Mütter und Töchter - 2009 | FILMREPORTER.de
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Mütter und Töchter

OriginaltitelMother and Child
AlternativUntitled Rodrigo García Project; Mother & Child
GenreDrama
Land & Jahr USA/Spanien 2009
Kinostart    28.04.2011 (Universum Film)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 125 min.
RegieRodrigo García
DarstellerNaomi Watts, Samuel L. Jackson, Annette Bening, Brittany Robertson, David Morse, Tatyana Ali
Homepage http://www.sonyclassics.com/motherand...
http://www.muetter-und-toechter-film.de
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenNewsGalerieInterviewDVDsbewerten

Leises Drama über den Lebensweg dreier Mütter

Als vierzehnjähriger Teenager wurde Physiotherapeutin Karen (Annette Bening) ungewollt schwanger und gab ihr Kind schließlich zur Adoption frei. Obwohl inzwischen mehrere Jahrzehnte vergangen sind, vergeht kein Tag, an dem sie nicht an diesen schmerzhaften Verlust zurückdenken muss. Zur gleichen Zeit versucht die verheiratete Lucy (Kerry Washington) ein Kind zu adoptieren, da sie selbst keinen eigenen Nachwuchs bekommen kann. Hoffnung kommt auf, als sie mit ihrem Mann eine 20-jährige Studentin trifft, die ihr Baby zur Adoption freigeben will. Allerdings hat die junge Frau ganz bestimmte Vorstellungen davon, wie die Eltern ihres ungeborenen Kindes sein sollen.

Die ehrgeizige Anwältin Elizabeth (Naomi Watts) wurde als Baby selbst zur Adoption freigegeben. Von ihren biologischen Eltern will sie nichts wissen. Nachdem sie eine Affäre mit ihrem neuen Chef Paul (Samuel L. Jackson) beginnt, schlägt ihr Leben eine unerwartete Richtung ein. Obwohl die drei Frauen sich nicht kennen, kreuzen sich ihre Lebenswege auf unvorhergesehene Weise.
Rodrigo García hat sich vor allem mit Regiearbeiten für den US-Kabelsender HBO einen Namen gemacht. Für den Fernsehsender realisiert der Sohn von Literaturnobelpreisträger Gabriel García Márquez als Drehbuchautor und Regisseur Serien, die vor allem durch differenziert gezeichnete Charaktere überzeugen. Dazu gehören "Six Feet Under - Gestorben wird immer", "Big Love" und "In Treatment - Der Therapeut". Insbesondere letztere Serie, die von den Therapiesitzungen eines Psychologen handelt und die García selbst konzipiert hat, zeichnet sich durch die angenehm zurückhaltende Inszenierung aus. Das ist auch bei "Mütter und Töchter" der Fall. Das Drama überzeugt mit seiner Reduktion auf das Wesentliche, den Dialogen zwischen den Protagonistinnen. So entsteht im Verlauf der Handlung das zunehmend facettenreiche Portrait dreier komplexer Frauen, die auf unterschiedliche Weise mit ihrer Mutterrolle hadern.

Dabei macht es uns García zu Beginn nicht leicht, einen Draht zu seinen Protagonistinnen zu finden. Vor allem Karen, die als 14-Jährige ihr Baby zur Adoption freigegeben hat, ist zunächst alles andere als leicht zugänglich. Annette Bening zeigt ihre Figur als abgestumpfte Physiotherapeutin, die mit ihrer harschen Art die meisten Mitmenschen von sich stößt. Beim Charakter von Naomi Watts verhält es sich ähnlich. Auch sie lässt niemanden an sich heran und wirkt durch ihre Gefühlskälte überaus unsympathisch. Erst allmählich werden uns die Gründe für das zurückweisende Verhalten der beiden offenbart. Dank des hervorragenden Spiels der Darstellerinnen sowie Garcías einfühlsamem Drehbuch vollziehen die Frauen eine Entwicklung, die ebenso glaubwürdig wie bewegend ist. Somit reiht sich das differenzierte Drama auch in Bezug auf die Charakterzeichnung nahtlos in das bisherige Werk des Regisseurs ein.
Mütter und Töchter

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Meinungen

Vom bitteren Anfang zum nachdenklichen Happy End

Ich habe selten einen Film gesehen, wo einen die Charaktere der Hauptdarstellerinnen am Anfang so krass abgestoßen haben. Eine Zeit war ich versucht das Kino zu verlassen. Aber... mehr
19.05.2011 16:43 Uhr - RalfHake
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