Begierde - The Hunger - 1997 | FILMREPORTER.de
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Begierde - The Hunger

OriginaltitelThe Hunger
GenreTV-Serie, Horror
Land & Jahr USA/Kanada/Großbritannien 1997
FSK & Länge 24 min.
RegieRussell Mulcahy, Darrell Wasyk, Erik Canuel
DarstellerDavid Bowie, Terence Stamp, Richard Jutras, Kim Feeney, Don Jordan, Karen Elkin
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenGalerieDVDsbewerten

Moralische Blutsauger in gefälliger Inszenierung

Schon aus der Besetzungsliste wird ersichtlich, dass "Begierde - The Hunger" als Prestigeprojekt konzipiert ist. Terence Stamp, der aus "Lost Highway" bekannte Balthazar Getty, und Bond-Darsteller Daniel Craig sind nur drei der prominenten Namen, die der Vampirserie ihren Stempel aufdrücken. Stamp hat denn auch die Funktion jede Episode in einer Einführungssequenz einzuführen.

Die Themen einer jeden Episode kreisen um Sex, Gier und Macht. Entsprechend der Vampirwelle, die in den 1990er Jahren sowohl im Fernsehen ("Buffy - Im Bann der Dämonen") als auch im Kino ("Twilight - Biss zum Morgengrauen") einen neuen Schub bekommen hat, sind die Vampire auch hier melancholische Wesen, welche die Last ihres Schicksals mehr ertragen, als genießen. Ein Standardmotiv des Vampirmfilms wird auch in "Begierde - The Hunger" nicht ausgespart. Die Tatsache nämlich, dass der Blutsauger eine anziehende Wirkung auf das weibliche Geschlecht hat. In der ersten Folge etwa ist es die Assistentin eines Zauberkünstlers, die dem Charme des Vampirs heillos verfällt und über ihre Leidenschaft die eigentliche Berufung aus den Augen verliert.
Zwischen 1997 und 2000 lief "The Hunger" mit guten Quoten im amerikanischen Fernsehen. Für den Erfolg dürften neben Stamp und Craig sicher auch David Bowie beigetragen haben, der ab der zweiten Staffel Teil des Schauspielensembles wurde. Neben den Darstellern waren auch hinter der Kamera zahlreiche Prominente der Film- und Fernsehbranche tätig. Zu den Schöpfern der Serie gehört unter anderen Tony Scott, der überdies auch einige Episoden selbst in Szene setzte.

Dem Einfluss Scotts ist es sicher zu verdanken, dass "Begierde - The Hunger" hier und da einen Look wie so mancher Kinofilm des Regisseurs hat. Dies gilt vor allem für die Einführungssequenz, die in ihrer etwas reißerischen Aufmachung mit den schnellen Bildfolgen jedes Gefühl für Atmosphäre und Raumwirkung zu ersticken drohen. Im Hauptteil wird der Erzählrhythmus ein wenig gedrosselt, auch wenn das Gefällige und pathetische nicht ganz ausgeschaltet wird. Dem Amerikanischen Publikum gefiel die Serie offenbar, mag das an der Erzählweise liegen oder an ihrer moralinsauren Haltung. Auch der Academy of Television Arts & Sciences sagte die Serie zu und zeichnete sie mit dem begehrten Emmy aus.
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