Kansas City - 1996 | FILMREPORTER.de
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Kansas City

OriginaltitelKansas City
GenreThriller, Drama
Land & Jahr Frankreich/USA 1996
Kinostart    03.10.1996 (MFA+ Film Distribution)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 115 min.
RegieRobert Altman
DarstellerJennifer Jason Leigh, Miranda Richardson, Harry Belafonte, Michael Murphy, Steve Buscemi
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Robert Altmans Hommage an Kansas City der 1930er

Es ist Wahltag in Kansas City, 1934. In Washington setzt Roosevelt die umfangreichsten Sozialreformen durch, die das Land je gesehen hat. Der "New Deal" droht aber zu platzen. Die Stadt versinkt in Korruption und Kriminalität. Die arbeitslose Bevölkerung gibt gleichgültig ihre Stimme demjenigen Politiker, der dafür am besten bezahlt. Gangster in langen Mänteln oder weißen Anzügen sitzen hinter massiven Schreibtischen, rauchen Zigarren oder schwenken Cognac-Gläser. Aus Verzweiflung entführt Blondie (Jennifer Jason Leigh) die Frau des Senators (Miranda Richardson), in der Hoffnung dieser könne sich für ihren Mann Johnny (Dermot Mulroney) einsetzen. Der war vom schwarzen Gangsterboss Seldom Seen (Harry Belafonte) beim Diebstahl in seinem Club erwischt worden. Die Senatorenehefrau scheint sowohl Mitgefühl für Blondie als auch für die schwarze Bevölkerung zu entwickeln, trotzdem ist der Ausgang mehr als ungewiss.
Robert Altman hat mit seiner Hommage an das Kansas City der 1930er Jahre das Lebensgefühl einer Generation sowie das Flair einer Stadt in der Krise filmisch eingefangen. Dabei kommt sein Film über weite Strecken recht beschwingt daher, bevor das ernüchternde, realistische Ende den Zuschauern jede Nostalgie austreibt. Die Handlung bleibt weitgehend Staffage, sie dient Altman nur dazu, eine Kulisse zu bauen, in der er den wichtigsten Hauptdarsteller in Szene setzen kann: den berühmte Kansas City Jazz. Allgegenwärtig ist der bluesige Sound der Bläser. Das Material des Films war so umfangreich, dass Altman noch ein Nebenprojekt, den Dokumentarfilm "Jazz '34", aus dem Material erstellte. Dass "Kansas City" mit vertrauten Hollywood-Klischees operiert, tut der Glaubwürdigkeit des Films keinen Abbruch. Nicht zuletzt weil der Regiealtmeister einen verlässlichen Zeitzeugen zur Seite hatte: Er selbst ist in dem Kansas City aufgewachsen, das er so eindrucksvoll porträtiert.

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