Wunderkinder - 2011 | FILMREPORTER.de
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Wunderkinder

OriginaltitelWunderkinder
GenreDrama
Land & Jahr Deutschland 2011
Kinostart    06.10.2011 (StudioCanal Germany)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 100 min.
RegieMarkus O. Rosenmüller
DarstellerMathilda Adamik, Elin Kolev, Imogen Burell, Kai Wiesinger, Catherine H. Flemming, Gudrun Landgrebe
Homepage http://www.wunderkinder-derfilm.de
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGalerieDVDsbewerten

Unschuldige Freundschaft zwischen Kunst und Krieg

1941 befindet sich die künstlerische und die politische Welt Ost-Europas in großer Auffuhr. Die jüdischen Kinder Abrascha (Elin Kolev) und Larissa (Imogen Burell) begeistern die Klassik-Szene mit ihrem virtuosen Spiel auf der Violine beziehungsweise dem Klavier. So musizieren die beiden sogar vor den Augen Stalins in Moskau. Auch der deutschen Hanna (Mathilda Adamik) gefällt die Musik der Kinder sehr. Deshalb bittet sie ihre einflussreichen Eltern, dass sie Unterricht bei den beiden nehmen darf.

Abrascha und Larissa sind gar nicht begeistert, als sie einer Deutschen etwas beibringen sollen. Erst als ihre Musik-Lehrerin (Gudrun Landgrebe) sich für diese einsetzt, willigen die beiden ein. Zwischen den dreien entsteht bald eine tiefe Freundschaft. Diese ist in Gefahr, als der Zweite Weltkrieg ausbricht. Denn Hanna muss sich mit ihrer Familie vor der sowjetischen Armee verstecken. Wird sie ihre Freunde Abrascha und Larissa wieder sehen?
Markus O. Rosenmüllers ("Der tote Taucher im Wald") Drama überzeugt durch seine handwerklich überzeugende Inszenierung sowie die spannende, originelle Geschichte. Diese wird in Rückblenden erzählt. Dabei wird zeitweise das deutsch-jüdische Verhältniss im Zweiten Weltkriegs auf den Kopf gestellt. Die Kraft der Musik sowie der Freundschaft stehen im Mittelpunkt der Geschichte und werden dem Zuschauer unaufdringlich vermittelt.

Auch die Charaktere sind gut ausgearbeitet und werden von Gedeon Burkhard ("Märzmelodie") und Gudrun Landgrebe ("Jud Süß - Film ohne Gewissen") in den Nebenrollen gelungen verkörpert. Konstantin Wecker ("Kir Royal") sticht zudem als Nazi-Offizier heraus. Er stellt die diabolischen Seiten seiner Figur sehr überzeugend dar. Die jungen Hauptdarsteller Elin Kolev, Imogen Burell und Mathilda Adamik können in den Hauptrollen hingegen nicht ganz überzeugen. Ihr Spiel ist trotz der verschiedenen emotionalen Stadien ihrer Figuren zu wenig variationsreich. Dies führt dazu, dass die Geschichte an Glaubwürdigkeit einbüßt und die Protagonisten den Zuschauer nur selten berühren.

Abgesehen vom bedeutungsschwangeren Ende, verzichtet Rosenmüller glücklicherweise auf eine kitschige Inszenierung. Die Erzählung ist straff, die musikalische Untermalung der jeweiligen Situation angemessen und die Kamera-Führung ruhig. Auch die Ausstattung des Films ist sehr gut und muss sich vor Hollywood-Produktionen nicht verstecken.
Wunderkinder

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Abrascha (Elin Kolev) und Larissa (Imogen Burell) werden als jüdische Wunderkinder der klassischen Musik gefeiert. Auch die deutsche Hanna (Mathilda Adamik)...  Clip starten
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"Wunderkinder" ist ein gelungenes Drama über die Kraft der Freundschaft und der Musik. Die Inszenierung ist handwerklich stimmig, die Ausstattung besser als in so manchem... mehr
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