Troubled Water - 2008 | FILMREPORTER.de
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Troubled Water

OriginaltitelDeUsynlige
AlternativDe Usynlige
GenreDrama
Land & Jahr Norwegen 2008
Kinostart    18.03.2010 (Kool Filmdistribution)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 121 min.
RegieErik Poppe
DarstellerPål Sverre Valheim Hagen, Trine Dyrholm, Ellen Dorrit Petersen, Fredrik Grøndahl, Trond Espen Seim, Angelou Garcia
Homepage http://deusynlige.no
http://www.troubled-water.de
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenNewsTrailerGalerieDVDsbewerten

Zurückhaltend inszeniertes, ergreifendes Drama

Vor acht Jahren verschuldete Jan (Pål Sverre Valheim Hagen) als Halbwüchsiger den Tod eines Kleinkindes. Vor Gericht wurde er wegen Mordes verurteilt. Allerdings bestritt er stets seine Schuld. Nach seiner Haftentlassung versucht er als Orgelspieler in einer kleinen Kirche ein neues Leben aufzubauen. Er nimmt sogar seinen zweiten Vornamen Thomas an, um nicht mit der alten Geschichte in Verbindung gebracht zu werden. Anfangs fällt es ihm schwer, sich an das Leben in Freiheit zu gewöhnen und Vertrauen zu seinen Mitmenschen aufzubauen. Doch dann lernt er die hübsche Pastorin Anna (Ellen Dorrit Petersen) und ihren Sohn Jens (Fredrik Grøndahl) kennen, zu dem er zaghaft eine Beziehung entwickelt. Alles scheint gut zu laufen, bis Agnes (Trine Dyrholm) auftaucht, die Mutter des toten Kindes. Zwar hat sie sich mittlerweile arrangiert, sogar zwei Mädchen adoptiert, doch den Tod des eigenen Kindes hat sie nicht überwunden. Grund ist auch, dass für sie zentrale Fragen wie das Warum und Wie noch immer ungeklärt sind.
"Troubled Water" ist ein Drama über zwei Menschen, deren Leben für immer durch einen tragischen Schicksalsschlag miteinander verbunden sein werden. Dieser unsichtbare Strang ist von der ersten Minute an spürbar, und das, obwohl die Figuren auf unterschiedlichen Seiten stehen: Der eine ist der verurteilte Mörder, die andere die Mutter des getöteten Kindes. Regisseur Erik Poppe hält sich mit seiner Inszenierung gekonnt zurück. Er lässt Bilder sprechen. Mit kleinen Gesten, Mimik und vielen stillen Momenten gelingt ihm eine eindringliche, zu Herzen gehende Charakterzeichnung. Das geht soweit, dass der Zuschauer das Gefühl entwickelt, bis in die Seelen der Figuren zu blicken.

Poppe erzählt aus zwei Perspektiven: aus der Sicht des verurteilten Mörders und jener der Mutter. Beide Handlungsstränge verschränken sich harmonisch ineinander und münden schließlich zu einem emotionalen Höhepunkt. Aber auch hier heißt Poppes Devise Zurückhaltung. Genau diese Zurückhaltung macht den Film zu einem Meisterwerk. Meisterhaft ist auch die Orgelmusik, die als dritte Hauptdarstellerin bezeichnet werden kann. Sie drückt nicht nur den Seelenzustand der Charaktere aus. Mit der Interpretation von Simon & Garfunkels "Bridge Over Troubled Water" wird auch der Wendepunkt des Films musikalisch markiert. Dass das Drama funktioniert, verdankt der Regisseur nicht zuletzt seinem Schauspieler-Ensemble. In der weiblichen Hauptrolle ist Trine Dyrholm zu sehen, die schon seit langem als Dänemarks Vorzeige-Darstellerin gilt. Ihr zur Seite steht mit Pål Sverre Valheim Hagen ein Neuling. Er gilt in seiner Heimat seit "Troubled Water" als Shooting-Star und wurde beim norwegischen Filmpreis 2009 als bester Schauspieler ausgezeichnet. Zu Recht.
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Vor acht Jahren verschuldete Jan (Pål Sverre Valheim Hagen) den Tod eines Kindes. Nun versucht er sich als Orgelspieler ein neues Leben aufzubauen. Diese...  Clip starten
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Galerie:  Troubled Water

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