In einer besseren Welt - 2010 | FILMREPORTER.de
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In einer besseren Welt

OriginaltitelHævnen
AlternativCivilisation; Julius; In a Better World
GenreDrama
Land & Jahr Dänemark/Schweden 2010
Kinostart    17.03.2011 (Universum Film)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 117 min.
RegieSusanne Bier
DarstellerMikael Persbrandt, Trine Dyrholm, Ulrich Thomsen, William Jøhnk Nielsen, Markus Rygaard, Wil Johnson
Homepage http://www.sonyclassics.com/inabetter...
http://www.ineinerbesserenwelt-film.de
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsNewsTrailerGalerieDVDsbewerten

Drama über Ursache und Wirkung von Gewalt

Anton (Mikael Persbrandt) arbeitet mehrere Monate im Jahr in einem kenianischen Flüchtlingslager, wo er täglich Menschenleben retten muss. Das eigene Leben in der dänischen Heimat hat der Arzt dagegen weniger im Griff. Von seiner Frau Marianne (Trine Dyrholm) lebt er seit einiger Zeit getrennt, worunter vor allem Sohn Elias (Markus Rygaard) leidet. Der ist dadurch oft auf sich allein gestellt.

Dabei hätte der Zehnjährige die Aufmerksamkeit seiner Eltern bitter nötig. Der sensible Junge gilt er als Außenseiter und wird von seinen Mitschülern ständig gemobbt. Seinen einzigen Freund findet er in dem in sich zugezogenen Christian (William Jøhnk Nielsen), der nach dem Tod der Mutter alleine mit seinem Vater Claus (Ulrich Thomsen) lebt. Der unerschrockene Junge hat den schmerzhaften Verlust noch nicht überwunden und will aktiv gegen die Ungerechtigkeit in der Welt vorgehen. Viel zu spät merken die mit sich selbst beschäftigten Eltern, wie ihre Kinder immer tiefer in einen Strudel der Gewalt geraten.
Nach dem Hollywood-Drama "Things We Lost in the Fire" dreht Regisseurin Susanne Bier wieder in ihrer dänischen Heimat. Für "In einer besseren Welt" arbeitet sie erneut mit Anders Thomas Jensen ("Adams Äpfel") zusammen. Aus der Feder der beiden Filmschaffenden stammt unter anderem das Drama "Nach der Hochzeit", das 2007 für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert wurde. Mit großen Ambitionen geht Bier auch an dieses Werk heran, das eine clever gestrickte Geschichte mit mehreren Handlungssträngen erzählt.

Im Mittelpunkt stehen die Mitglieder zweier Familien, deren Probleme viele Ursachen haben: Scheidung, Tod eines Elternteils, die komplizierte Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern, Mobbing in der Schule und Gewalt in unterschiedlichen Formen gehören dazu. Trotz dieser Themenvielfalt ist es Bier gelungen, einen roten Faden zu spinnen. Denn welchen Widrigkeiten die Figuren auch ausgesetzt sind, letztendlich müssen sich Eltern wie Kinder im entscheidenden Moment mit der Frage auseinandersetzen, wie sie im Angesicht der Ungerechtigkeit ihre Haltung bewahren können. Ist die Situation mit friedlichen Mitteln zu lösen oder liegt der einzige Ausweg in der Ausübung von exzessiver Gewalt? Bier bietet verschiedene Lösungsansätze auf diese existentielle Frage, überlässt die Beantwortung aber letztlich dem Publikum. Dabei sind die persönlichen Konflikte der Figuren bewegend und nachvollziehbar dargestellt, was ebenso für das Spiel der Darsteller gilt. Besonders die beiden jungen Mimen William Jøhnk Nielsen und Markus Rygaard verkörpern ihre jeweiligen Rollen mit großer Intensität. All dies macht "Hævnen" zu einem wirkungsvollen Werk, das noch lange nach dem Ansehen im Gedächtnis bleibt.
In einer besseren Welt

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