Survival of the Dead - 2009 | FILMREPORTER.de
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Survival of the Dead

OriginaltitelSurvival of the Dead
AlternativGeorge A. Romero's Survival of the Dead; Untitled George A. Romero's Diary of the Dead Sequel; Untitled Romero Project
GenreHorror
Land & Jahr USA/Kanada 2009
Kinostart    06.05.2010 (Kinostar)
FSK & Länge ab 16 Jahren • 90 min.
RegieGeorge A. Romero
DarstellerKathleen Munroe, Kenneth Welsh, Athena Karkanis, Alan van Sprang, Julian Richings, Devon Bostick
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George A. Romeros Zombies kehren zurück!

Etwas Seltsames geht vor sich. Seit gut einer Woche wandeln tote Menschen durch die Gegend. Dem aber nicht genug. Die wandelnden Leichen verspüren unbändigen Hunger nach Frischfleisch. All jene, die gebissen werden, verwandeln sich ebenfalls in Zombies. Hilflos muss das Militär mit ansehen, wie die Welt langsam im Chaos versinkt. Derweil bekriegen sich an der Küste von Delaware zwei Familienclans. Die O'Flynns glauben daran, dass es Heilung gegen die seltsame Krankheit geben kann. Die Muldoons sind sich sicher, dass nur eine Kugel in den Kopf des jeweiligen Zombies wirklich Abhilfe schafft. Mitten in diesen unsinnigen Privatkrieg stößt eine Gruppe kriegsmüder Soldaten. Ihr Anführer, der kettenrauchende Sarge (Alan van Sprang), will sich von derlei Querelen raushalten. Dies gelingt ihm aber nur, bis sein bester Freund von einem Heckenschützen getötet wird. Dann greift auch er in die Kämpfe ein.
Zweifellos ist er der König des Horrorfilms. George A. Romero hat gegen Ende der 1960er Jahre das Genre modernisiert. Zu vielen seiner Filme hat er die Drehbücher sogar selbst geschrieben. "Die Nacht der lebenden Toten" und "Zombie" sind längst Kult. Dieses Wissen ist hilfreich, wenn man sich "Survival of the Dead" ansieht. Man sollte auch wissen, dass Romeros Zombies ihren eigenen Stil haben. Das sind keine hektischen, kühl denkende Monster mit blutunterlaufenden Augen, die ohne Vorwarnung hinter einer Ecke hervorspringen und gezielt töten. Nein. Romeros Zombies sind Untote, die sich marionettenartig im Schneckentempo fortbewegen und keinen eigenen Willen haben. Die Gemeinsamkeit mit ihren in Mode gekommenen jüngeren Genrebeispielen ist der Hunger nach Menschenfleisch. Nach "Resident Evil", "28 Tage" sowie Robert Rodriguez' "Planet Terror" muss man sich erst einmal wieder an die Langsamkeit der Kreaturen gewöhnen.

Romero schlägt auch sonst ein anderes Erzähltempo ein. Er nimmt sich Zeit, eine Geschichte zu entwickeln, ohne zu sehr auf die Charaktere einzugehen. Erst viel später, vielleicht erst nachdem man den Kinosaal verlassen hat, erkennt man dies nicht als Makel, sondern als Stärke. Schon mehrmals machte sich Romero mit seinen Zombiefilmen Luft über gesellschaftliche Missstände. In "Survival of the Dead" stehen der Konflikt zweier Familienclans und ihr abgrundtiefer Hass über alles. Sogar angesichts der existentiellen Gefahr durch die Zombies sind sie nicht bereit, sich auf eine Seite zu schlagen. Als Zuschauer hat man beinahe das Gefühl, die Zombies stehen im Hintergrund. Zumal der Regisseur keine Erklärung dafür gibt, warum Tote plötzlich untot sind. Fazit: "Survival of the Dead" reiht sich harmonisch in George A. Romeros bisheriges Schaffen ein. Jüngere Horrorfans werden vielleicht enttäuscht sein. Genreliebhaber werden einfach genießen.
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