Near Dark - Die Nacht hat ihren Preis - 1987 | FILMREPORTER.de
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Near Dark - Die Nacht hat ihren Preis

OriginaltitelNear Dark
GenreHorror
Land & Jahr USA 1987
Kinostart    02.06.1988 (Filmwelt Verleihagentur)
FSK & Länge ab 18 Jahren • 93 min.
RegieKathryn Bigelow
DarstellerAdrian Pasdar, Jenny Wright, Lance Henriksen, Bill Paxton, Jenette Goldstein, Tim Thomerson
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenGalerieFeatureDVDsbewerten

Düsteres Vampirdrama mit stilvollen Bildern

Der junge Cowboy Caleb (Adrian Pasdar) führt mit seinem Vater und seiner Schwester ein einfaches Leben auf der Ranch. Als er abends mit seinen Freunden in die Stadt fährt, lernt er die reservierte Mae (Jenny Wright) kennen. Diese scheint von den Sinneseindrücken der schönen Sommernacht überwältigt zu sein. Außerdem will sie unbedingt vor Anbruch des Tages nach Hause. Leicht irritiert, aber dennoch fasziniert von der hübschen jungen Frau überredet er Mae ihn zu küssen.

Als es zum Kuss kommt, beißt sie Caleb in den Hals und fügt ihm eine kleine Wunde zu. Daraufhin läuft Mae davon, um der aufgehenden Sonne zu entgehen. Umgehend macht sich Caleb zu Fuß auf den Weg nach Hause und merkt, dass er sich zunehmend schwächer fühlt. Kurz bevor die Ranch seines Vaters erreicht, wird er in einen vorbeifahrenden Campingwagen mit abgedunkelten Scheiben aufgehalten und in diesen hineingezerrt. Caleb weiß gar nicht, was geschieht, als er einer Gruppe düsterer Gestalten unter Leitung von Jesse (Lance Henriksen) gegenübersteht. Zu seinem Erstaunen ist auch Mae unter den düsteren Gestalten. Diese kann gerade noch verhindern, dass er von der Meute getötet wird. So bleibt Caleb zwar am Leben, wird aber mit einer schrecklichen Wahrheit konfrontiert…
Regisseurin Kathryn Bigelow ist 1987 mit "Near Dark - Die Nacht hat ihren Preis" ein beachtenswerter Beitrag zum Genre des Vampirfilms gelungen. Das Grundmotiv der Erzählung beinhaltet die Abhängigkeit des Individuums von der Gruppe und die Orientierung an den Regeln derselben. Auch wenn keiner der Beteiligten das Wort 'Vampir' in den Mund nimmt, weisen die Regeln alle Charakteristika auf, die das Genre hervorbringt - wie der Infizierung durch einen Biss in den Hals und der Abneigung gegen das Tageslicht. Doch Caleb wehrt sich gegen seine Vampirwerdung und das Menschliche setzt sich immer wieder durch. In einer Schlüsselszene muss er sich zwischen dem Vampirclan und seiner Familie entscheiden.

Die Bösartigkeit von Anführer Jesse und dem gewalttägigen Severen (Bill Paxton) scheint Caleb nicht im Blut zu liegen. Somit wirft der Film die Frage auf, was passiert, wenn sich ein Auserkorener gegen seine neuen Artgenossen stellt. Bigelows Inszenierung ist düster und brutal, aber auch wunderbar melancholisch und feinfühlig. Passend dazu liefert die deutsche Elektronik-Rockband Tangerine Dream einen sphärischen Soundtrack. Da die Vampire mit einem Wohnwagen unterwegs sind und auch sonst wie Gesetzeslose auftreten, ist die Nähe zum Western- und Roadmovie unübersehbar. "Terminator"-Kameramann Adam Greenberg sorgt für düster-atmosphärische Bilder. Bigelow war auch für das Drehbuch verantwortlich und dürfte sich über die Auszeichnung für die beste Regie beim Internationalen Festival des Phantastischen Films von Brüssel freuen. Zwar floppte das Werk im Kino, avancierte mit der Videoauswertung aber dann zum Kultfilm.
Near Dark - Die Nacht hat ihren Preis

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