Chemie und Liebe - 1948 | FILMREPORTER.de
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Chemie und Liebe

OriginaltitelChemie und Liebe
GenreKomödie
Land & Jahr Deutschland 1948
Kinostart    01.06.1948
FSK & Länge 98 min.
RegieArthur Maria Rabenalt
DarstellerHans Nielsen, Tilly Lauenstein, Ralph Lothar, Ann Höling, Gisela Deege, Arno Paulsen
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Über Schwächen und Fehler des Kapitalismus

Spielerisch zeigt die Komödie den Surrealismus im Werk des amerikanischen Schriftstellers Thornton Wilder und des französischen Dramatikers Jean Anouilh. Dabei bedient sich der Film der kritischen Ironie. Der Sprecher, ein advocatus diabolus, ironisiert die Handlung. Er greift in die Vorgänge ein, sollten sie in unerwünschte Bahnen geraten. Er tritt auch in vielfältiger Gestalt und Verkleidung im Spiel selbst in Erscheinung. Aber er hält nicht oberlehrerhaft den Zeigefinger in die Höhe, sondern betrachtet lediglich das Geschehen und überlässt die Meinungsbildung dem Publikum.
"Chemie und Liebe" ist eine gesellschaftskritische Komödie. Sie zeigt satirisch die Schwächen und Fehler des kapitalistischen Systems, seine Auswüchse und Entartungserscheinungen. Der Fim von Regisseur Arthur Maria Rabenalt galt seinerzeit als utopisches Märchen. Sie prangert den Kapitalismus der westlichen Länder an und kritisiert die Profitgier der unterschiedlichen Regime. Die Groteske spielt im Fantasieland Kapitalia und dreht sich um eine spektakuläre Erfindung des Chemikers Dr. Alland. Er kommt auf die Idee, aus Gras Butter zu machen. Ein Konzernchef will um jeden Preis die Erfindung an sich reißen. Daher setzt er drei Frauen auf den Laboranten an, um ihm die Schöpfung abzuluchsen. Die Liebschaften stehen dabei im Zentrum der Satire. Am Ende verlässt der Erfinder mit seiner Geliebten den Staat. Aus einer kommunistisch gefärbten Perspektive werden im antikapitalistischen Film die politische Situation und ihre Machenschaften in ironischer Weise aufgearbeitet.
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