Boy A - 2007 | FILMREPORTER.de
Filmreporter-RSS
©Universum Film

Boy A

OriginaltitelBoy A
GenreDrama
Land & Jahr Großbritannien 2007
Kinostart    07.05.2009 (Senator Film Verleih)
FSK & Länge 100 min.
RegieJohn Crowley
DarstellerAndrew Garfield, Peter Mullan, Siobhan Finneran, Alfie Owen, Victoria Brazier, Skye Bennett
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsMeinungenNewsGalerieDVDsbewerten

Es gibt Dinge, die nie in Vergessenheit geraten

Für Eric (Andrew Garfield) beginnt ein neues Leben. Er bekommt einen neuen Namen, einen neuen Job und ein neues Paar Turnschuhe. Letztere sind ein Geschenk von Terry (Peter Mullan). Der ist sein Bewährungshelfer, denn Jack, wie Eric nun heißt, verbrachte die meiste Zeit seiner Jugend in einem Gefängnis. Als er nun 24-Jährig entlassen wird, muss er erst lernen, sich in der Welt zurecht zu finden und wie ein normaler Erwachsener zu benehmen. Er freundet sich mit einem Kollegen an und beginnt eine Beziehung mit Michelle (Katie Lyons). Doch der schüchterne, ruhige Junge trägt in sich ein dunkles Geheimnis, dass er niemanden anvertrauen darf. Als er einem kleinen Mädchen das Leben rettet, bekommt er mehr Selbstvertrauen, doch Terry warnt ihn eindringlich, seine wahre Identität preis zu geben.
Zu Beginn von "Boy A" sieht man einen introvertierten, schüchternen Jungen, der vorsichtig mit seiner einzigen Bezugsperson kommuniziert. Man kann nur erahnen, was Jack durchgemacht hat und entwickelt schnell Sympathie. Doch anders als in Matthias Glasners "Der freie Wille", wo der Zuschauer viel mehr hin und her gerissen ist und von den expliziten Gewaltbildern schockiert wird, wählt der irische Regisseur John Crowley Bilder, die die Tat nur erahnen lassen und zeigt in den Rückblenden die Geschichte eines brutalen Verbrechens. Die Grundlage des Films ist der gleichnamige Roman von Jonathan Trigell, der die Geschichte eines Kindermörders erzählt, der zur Zeit der Tat selbst noch Kind war. Dabei beleuchtet Crowley nicht nur die Gesellschaft, die der Rehabilitierung negativ gegenüber steht und vor Selbstjustiz nicht zurückschreckt, er zeigt vor allem die Sicht des Täters, der für immer gebranntmarkt ist. Andrew Garfield, der zuvor schon in Robert Redfords "Von Löwen und Lämmern" zu sehen war und dafür viel Aufmerksamkeit bekam, ist die Idealbesetzung für die komplexe Rolle. Er spielt die gesamte Emotionspalette und dass in einer einzigen Szene. Andrew Garfield ist ein Name, den man sich unbedingt merken sollte. Wer wegen der Gewaltszenen nicht in "Der freie Wille" gegangen ist, sollte sich "Boy A" unbedingt ansehen.
Boy A

Bewertung abgeben

Bewertung
8,0
 (1 User)

Meinungen

Gierig und verantwortungslos

Der Film schildert die Unmöglichkeit nach einer Jugendsünde und verbüßter Strafe neu anzufangen, weil die Boulevardpresse daraus Kapital schlagen kann. Relativ ruhig aber... mehr
30.01.2012 17:46 Uhr - 8martin
Amazon
Bücher, DVDs oder das neue Heimkino für Ihren Filmgenuss




 

Galerie:  Boy A

Zu Beginn von "Boy A" sieht man einen introvertierten, schüchternen Jungen, der vorsichtig mit seiner einzigen Bezugsperson kommuniziert. Man kann nur erahnen, was Jack... mehr
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsMeinungenNewsGalerieDVDsbewerten
© 2017 Filmreporter.de