Mondovino - 2004 | FILMREPORTER.de
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Mondovino

Medium: KINO_CH
OriginaltitelMondovino
GenreDokumentarfilm
Land & Jahr Argentinien/Frankreich/Italien 2004
Kinostart    12.05.2005 (JMH)
FSK & Länge 138 min.
RegieJonathan Nossiter
DarstellerMichael Broadbent, Hubert de Montille, Aime Guibert, Jonathan Nossiter, Michel Rolland, Neal Rosenthal
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Die Weinwirtschaft ist längst ein Schauplatz der Globalisierung: Da wäre etwa der weltweit führende Weiningenieur Michel Rolland. Er bezeichnet sich gern als "Flying Winemaker", als Arzt des Weins und Psychiater der Winzer. Seine Gegenspieler sind traditionelle Weinbauer wie Hubert de Montille. Für ihn ist das Phänomen Wein eine fast religiös zu nennende Beziehung zwischen Mensch und Natur. "Wo es Wein gibt, ist Zivilisation. Da ist keine Barbarei", so Montille. Der massenhaft produzierte Wein hat für ihn nichts mehr mit Kultur und Lebensqualität zu tun. Es ist reine Geldmacherei der modernen Welt. Aber so läuft es eben: Die millionenschweren Industriebosse gegen einfache Bauern, global gegen regional. Beide Parteien erzählen sie uns vom Anbau, Handel und von der Vermarktung.
Jahrtausende hindurch war der Wein ein Symbol fortgeschrittener Zivilisationen. Heute ist es ein industriell gefertigtes Produkt des globalen Weltmarktes. Der amerikanische Filmemacher und Sommelier Jonathan Nossiter wirft in seinem Dokumentarfilm einen genauen Blick auf die Hintergründe des Weinanbaus dreier Kontinente. Mächtige Industriebosse, traditionelle Winzer und multinational agierende Weinkritiker sind die Hauptdarsteller seiner filmischen Weinprobe. Alle reflektieren in den Interviews ausschließlich Anbau, Handel und Vermarktung des verarbeiteten Traubensafts. Nette, französische Weingutbesitzer mit Baskenmütze und smarte amerikanische Unternehmer stehen für den Konflikt zwischen dem Weinanbau auf traditionellem Terrain und der globalisierten industriell betriebenen Weinproduktion. "Um großen Wein zu machen, braucht es einen Poeten", empört sich Winzer Aime Guibert über die Weinwirtschaft. Für ihn besitzt ein guter Wein eine Seele, welche die Beziehung zwischen Mensch und Natur widerspiegelt. Guiberts Gegner ist der berühmte Önologe Michel Rolland aus Bordeaux, der mit großen Weinbetrieben in zwölf Ländern zusammen arbeitet. Der erfolgreiche Geschäftsmann befriedigt perfekt die Bedürfnisse des globalen Marktes. Mit wackeliger Handkamera führt uns Nossiter durch die Welt der Weinherstellung. Dabei interviewt er jeden, der etwas mit Wein zu tun hat. Trotz der interessanten Thematik verliert man irgendwann den Überblick über die Protagonisten und die Schauplätze rund um den Globus.

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