonore Faucher
DarstellerLola Naymark, Ariane Ascaride, Jackie Berroyer, Thomas Laroppe, Marie Félix, Anne Canovas
Homepage http://www.die-perlenstickerinnen.de/
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsMeinungenGalerieDVDsbewerten

Teenager Clare (Lola Naymark) ist von zu Hause ausgezogen, um ihr eigenes Leben zu leben. Ihr Geld verdient sie als Kassiererin in einem Supermarkt. Als sie ungewollt schwanger wird, entschließt sie sich, das Kind anonym zu gebären und es dann zur Adoption freizugeben. Den Bauch kann sie zunächst noch unter mehreren Lagen dicker Pullover verstecken. Schließlich lässt sie sich krankschreiben und flüchtet sich in die Einsamkeit. Die Stickerei lenkt sie dabei etwas ab. Auf Anraten einer Freundin bewirbt sich Clare bei der armenischen professionellen Stickerin Madame Mélikan (Ariane Ascaride). Sie hat vor kurzem ihren Sohn bei einem Motorradunfall verloren. Beide Frauen sind verzweifelte Einzelgängerinnen. Sie gehen zunächst eher distanziert miteinander um. Schweigsam arbeiten sie nebeneinander. Doch nach dem missglückten Selbstmordversuch von Madame Mélikan finden sie langsam zueinander.
"Die Perlenstickerinnen" besteht nur aus wenigen Dialoge und Handlungssträngen. Die streng in schwarz gekleidete Madame ist rein optisch das ganze Gegenteil von Clare, die leuchtende Farben trägt. Ihre feuerrote Locken sind ein Ausdruck des inneren Kampfes, den sie mit sich austrägt. Auch die Lebenssituation, in denen sich die beiden Frauen befinden, sind gegensätzlich: Eine von ihnen steht kurz vor der Mutterschaft, die andere hat gerade ihr Kind verloren. Diese Inszenierung der Charaktere in Gegensätzen kann durchaus als stereotyp bezeichnet werden. Auch einige Wendungen, wie die Annäherung der Protagonistinnen nach dem Selbstmordversuch, wirken wenig glaubwürdig. Doch dem Film gelingt es, durch seine visuelle Kraft solche Mängel in den Hintergrund rücken zu lassen. Wenn Clare in mühevoller Arbeit Tücher mit Perlen und Paletten bestickt, funkelt die Kinoleinwand - ein wahrer Augenschmaus. Diese Visualität, zusammen mit dem langsamen Erzählrhythmus, verleiht dem Film eine wunderbar poetische Note.

Auch die beiden Hauptdarstellerinnen sind fantastisch: Lola Naymark balanciert als Clare erfolgreich zwischen sturer Rebellion und reifem Verantwortungsbewusstsein, während ein leichtes Funkeln in Ariane Ascarides Augen genügt, um ihren Kampfeswillen zu signalisieren. So ist es trotz einiger Unausgefeiltheiten in der Konzeption des Filmes ein Vergnügen, diese beiden verzweifelten Frauen dabei zu beobachten, wie sie sich annähern und gegenseitiges Vertrauen aufbauen.
Die Perlenstickerinnen

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Bewertung
8,0
7,0 (Filmreporter)     
 (1 User)

Meinungen

Sehr athmosphärischer Film

wenig Handlung, keine action, einfach nur das spiel wirklich guter darsteller. üerenstickerinnen sind athmosphärisch so dicht, dass man sich in dem film im besten sinne des... mehr
14.10.2008 04:32 Uhr - Filmfreund

Albert Bartos

Sehr geerte Damen u.Herren, ich würde den Film natürlich gerne Bewerten! aber da ich den film im Mai verpassst habe, und ihn auch gern mal sehen würde!,und auch ein fan... mehr
30.07.2005 18:05 Uhr - lola2004
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Mit eindringlichen Bildern und ruhigem Erzählrhythmus schafft Regisseurin Éléonore Faucher einen poetischen Film über zwei vom Schicksal gebeutelte Einzelgängerinnen. mehr
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