Der Speer der Rache - 1955 | FILMREPORTER.de
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Der Speer der Rache

OriginaltitelChief Crazy Horse
GenreWestern
Land & Jahr USA 1955
FSK & Länge 86 min.
RegieGeorge Sherman
DarstellerVictor Mature, Suzan Ball, John Lund, Ray Danton, Keith Larsen, Paul Guilfoyle
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Häuptling Victor Mature schwingt das Kriegsbeil

An seinem Totenbett sagt Häuptling Tapferer Bär die Herrschaft eines mutigen Kriegers vorher. Er würde die zerstreuten Stämme der Lakota-Sioux-Indianer wieder vereinen und der Macht der "Weißen" widerstehen. Nach vielen Jahren bewahrheitet sich die Vision des alten Kriegers. In der Person von Schwarzer Hengst (Victor Mature) findet das kleine Volk einen weisen und starken Führer. Während andere Stämme zunehmend ihre Unabhängigkeit verlieren, kämpfen die Lakota-Indianer um den Erhalt ihrer Traditionen und ihrem Glauben.

Dennoch findet sich in den eigenen Reihen findet sich ein Hund, der nach einer Liebesschmach zum Verräter wird. Durch eine List will der Ladenbesitzer Jeff Mantz (Robert F. Simon) mit seinem Bruder das Land der Ureinwohner rauben. Das Gold in den Schwarzen Bergen der Lakotas lockt auch andere skrupellose Abenteurer. Bald entflammt ein bewaffneter Konflikt mit den Indianern. Schwarzer Hengst fühlt sich zum Handeln berufen, seine Zeit ist gekommen!
Das Indianer-Epos ist an vielen Stellen ungewollt lustig, weil viel zu pathetisch. Victor Mature, einer der großen Hollywood-Stars der 1940er Jahre macht sich mit großem Ernst an seine Rolle. Mit starrem Blick und leicht angehobenem Kinn spricht er von Größe und Traditionen und blickt dabei verzückt irgendwo gen Horizont. Immer in der Bildmitte positioniert und in einer Halbnahaufnahme soll der muskulöse Schauspieler Stärke und Stolz darstellen. Seine hochgezogenen Augenbrauen und die hängenden Mundwinkel zaubern ein mitleidiges Lächeln in das Gesicht der Zuschauer.

Die Reden und die Kostüme entbehren einer gewissen Komik nicht. Dieser Effekt lässt einen über die öde Geschichte hinwegsehen. Regisseur George Sherman geht routiniert, aber wenig inspiriert an die Sache. Keine gewagte Kameraperspektive oder unvorteilhafte Beleuchtung sollte das Publikum der 1950er Jahre provozieren. Zusammen mit dem gewohnten Western-Score ergibt sich das Gesamtbild eines mittelmäßigen Genrefilms aus der Blütezeit der Traumfabrik.
Der Speer der Rache

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