Mars Attacks! - 1996 | FILMREPORTER.de
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Mars Attacks!

OriginaltitelMars Attacks!
GenreKomödie
Land & Jahr USA 1996
Kinostart    27.02.1997 (Warner Bros. Pictures)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 106 min.
RegieTim Burton
DarstellerJack Nicholson, Glenn Close, Annette Bening, Pierce Brosnan, Danny DeVito, Martin Short
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Tim Burtons verrückte Science-Fiction-Parodie

Als die Erde von tausenden fliegenden Untertassen heimgesucht wird, entschließt sich der US-amerikanische Präsident James Dale (Jack Nicholson), die Aliens freundlich zu empfangen. Ein erstes Treffen in der Wüste artet in einer wilden Schießerei aus. Eine zweite, friedliche Zusammenkunft im Senat endet ebenfalls in einem blutigen Fiasko.

Die Marsianer greifen jetzt die Menschen in der ganzen Welt an, die sind gegen ihre Strahlenwaffen machtlos. Als die Außerirdischen das Weiße Haus stürmen, entschließt sich Dale, als nicht minder freundliche Grußantwort eine Atombombe ins All zu entsenden. Doch selbst die gefährlichste Waffe der Menschen verpufft wirkungslos angesichts der außerirdischen technischen Überlegenheit. Doch dann entdeckt ein Tenager namens Richie Norris (Lukas Haas) zufällig, dass die Marsianer doch eine Schwachstelle haben. Es gelingt ihm seine geliebte Großmutter zu retten. Seine Geheimwaffe ist auch die letzte Chance für die Menschheit, denn die Marsianer erobern eine Stadt nach der anderen.
Hat sich Tim Burton in seinen Filmen als ausgesprochener Kenner der populären Camp-Kultur erwiesen, setzt er seinem intertextuellen Hang mit "Mars Attacks!" die Krone auf. Die Komödie ist eine genüsslich durchexerzierte Parodie auf einschlägige Science-Fiction-Filme der 1950er Jahre.

Während der Trash-Charakter in den Filmen von Ed Wood ("Plan 9 aus dem Weltall") unfreiwillig und meist dem filmischen Dilettantismus der Filmemacher sowie den bescheidenen Produktionsbedingungen geschuldet war, ist er in "Mars Attacks!" gewollt. In einer Zeit, in der Hollywood sonst in Spektakeln wie "Independence Day" den filmtechnischen Fortschritt feiert und auf Authentizität sowie spektakuläre Action setzt, beschwört Burton den naiven Charme des Billigen und Artifiziellen. Seine Mars-Männchen kommen in fliegenden Untertassen daher und sehen so bunt und künstlich aus, als wären sie einer Spielzeugkiste entsprungen. Und auch die Waffen, mit denen sie auf die Menschheit losgehen, sind kaum Furcht einflößender. Die gleiche Schlichtheit zeichnet ihre Gegner aus. Die klischierten Charaktere wie der selbstgefällige Präsident, dessen notgeiler Pressesprecher, die dumme Fernsehmoderatorin oder die abgehobene New-Age-Anbeterin sind eher einem Groschenroman entnommen, als dass sie glaubwürdige Charaktere repräsentieren würden.

Leider ist Burton in "Mars Attacks!" Opfer seiner visuellen Spielfreude und seines parodistischen Hangs. Wie schon in seinem Erstling "Pee-wees irre Abenteuer" oder der Horror-Parodie "Beetlejuice" verweilt der Regisseur zu lange im Ausschmücken seiner bizarren Welt, ohne sich um ihre dramaturgische Durchformung zu kümmern. So erschöpft sich vieles im Selbstzweck, während der Film auf der Stelle tritt und das Interesse des Zuschauers irgendwann erlahmt.

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