Queenie - 1987 | FILMREPORTER.de
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Queenie

OriginaltitelQueenie
GenreTV-Mehrteiler
Land & Jahr USA 1987
FSK & Länge ab 12 Jahren • 230 min.
RegieLarry Peerce
DarstellerJoss Ackland, Martin Balsam, Claire Bloom, Gary Cady, John Carlin, Ernest Clark
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenDVDsbewerten

Prominent besetzter britischer Fernsehmehrteiler

Halbblut Queenie Kelly (Mia Sara) wächst in den 1930er Jahren im Hexenkessel von Kalkutta auf. Die indische Metropole wird von den britischen Kolonialherren in einem Apartheidsregime beherrscht. Als Anglo-indischer Mischling ist Queenie in Schule und Freizeit permanenten Ausgrenzungen und Benachteiligungen ausgeliefert, die darin gipfeln, dass sie ein hoher britischer Verwaltungsbeamter vergewaltigen will. Dabei stürzt der Lüstling jedoch eine Balustrade hinab - mit tödlichen Folgen.

Das Unglück wird Queenie als Mord zur Last gelegt und sie muss notgedrungen nach England fliehen. Dort treibt sie die Not in den Nachtclub von Aaron Diamond (Joel Grey), wo sie sich als exotische Tänzerin über Wasser hält, sehr zum Ärger ihres sittenstrengen Begleiters. Als sie Hollywood-Regisseur David Konig (Kirk Douglas) trifft, will dieser sie für die Hauptrolle seines neuen Epos', das ausgerechnet in Indien gedreht wird. Unter dem Namen Dawn Avalon reist Queenie mit dem Filmteam in ihre Heimat, wo sie schnell von ihrer Vergangenheit eingeholt wird.
Im Zuge der Indien-Welle der 1980er Jahre, als Titel wie "Gandhi" oder "Reise nach Indien" erfolgreich in den Kinos laufen, entsteht auch der prominent besetzte britische Fernsehmehrteiler. Er ist nicht nur so lang wie viele Bollywood-Schinken, sondern ist auch ähnlich melodramatisch gestrickt.

Man mag die Verfilmung des nicht sonderlich faktentreuen Bestsellers von Michael Korda über das Leben der Merle Oberon als Edelkitsch oder Schmachtfetzen bezeichnen; die abenteuerliche, wendungs- und tränenreiche Geschichte von Not, Unglück, Ruhm und großer Liebe ist dennoch ein unterhaltsames Märchen, das mit seifenoperreifen Sentimentalitäten und banger Spannung nicht geizt. Das hochdramatische Werk glänzt mit satter Ausstattung an Originalschauplätzen. Mögen die politischen, sozialen und rassischen Konflikte auch nie ganz ausgekostet werden, so bleibt zumindest die Suche nach der Identität der Motor bei TV-Routinier Larry Peerce, der auch bei massivem Kitsch die Würde wahrt.

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