Die Perlmutterfarbe - 2008 | FILMREPORTER.de
Filmreporter-RSS
©Constantin Film

Die Perlmutterfarbe

OriginaltitelDie Perlmutterfarbe
GenreFamilienfilm
Land & Jahr Deutschland 2008
FSK & Länge ab 6 Jahren • 103 min.
KinoDeutschland
AnbieterConstantin Film
Kinostart08.01.2009
RegieMarcus H. Rosenmüller
DarstellerMarkus Krojer, Christoph Doering, Moritz Wirsching, Johannes Herrschmann, Gerd Lohmeyer, Christian Lerch
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenNewsTrailerGalerieInterviewsDVDsbewerten

Familienfilm um Zivilcourage und Mitläufertum

Alexander (Markus Krojer) ist ein liebenswertes Kind. Er wächst alleine mit seiner Mutter (Brigitte Hobmeier) auf. In der Schule ist er beliebt, sein bester Freund ist Klassenerfinder Maulwurf (Dominik Nowak). Beide Jungs sind in Lotte (Zoë Mannhardt) verliebt und für dieses Dilemma gibt es nur einen Ausweg: Wer den Malwettbewerb der Schule gewinnt, darf offen um die Gunst des Mädchens buhlen. Um seinem Ziel näher zu kommen, hat Maulwurf eine wunderschöne neue Farbe, die Perlmutterfarbe, erfunden. Alexander will mit einem Bild punkten, welches seinen Vater in chinesischer Gefangenschaft darstellt. Da kommt ihm ein Buch des B-Karli (Paul Beck) wie gerufen. Unter den darin dargestellten fremden Völkern sind auch Chinesen, und deren Gesichter will Alexander abpausen. Nicht ganz freiwillig leiht ihm der B-Karli das Buch, das er unerlaubt von zuhause mitgenommen hat. Und dann passiert etwas, was Alexanders Leben auf den Kopf stellt. Die Perlmutterfarbe, die zufällig in seinem Schulranzen gelandet ist, läuft aus und zerstört das Buch. Alexander verpasst den richtigen Moment, um seine Schuld zuzugeben und macht sich so für den fiesen Gruber (Benedikt Hösl) erpressbar. Der nutzt die Gunst der Stunde, um den vermeintlichen Farbenklau der Parallelklasse anzuhängen und hetzt die A-Klässler gegen die B-Klässler auf. Im Kampf der beiden Schulklassen verstrickt sich Alexander immer mehr in sein Netz aus Lügen. Er läuft Gefahr, seine Freunde zu verlieren. Kann er das Ruder noch herumreißen?
"Die Perlmutterfarbe" ist eine Adaption des gleichnamigen Romans von Anna Maria Jokl, die in diesem ihre Erfahrungen aus der Anfangszeit des Nationalsozialismus verarbeitete. Im Mikrokosmos der Schule zeigt sie auf, wie leicht beeinflussbar nicht nur Kinder sind und wie schnell Gruppendynamik und -zwänge beängstigende Ausmaße annehmen können. Auf der anderen Seite steht die Erkenntnis, dass es nie zu spät ist, einen Fehler zuzugeben und jeder die Macht hat, die Dinge zum Guten zu wenden. Regisseur Marcus H. Rosenmüller besetzt wie schon in der Komödie "Wer früher stirbt, ist länger tot" Markus Krojer als jugendlichen Hauptdarsteller, der sich ohne böse Absicht immer tiefer in Lügen verstrickt und dem die Situation schließlich über den Kopf zu wachsen droht. In diese Lage können sich Zuschauer jeden Alters hineindenken, und tatsächlich ist der Film nicht nur für Kinder sehenswert. Dafür sorgt nicht zuletzt der teils ironische Unterton und die liebenswert gestalteten Nebenfiguren. Das ist etwa der Musiklehrer und die Buchhändlerin. Mit Sigi Zimmerschied, Josef Hader und Gustav-Peter Wöhler ist der Familienfilm bis in die Nebenrollen gut besetzt.
Die Perlmutterfarbe

Bewertung abgeben

Bewertung
7,0 (Filmreporter)     
 (0 User)

Meinungen

Es gibt noch keine Userkritik!

Trailer: 

Die Perlmutterfarbe

Alexander (Markus Krojer) steckt in der Klemme. Er hat aus Versehen die neueste Erfindung seines besten Freundes Maulwurf (Dominik Nowak), die...  Clip starten
Amazon
Bücher, DVDs oder das neue Heimkino für Ihren Filmgenuss




 

Galerie:  Die Perlmutterfarbe

"Die Perlmutterfarbe" ist eine Adaption des gleichnamigen Romans von Anna Maria Jokl, die in diesem ihre Erfahrungen aus der Anfangszeit des Nationalsozialismus verarbeitete. mehr
Brigitte Hobmeier

Interview:  Liebe geht über Wahrheit

Darf eine Mutter ihrem Sohn Lügen erzählen? Lügen über den Verbleib seines Vaters, auch wenn es seinem eigenen Wohlbefinden zugute...
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenNewsTrailerGalerieInterviewsDVDsbewerten
© 2018 Filmreporter.de