Die Schneekönigin - 2002 | FILMREPORTER.de
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Die Schneekönigin

OriginaltitelSnow Queen
GenreTV-Film, Kinderfilm
Land & Jahr Großbritannien/USA/Kanada 2002
FSK & Länge ab 0 Jahren • 180 min.
KinoDeutschland
RegieDavid Wu
DarstellerKris Pope, Bridget Fonda, Daniel Gillies, Markus Welby, Sage Brocklebank, Adrian Holmes
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Hans Christian Andersen kindgerecht verfilmt

Gerda (Chelsea Hobbs) hat einen schweren Schicksalsschlag zu verwinden, als ihre Mutter bei einem Ausritt ums Leben kommt. Auch neun Jahre nach dem Unglück lebt sie im Hotel ihres Vaters (Robert Wisden) im hohen Norden. Erst der junge Page Kai (Jeremy Guilbaut) kann das Mädchen mit seiner Lebensfreude wieder aufheitern. Die Jugendlichen freunden sich an und kommen sich näher.

Noch jemand findet Gefallen an dem kleinen Jungen: die Schneekönigin (Bridget Fonda). Im weißen Pelz und in Begleitung ihrer Wölfe erscheint sie eines Tages im Hotel. Ihr Kuss lässt Kais Herz zu Eis erstarren. So folgt er ihr in ihren Palast. Als er nach Monaten immer noch nicht zurück ist, beschließt Gerda, sich auf die Suche zu machen. Sie begibt sich auf die abenteuerliche Reise in die verschneite Ödnis, um ihren Liebsten zu finden. Kann sie Kai aus den Fängen der kaltherzigen Schneekönigin befreien?
Regisseur David Wu und sein Drehbuchautor Simon Moore ändern den Plot des Märchens von Hans Christian Andersen für ihre Fernsehadaption an entscheidenden Stellen ab. In der Verfilmung entwickeln Gerda und Kai zweifellos romantische Gefühle füreinander - während die beiden in Andersens Version beste Freunde sind. Der Plot des Films ist zudem deutlich stromlinienförmiger als im Märchen. Die komplexen Figuren Andersens werden zu Märchenstereotypen, einzig der Handlungskern ist noch vorhanden.

Wirklich tiefschichtige Figurenkonstellationen und Handlungselemente scheinen die Filmemacher ihrem jungen Publikum nicht zumuten zu wollen. So wird aus einem anspruchsvollen Kunstmärchen eine kindgerechte aber sehr kommerzielle Märchen-Verfilmung. Betrachtet man den Film jedoch für sich, statt ihn mit der Vorlage zu vergleichen, so entfaltet er durchaus einen gewissen Charme. Filmisch gibt es neben der ein oder anderen misslungenen Kameraeinstellung ohnehin wenig auszusetzen. Die Landschaftsaufnahmen sind stimmig. Die Innenkulissen sind zwar nicht sonderlich aufregend, jedoch gut genug gestaltet, um das Setting glaubhaft zu machen. Auch die Leistungen der Schauspieler sind routiniert - wirkliche Ausnahmen gibt es weder in positiver noch in negativer Hinsicht. Gegenüber manch anderer US-Märchenverfilmung fällt ein Punkt sogar äußerst positiv auf: der Film biedert sich nicht an seine Zielgruppe an. Es wird stets eine gewisse Ernsthaftigkeit vertreten, der genreübliche Humor fehlt. Kinder dürften gut unterhalten werden. Wer jedoch eine vielschichtige Handlung erwartet, sollte lieber zu Andersens Vorlage greifen.
Die Schneekönigin

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