The Fighter - 2011 | FILMREPORTER.de
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The Fighter

OriginaltitelThe Fighter
GenreDrama
Land & Jahr USA 2011
Kinostart    07.04.2011 (Senator Film Verleih)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 116 min.
RegieDavid O. Russell
DarstellerMark Wahlberg, Christian Bale, Amy Adams, Melissa Leo, Mickey O'Keefe, Melissa McMeekin
Homepage http://www.thefightermovie.com; http:...
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Authentisches Boxer-Drama mit grandioser Besetzung

Im Leben von Micky Ward (Mark Wahlberg) läuft es alles andere als rosig. Der junge Mann haust in seiner Heimatstadt Lowell in einer schäbigen Wohnung und muss als Straßenpflasterer schuften, um über die Runden zu kommen. Zudem hat er aus einer früheren Beziehung eine Tochter, die er nur einmal in der Woche besuchen darf. Seine einzige Hoffnung auf eine bessere Zukunft liegt im Boxen. Trotz des harten Trainings wartet er schon seit Jahren vergeblich auf den ersehnten Durchbruch. Unterstützung bekommt er von seiner Mutter Alice (Melissa Leo), die ihn managt sowie seinem älteren Halbbruder Dicky (Christian Bale), der früher selbst im Boxring stand. Seit dieser den legendären Sugar Ray Leonard zu Boden boxen konnte, wird er in Lowell wie ein Held gefeiert.

Allerdings liegt dieser legendäre Kampf schon Jahre zurück, das von Dicky erhoffte Comeback ist aufgrund seiner Drogensucht reines Wunschdenken. Statt Micky bei der Boxkarriere eine Hilfe zu sein, steht er diesem durch seine Unzuverlässigkeit immer mehr im Weg. Nichtsdestotrotz will Micky auf die Hilfe seines Bruders nicht verzichten. Erst seine neue Freundin Charlene (Amy Adams) überzeugt ihn davon, seinen eigenen Weg zu gehen. Dadurch kommt es zum Zwist zwischen Micky und seiner Familie.
Hollywood realisiert immer wieder herausragende Boxer-Dramen. In den besten Filmen des Genres - etwa in Martin Scorseses "Wie ein wilder Stier", John G. Avildsens "Rocky" und Clint Eastwoods "Million Dollar Baby" - steht das Boxen für mehr, als ein sportliches Kräftemessen. Der Ring wird vielmehr zum existentiellen Ort der Selbsterkenntnis und verheißenden Ausweg aus den lausigen gesellschaftlichen Verhältnissen. Vor allem der soziale Aspekt nimmt in David O. Russells "The Fighter" eine wichtige Rolle ein. So spielt das auf wahren Ereignissen beruhende Drama in Lowell, einer Stadt in der Nähe von Boston - einst ein wichtiges Industrie-Zentrum der Ostküste. Nachdem es ab den 1920er Jahren wirtschaftlich den Bach runter ging, wurde das Boxen für viele junge Männer ohne Perspektive zur möglichen Rettung aus der Armut.

Das gilt auch für die beiden Protagonisten Micky und Dicky Ward. Nur ein Erfolg als Boxer lässt auf die Flucht aus den ärmlichen Verhältnissen hoffen. Über den finanziellen Aspekt hinaus suchen die Brüder im Ring Bestätigung - mehr zu sein, als White Trash, der es nie zu etwas bringen wird. Wie dünn die Trennlinie zwischen Erfolg und Misserfolg, Selbsterkenntnis und Selbsttäuschung in der Welt des Box-Sports sein kann, wird an der bitteren Geschichte von Dicky deutlich. Seit Sugar Ray Leonard gegen ihn zu Boden gegangen ist, gilt er in Lowell als Held. Trotzdem hat er es nie nach oben geschafft, stattdessen ist er drogensüchtig geworden. So wird sein kurzer Triumph gegen Leonard zum traurigen Symbol seines vergeudeten Potentials.

Christian Bale liefert als Dicky eine beeindruckende Leistung. Das liegt nicht nur daran, dass er nach "The Machinist - Der Maschinist" erneut erschreckend viel Gewicht für eine Rolle verloren hat. Der Mime versteht es darüber hinaus perfekt, seinen Charakter als einnehmenden, humorvollen Menschen zu zeichnen, der stets Zuversicht ausstrahlt. Gleichzeitig lässt er eine verletzliche Seite durchscheinen, lässt in kurzen Blicken und kleinen Gesten erahnen, dass Dicky sich etwas vormacht und sich dessen bewusst ist. Mit seinem entfesselten, Oscar-gekrönten Spiel, beweist Bale einmal mehr, dass er zu den besten Hollywood-Schauspielern seiner Generation gehört.
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Micky Ward (Mark Wahlberg) hofft seit Jahren auf seinen Durchbruch. Der Boxer wird er von seinem älteren Halbbruder Dicky (Christian Bale) unterstützt....  Clip starten
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