Wer Feuer sät... - 2006 | FILMREPORTER.de
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Wer Feuer sät...

OriginaltitelCatch a Fire
AlternativHotstuff (Arbeitstitel)
GenreDrama
Land & Jahr Großbritannien/Südafrika/USA 2006
FSK & Länge ab 12 Jahren • 101 min.
KinoDeutschland
AnbieterUnited International Pictures (UIP)
Kinostart18.01.2007
RegiePhillip Noyce
DarstellerRobert Hobbs, Derek Luke, Bonnie Mbuli, Tim Robbins
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Patrick Chamusso (Derek Luke) lebt in den frühen 1980er Jahren mit seiner Frau Precious (Bonnie Mbuli) und zwei Töchtern in Secunda, Südafrika. Er arbeitet als Vorarbeiter in einer Ölraffinerie. In seiner Freizeit trainiert Patrick eine Jugend-Fußballmannschaft. Die Politik und auch das Apartheidregime interessieren ihn nicht. Selbst seiner Mutter verbietet er den Aktivistensender des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) zu hören. Doch seine Meinung ändert sich schnell, als er zu Unrecht von Colonel Nic Vos (Tim Robbins) für ein Bombenattentat auf die Ölraffinerie verantwortlich gemacht wird. Patrick wird verhört und brutal gefoltert. Erst als seine Frau ebenfalls verhaftet und misshandelt wird, nimmt Patrick fälschlicherweise die Schuld auf sich. Vos erkennt, dass sein angeblicher Täter nur unter Druck ausgesagt hat. Er veranlasst sein Freilassung, lässt ihn aber weiter beschatten. In Patrick erwächst Zorn und Hass aufgrund der ungerechtfertigten Ereignisse. Er beschließt seine Familie zu verlassen und sich dem militanten Flügel der ANC anzuschließen. In den geheimen Ausbildungsstätten von Mozambique und Angola lernt er Waffen zu gebrauchen, und Bomben zu bauen. Seinen ersten terroristischen Einsatz plant Patrick in Secunda. Doch Vos ist ihm bereits auf den Fersen.
Nach jahrzehntelanger Unterdrückung konnte unter der Führung von Nelson Mandela zu Beginn der 1990er Jahre die Rassentrennung in Südafrika überwunden werden und das rassistische weiße Regime als regierende Kraft ablösen. Regisseur Phillip Noyce erzählt die Geschichte von Patrick Chamusso, einen Wegbereiter der Anti-Apartheidsbewegung. Basierend auf seinem bewegten Leben beschreibt er, wie aus einem apolitischen jungen Mann ein glühender Rebell wird. Durch das Aufeinanderprallen der beiden Hauptcharaktere entsteht eine spannungsgeladene Verbindung. In der Verhörzelle schafft Noyce eine kammerspielartige Atmosphäre. Diese dunklen Szenen stehen im Kontrast zum grellen Sonnenschein der Außenaufnahmen. Das harte Leben in den Townships und die ständigen menschenverachtenden Maßnahmen der Regierung werden in intensiven Bildern gezeigt. Der halbdokumentarische Inszenierungsstil sorgt für ein hohes Maß an Authentizität. Derek Luke und Tim Robbins spielen ihre Rollen mit großer Leidenschaft. Doch mit Chamussos Wandlung vom Normalbürger zum Terroristen schwenkt Noyce unweigerlich vom Drama ins Thrillergenre. Die schnelle Abfolge von der Ausbildung bis zum Attentat passt nicht in den vorigen Erzählrhythmus. "Wer Feuer sät" bleibt trotz des schwachen Finales ein kraftvolles Portrait über einen Mann, der zum Wohle seines Volkes zum Freiheitskämpfer wird.
Wer Feuer sät...

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Wer Feuer sät...

Das Politdrama basiert auf der wahren Geschichte von Anti-Apartheidsheld Patrick Chamusso (Derek Luke). Der entwickelt sich im Südafrika der 1980er Jahre...  Clip starten
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