Räuber Kneißl - 2008 | FILMREPORTER.de
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Räuber Kneißl

OriginaltitelRäuber Kneißl
GenreDrama
Land & Jahr Deutschland 2008
FSK & Länge ab 12 Jahren • 114 min.
KinoDeutschland
AnbieterMovienet Film
Kinostart21.08.2008
RegieMarcus H. Rosenmüller
DarstellerMaximilian Brückner, Michael Schreiner, Bernhard Butz, Martin Walch, Sepp Schauer, Holger Kriechel
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Rosenmüllers Sicht auf eine bayerische Legende

Mathias Kneißl (Maximilian Brückner) ist gerade 16 Jahre jung, gewitzt und hat keine Lust in die Schule zu gehen. Das ist auch der Grund, warum Dorfgendarm Förtsch (Thomas Schmauser) sowie der Dorfpfarrer immer wieder zur abgelegenen Schachermühle der Familie Kneißl kommen. Die Eltern Mathias (Michael Fitz) und Theresia (Maria Furtwängler) Kneißl nehmen es mit der Schulbildung jedoch ebenso wenig ernst, wie mit dem Gesetz. Im gesamten Bayerischen Land sind sie für ihre Wilderei und andere Schandtaten bekannt. Doch von etwas müssen sie sich ja schließlich ernähren, bekräftigt die Mutter der sechsköpfigen Familie. Nach einem Raubzug in einer Kirche beginnt das große Unglück. Der Vater stirbt auf der Flucht und Theresia wird wegen dem Raub zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Auch die Söhne Alois und Mathias werden kurze Zeit später inhaftiert und wegen Mordverdachts, Raub und Wilderei zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Während Alois im Gefängnis der Schwindsucht erliegt, träumt Mathias von einem redlichen Leben nach seiner Entlassung. Doch Pfarrer, Gendarm Förtsch und Dorfbevölkerung sehen dies anders.
Mathias Kneißl ist eine Legende. Dem Robin Hood aus Bayern wird unter anderem in einer Fernsehserie und einer Aufführung des Münchner Volkstheater gehuldigt. Dort wurde er bereits von Maximilian Brückner dargestellt, der jetzt vom Ur-Bayer Marcus H. Rosenmüller erneut für diese Rolle engagiert wurde. Die rund 114-minütige Fassung ist etwas länger als normale Kinofilme, was der Geschichte eigentlich keinen Abbruch tut, denn es gibt ja viel zu erzählen. Dennoch hätte man die Handlung etwas straffen können, denn an manchen Stellen schleicht sich doch etwas Langeweile ein. Bleiben die großen Lacher aus, weist das Werk dennoch den typischen Rosi-Humor auf: subtil, trocken und unerwartet. Die Dialoge fügen sich gut in die Handlung ein und halten das eine oder andere Mal eine Überraschung bereit. Die Darsteller überzeugen, jeder auf seine eigene charmante Art. Daher funktioniert auch der oftmals latent vollzogene Genrewechsel. Räubert sich Maximilian Brückner als Mathias Kneißl durch die Landschaft oder gibt er einen seiner Sprüche zum Besten, ist "Räuber Kneißl" ein unterhaltsamer, frecher Abenteuerfilm vielleicht auch eine etwas oberflächliche Lausbubengeschichte. Macht er sich hingegen auf die erfolglose Suche nach Arbeit oder begleitet ihn die Kamera in die einsame Gefängniszelle, so schafft sich das Drama seinen Platz. Wahrscheinlich kommt Rosenmüllers "Räuber Kneißl" nicht nach Jedermanns Geschmack. Die exzellente Besetzung mit Brigitte Hobmeier, Maria Furtwängler, Thomas Schmauser und Michael Fitz sowie deren darstellerische Leistungen sind jedoch einwandfrei.
Räuber Kneißl

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